Warum wird Körperschaftsteuer so oft falsch geschrieben?

Das Wort Körperschaftsteuer, wie auch andere Steuerarten, werden oft mit einem Fugen-s geschrieben: Körperschaftssteuer oder auch Einkommenssteuer. Das Einfügen eines Fugen-s wird zur Glättung der Sprache, also zur besseren Sprachmelodie verwendet.

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Bei den deutschen Behörden hingegen wird versucht, uns die unaussprechliche Amt[s]sprache aufzudrücken. So wird aus Vermögenssteuer mal eben Vermögensteuer oder aus Abgeltungssteuer wird Abgeltungsteuer.

Verknotet sich die Zunge bei der Aussprache, kann und sollte das Fugen-s verwendet werden. Einkommenssteuer oder Körperschaftssteuer sind sprachlich eleganter und melodischer. Bei der Hundesteuer oder Gewerbesteuer lässt ein gutes Sprachgefühl ein Fugen-s nicht zu und wird im allgemeinen Sprachgebrauch auch nicht verwendet.

Was sagt der Duden dazu?

Der Duden beschäftigt sich schon seit Jahren mit diesem Problem. So heißt es im Newsletter vom 20.04.2001:

Eine Besonderheit hat es allerdings mit der Einkommen(s)steuererklärung auf sich: Wörter, die auf „-steuer” enden („ Einkommen-”, „Grunderwerb-”, „Körperschaftsteuer”), werden in der Behördensprache stets ohne Fugen-s geschrieben. Neben dem amtlichen Gebrauch ist allerdings auchdie Form mit s üblich und berechtigt.

Lassen wir uns von den Behörden nicht unsere Sprache verunglimpfen! Das Fugen-s hat seine Berechtigung.

Weitere interessante Seiten zu diesem Thema:

Spiegel.de - Bratskartoffeln und Spiegesei
Transcom - Das Fugen-s: Einkommensteuer oder Einkommenssteuer?
Wiktionary, das freie Wörterbuch - Einkommensteuer



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