Am von Torsten in Buchführung und Steuererklärung geschrieben und am 07.11.2019 um 15:48 aktualisiert
Digitalisierung

Änderungen in der Steuererklärung 2017

  • Jedes Jahr treten einige Änderungen bzw. Neuerungen in Kraft, die die Steuererklärung von Unternehmern betrifft. In 2017 dürfen sich Selbstständige über einige Erleichterungen freuen. Vor allem der Wegfall der Vorlagepflicht von Belegen erleichtert vieles. Das heißt, dass Belege nur noch auf Nachfrage beim Finanzamt eingereicht werden müssen. Das Gründerlexikon zeigt, welche Änderungen es noch in der Steuererklärung 2017 gibt.

Änderungen in der Steuererklärung 2017
© MichaelGaida / pixabay.com

Berlin, 01. Februar 2017 - Die Digitalisierung hält auch in den Finanzämtern seit geraumer Zeit Einzug. Daher sind viele Neuerungen der Steuererklärung auf Digitalisierung abgestimmt. Auch Belege müssen nicht mehr eingereicht werden, berichtet steuertipps.de. Nicht alle Änderungen werden in diesem Artikel behandelt, sondern nur die wichtigsten, die Unternehmer und Selbstständige betreffen.

1. Keine Vorlagepflicht mehr von Belegen, auch Spendenquittungen

Das Unternehmer nicht mehr sämtliche Belege einreichen müssen, ist nicht neu. Doch selbst wenn die Steuererklärung komplett elektronisch abgewickelt wurde, mussten einige Nachweise mit der Post nachgeschickt werden. Das betraf insbesondere Spendenquittungen. Doch das fällt ab 2017 weg. Spendenquittungen sollen nur noch auf Nachfrage dem Finanzamt zugänglich gemacht werden. Unternehmer müssen dafür alle Unterlagen bei sich aufbewahren.

Gültig seit: Zuwendungen ab dem 01. Januar 2017

2. Belege dürfen auch elektronisch versandt werden

Sollte das Finanzamt dann doch einmal Belege oder Unterlagen vom Unternehmer anfordern, dürfen diese auch elektronisch übermittelt werden.

Gültig seit: 23. Juli 2016

3. Automatisch erlassene Steuerbescheide sind möglich

Ab 2017 dürfen Steuerbescheide auch automatisch erlassen werden. Mithilfe eines Risikomanagement-Systems sollen eingehende elektronische Steuererklärungen einer automatischen Vorprüfung unterzogen werden. Gibt es keinen Anlass, dass ein Beamter die Steuererklärung persönlich prüfen muss, erfolgt eine automatische Erlassung des Steuerbescheids. Fällt die Steuererklärung allerdings nicht “durch’s Raster”, dann wird diese automatisch an einen Sachbearbeiter weitergeleitet, der eine individuelle Prüfung vornimmt.

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Gültig seit: 01. Januar 2017

4. Bekanntgabe eines Steuerbescheids auch elektronisch möglich

Selbst wenn Unternehmer ihre Steuererklärung elektronisch per Elster gemacht haben, kam der Steuerbescheid in Papierform. Lediglich eine E-Mail vom Finanzamt hatte auf den Abruf auf dem Elster-Portal aufmerksam gemacht. Die Einspruchsfrist lief allerdings erst ab dem Tag der schriftlichen Bekanntgabe. Nach § 122a AO, dürfen ab 2017 Steuerbescheide auch elektronisch bekanntgegeben werden. Das ist jedoch nur möglich, sofern der Unternehmer der elektronischen Bekanntgabe ausdrücklich zustimmt. Selbst Einspruchsentscheidungen dürfen im Anschluss elektronisch bekanntgegeben werden. Die Einspruchsfrist gilt dann ab dem dritten Tage nach Zusendung der elektronischen Benachrichtigung.

Gültig seit: Für Steuerbescheide, die ab dem 01. Januar 2017 erlassen werden

5. Korrektur bei Rechen- oder Schreibfehler erlaubt

Bisher war es so, dass wenn ein Unternehmer einen Fehler in seiner Steuererklärung gemacht hatte und diesen nicht innerhalb der Einspruchsfrist meldete, war keine Änderungs des Steuerbescheids mehr möglich. Auch das ändert sich ab 2017. Sofern der Unternehmer einen Schreib- oder Rechenfehler eingebaut hat, muss das Finanzamt nach § 173a AO den Steuerbescheid aufheben, ändern etc, auch wenn der Unternehmer das erst nach Ende der Einspruchsfrist bemerkt.

Gültig seit: Für Steuerbescheide, die ab dem 01. Januar 2017 erlassen werden


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