Am von Torsten in Buchführung und Steuererklärung geschrieben
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Lohnabrechnung

Änderungen 2019 bei Lohn- und Gehaltsabrechnungen

Zu Beginn des Jahres gab es einige Änderungen bei der Lohn- und Gehaltsabrechnungen, die Unternehmer - sofern sie denn Angestellte beschäftigen - berücksichtigen müssen. Dieser Beitrag zeigt die wesentlichsten Änderungen auf und geht auf einige Hinweise ein, die Selbstständige beachten sollten.

Änderungen bei Lohn- und Gehaltsabrechnung 2019
Manchmal ist es schon erschreckend...
© mohamed_hassan / pixabay.com

Berlin, 27. Februar 2019 - Unternehmer müssen bei ihrer Lohnabrechnung einiges beachten. Hinzu kommt, dass es faktisch jedes Jahr auch noch Änderungen gibt. Dieser Beitrag beschreibt die Änderungen in 2019 in Bezug auf den gesetzlichen und tariflichen Mindestlohn, Aufzeichnungspflichten und die Sofortmeldung in bestimmten Gewerbebereichen.

Gesetzlicher und tariflicher Mindestlohn

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab 2019 9,19 Euro je Zeitstunde. Bisher gültige Übergangsregelungen sind mittlerweile ausgelaufen. Ab 2020 wird der gesetzliche Mindestlohn dann 9,35 Euro betragen. Unternehmer sollten beachten, dass möglicherweise Änderungen in den Arbeitsverträgen erforderlich werden. Eine Änderungen gibt es auch bei Minijobbern, bei denen die maximale Arbeitszeit nur noch 48 Stunden im Monat betragen darf.

Auch tarifliche Mindestlöhne wurden in verschiedenen Sektoren angepasst. Selbstständige, auf die das zutrifft, sollten Rücksprache mit ihrem Steuerberater nehmen.

Aufzeichnungspflichten in Verbindung mit dem Mindestlohn

In Verbindung mit dem gesetzlichen Mindestlohn sind auch Aufzeichnungspflichten in Bezug auf die Zeiterfassung verbunden. So muss der Arbeitgeber Beginn, Ende sowie Dauer der täglichen Arbeitszeit festhalten. In welcher Form er das tut (elektronisches Zeiterfassungsprogramm, Excel usw.), bleibt ihm überlassen.

Zwar müssen die Aufzeichnungen nach dem Mindestlohngesetz lediglich 2 Jahre aufbewahrt werden. Allerdings könnte beispielsweise das Finanzamt die Aufzeichnungen auch später noch anfordern. Daher ist eine längere Aufbewahrungsfrist empfehlenswert.

Sofortmeldung

Hier handelt es sich zwar nicht um eine Änderung in diesem Jahr, aber um einen wichtigen Hinweis. Selbstständige, die ein Unternehmen in einem Gewerbezweig gründen, welches nach Mindestlohngesetz sofortmeldepflichtig ist, so sollte der Inhaber das auch sofort tun. Verstöße können und werden drastisch geahndet. Solche Gewerbe sind beispielsweise die Bereiche Bau, Gastronomie und Transport.

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Bereitschaftsdienst kann langweilig sein

Auch für Bereitschaftszeiten muss gesetzlicher Mindestlohn gezahlt werden

Unternehmer sind verpflichtet, ihren Angestellten auch für Bereitschaftszeiten den gesetzlichen Mindestlohn zu zahlen. Wie das Bundesarbeitsgericht jedoch feststellte, ist es dabei unerheblich, ob die Bereitschaftszeit innerhalb der regulären Arbeitszeit erfolgt oder außerhalb. Ein Angestellter hatte geklagt, dass er zusätzlich zu seinem Gehalt, die Zeiten für Bereitschaftsdienst extra vergütet bekommen müsse. Dem widersprachen die Richter.

Laptop mit blauer Enter-Taste

Elektronische Sofortmeldung - das müssen Unternehmer wissen

Wer seine Mitarbeiter selbst anmeldet, läuft Gefahr bei der elektronischen Sofortmeldung kostspielige Fehler zu machen. Aber auch jene, die Ihre Abrechnungen von externen Dienstleistern wie dem Steuerberatern oder Lohnbuchhaltern erstellen lassen, wird die folgende Tabelle Aufschluss über die Fragen was, wer, wie und warum geben. Bei einer Kontrolle durch die Zollbehörden spielt es keine Rolle wer die Meldung hätte erstellen sollen.

römische Statue der Gerechtigkeit

Gesetzliche Änderungen 2019

Das neue Jahr bringt wieder einige Gesetzesänderungen und Neuheiten mit sich. Egal ob
die Post ihr Porto erhöht, WhatsApp ab 2019 nicht mehr werbefrei ist, oder die neue
Rentenreform in Kraft tritt. Hierbei können Sie schnell den Überblick verlieren. Besonders als
Jungunternehmer fehlt oft die Zeit, sich ausreichend mit den Neuerungen auseinander
zu setzen.