Am von Torsten in Buchführung und Steuererklärung geschrieben und am 05.02.2020 um 16:42 aktualisiert
Dieser Artikel ist am 31.12.2017 abgelaufen, d.h. die Veranstaltung, der Termin oder die Meldung ist damit nicht mehr gültig bzw. nicht mehr auf dem neuesten Stand.
EÜR

Ab 2017 elektronische EÜR für alle Unternehmer Pflicht

Das Unternehmer und Selbstständige ihre Steuererklärung elektronisch per ELSTER an das Finanzamt übermitteln sollen, bzw. müssen, ist nicht neu. Auch eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung muss per ELSTER versandt werden. Doch bisher konnten Unternehmer, deren Betriebseinnahmen unter 17.500 Euro im Jahr lagen, ihre EÜR noch formlos abegeben. Das hat sich jedoch seit 2017 geändert.

Neue vereinfachte Steuererklärung
Das BMF ist gern dabei, die Steuererklärung zu "vereinfachen".
© RAHMENLOS München / lustich.de

Berlin, 04. Mai 2017 - Ab dem Veranlagungszeitraum 2017 müssen “alle” - wirklich alle - Unternehmer ihre Einnahmen-Überschuss-Rechnung per ELSTER senden, wie ein Artikel der Deutsche Handwerks Zeitung erklärt. Bisher waren Selbstständige, deren jährliche Betriebseinnahmen unter 17.500 Euro lagen, davon ausgenommen. In diesen Fällen genügte den Sachbearbeitern eine formlose Gewinnermittlung. Grundlage für diese Änderung ist ein Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 30. März 2017.

Die Änderung betrifft Unternehmer erst mit der Steuererklärung 2017, die frühestens ab Januar 2018 ausgefüllt bzw. bearbeitet wird.

Ausnahmen ...

Was wäre aber das deutsche Steuerrecht ohne Ausnahmen, natürlich gibt es auch in diesem Fall einige davon. In sehr seltenen Fällen, können Unternehmer auch weiterhin auf die elektronische EÜR verzichten:

  • Unternehmer machen ihre Steuererklärung auch weiterhin auf Papier (kommt nur in sehr seltenen Fällen vor). Eine papierlose Steuererklärung kommt nur dann infrage, wenn der Unternehmer nachweisen kann, dass er weder einen PC, noch Internet noch einen Steuerberater hat - ein sogenannter Härtefall.

  • Des Weiteren kann eine Steuererklärung bzw. die Abgabe der EÜR auf Papier erfolgen, wenn der Unternehmer gar nicht zur Abgabe einer solchen verpflichtet ist.

  • Auch wenn die Einkünfte aus selbstständiger oder gewerblicher Tätigkeit 410 Euro nicht überschreiten, kann die EÜR weiterhin auf Papier abgegeben werden
  • Ehrenamtlich Tätige, die steuerfreie Einnahmen beziehen, sofern diese die Freibeträge nicht übersteigen.

Besser wäre es dagegen, wenn Selbstständige, die erstmals davon betroffen sind, bereits unterjährig Aufzeichnungen führen. Dabei können sich Unternehmer an der Anlage EÜR 2016 orientieren.

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