Steuererklärung

Ab 2017 elektronische EÜR für alle Unternehmer Pflicht

Das Unternehmer und Selbstständige ihre Steuererklärung elektronisch per ELSTER an das Finanzamt übermitteln sollen, bzw. müssen, ist nicht neu. Auch eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung muss per ELSTER versandt werden. Doch bisher konnten Unternehmer, deren Betriebseinnahmen unter 17.500 Euro im Jahr lagen, ihre EÜR noch formlos abegeben.Das ändert sich jedoch ab nächstem Jahr, wie das BMF mit Schreiben vom 30.03.17 ankündigt.

Neue vereinfachte Steuererklärung
Das BMF ist gern dabei, die Steuererklärung zu "vereinfachen".
© RAHMENLOS München / lustich.de

Berlin, 04. Mai 2017 - Ab dem Veranlagungszeitraum 2017 müssen “alle” - wirklich alle - Unternehmer ihre Einnahmen-Überschuss-Rechnung per ELSTER senden, wie ein Artikel der Deutsche Handwerks Zeitung erklärt. Bisher waren Selbstständige, deren jährliche Betriebseinnahmen unter 17.500 Euro lagen, davon ausgenommen. In diesen Fällen genügte den Sachbearbeitern eine formlose Gewinnermittlung. Grundlage für diese Änderung ist ein Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 30. März 2017.

Die Änderung betrifft Unternehmer erst mit der Steuererklärung 2017, die frühestens ab Januar 2018 ausgefüllt bzw. bearbeitet wird.

Wie jetzt weiter vorgehen?

In sehr seltenen Fällen, können Unternehmer auch weiterhin auf die elektronische EÜR verzichten. Das kommt jedoch nur dann in Frage, wenn derjenige weder einen PC, noch Internet und auch keinen Steuerberater hat. Dann kann der Unternehmer beim Finanzamt eine Befreiung von der elektronischen Übermittlung stellen. Das dürfte jedoch nur sehr selten vorkommen.

Besser wäre es dagegen, wenn Selbstständige, die erstmals davon betroffen sind, bereits unterjährig Aufzeichnungen führen. Dabei können sich Unternehmer an der Anlage EÜR 2016 orientieren.

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