Frage von Malda am 09.03.10

Wie kann ich für ein Dienstleistungsunternehmen eine Planbilanz erstellen?

Ich bin dabei, einen Businessplan für ein Dienstleistungsunternehmen zu schreiben. Es ist alles soweit fertig bis auf die Planbilanz. Aus der GuV und derLiquiditätsplanung bekomme ich allerdings so gut wie keine Werte für die Bilanz-AKTIVA zusammen. Ist es überhaupt realistisch, für ein Dienstleistungsunternehmen eine Planbilanz zu erstellen?

Die bisherige eindeutig fehlerhafte Bilanz sieht so aus:

AKTIVA

Anlagevermögen (Sachanlagen) 7

Forderungen 3

Kasse 15

PASSIVA

Eigenkapital 20

Fremdkapital 15

Gewinnrücklagen 0,2

Gewinn 0,2

In der Summe ist das eine enorme Differenz, die in den Folgejahren der Planbilanz noch schlimmer wird, weil Gewinn und Gewinnrücklagen auf der PASSIV-Seite steigen.

Es bestehen keine Patente, etc in der Firma, die als immaterielle Vermögenswerte auf der AKTIVA-Seite angerechnet werden können noch Finanzanlagen.

Auch Vorräte habe ich als Dienstleister keine.

Wer hat Hinweise und/oder Tipps für mich, wo ich an Beispiel-Planbilanzen für Dienstleistungsunternehmen komme?

Die gängigen Beispiele in Büchern oder im Internet beziehen sich immer auf Produktionsunternehmen ("Schraubenfabrik") mit Gebäuden, Maschinen und Lager (Vorräte).

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Antwort von

?? Wozu soll eine Planbilanz gut sein?

Also für den Gründerzuschuß brauchst du die nicht, Verlangt die Bank sowas?

Wenn nein oder wenn du von der Bnk nix willst, dann lass es

Ich bin gerade in einem zwei Wochen Gründerkurs, ich kann dir sagen was so an Zahlenteil gefordert wird für den GZ:

Investitionsplan
Privatentnahme

Liquiditätsplan

Rentabilitätsplan nur wenn du auch AFA hast, da diese im Liquiditätsplan nicht auftauchen, ansonsten kannst den auch unter den Tisch Fallen lassen.

Achtung Banken verlangen mehr!!! Also wenn du für eine Bank den Plan erstellst, solltest dir vieleicht einen Kus oder einen Coach suchen der dir hilft.

Antwort von

Rentabilitätsvorschau wird in der Regel von der Arbeitsagentur für den Gründungszuschuss immer gefordert. Darüber hinaus auch einen Finanzierungsplan, Kapitalbedarfsplanung, manchmal auch eine Liquiditätsplanung. Das hängt vom Bearbeiter ab.

Antwort von

Ich soll nun aber zusätzlich noch eine Planbilanz abgeben. Der externe Kapitalgeber will daraus erkennen, wie sich mein Firmenvermögen im Planungszeitraum entwickelt und Kennzahlen wie Eigenkapitalquote oder Eigenkapitalrentabilität daraus lesen. Von mir aus gerne, aber ich habe leider keine Vorstellung, wie ich die Planbilanz korrekt aufstelle (s.o.).

Vielleicht helfen euch ja noch ein paar Zahlen aus der GuV im ersten Planjahr weiter:

Erträge 107

Aufwendungen 106

- Fremdleistungen 10

- Personal 79

- Abschreibungen 2

- sonst. Aufwendungen 15
Betriebsergebnis 1
Finanzergebnis 0
Rücklage 0

Steuern 0
Jahresüberschuss/defizit 0

Und noch Zahlen aus der Liquiditätsplanung 1. Jahr:

Erträge 104

Aufwendungen 112

USt Zahllast 11
Unterdeckung 20
Finanzierung 35

- Eigenkapital 20

- Fremdkapital 15

Liquiditätssaldo 15

Doch wie wird daraus nun eine richtige Bilanz?

Immer noch dankbar für eure Hilfe!

Antwort von

Hallo,

also theoretisch lässt sich aus jeder Ertrags- und Liquiditätsplanung auch eine Planzbilanz ableiten.

Während sich die Liquiditätsplanung auf einen Zeitraum bezieht (z. B. auf ein Jahr), stellt die (Plan-) Bilanz eine Stichtags-Betrachtung dar (z. B. auf den 31.12. eines Jahres).

Vereinfacht können Sie die Bilanz zum 31.12. wie folgt erstellen:

AKTIVA
Anlagevermögen = Summe Restbuchwerte
Umlaufvermögen = offene Forderungen

PASSIVA

Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute = Summe Restdarlehen

Verbindlichkeiten gegen Lieferanten = offene Lieferantenrechnungen
Eigenkapital = Differenzbetrag zwischen Summe Aktiva und Summe Verbindlichkeiten

Ansonsten empfehle ich Ihnen die Inanspruchnahme eines Fachmanns, der sich damit auskennt, einen Steuerberater. Diese Kosten sind auch als Betriebsausgaben abzugsfähig.

Antwort von

Prima. Ich war mir alles andere als sicher, ob ich als Eigenkapital einfach die Differenz nehmen kann. Aber so geht es (logischerweise) auf.

Vielen Dank für die Hilfe, das hat mich dem ganzen deutlich näher gebracht.

Antwort von

Hallo hotzenplotz,

wichtig ist auf jeden fall, das du die Bilanz so aufstellst das Du nicht das EK auf der Aktiva Stehen hast. Nun gut als Argument hast Du noch die Möglichkeit zu Sagen ich war Aktiv mit meinem Unternehmen Wirtschaftlich tätig Lache.

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