Wie Sie einen Texter zu einer besseren Qualität bewegen

Nun, die Lösung für unser Qualitätsproblem ist einfach: Wir lassen einfach alle Texter nur noch über das schreiben, über das sie schreiben wollen. Quatsch – machen wir natürlich nicht. Wie im letzten Artikel schon angedeutet, wäre dies schon alleine aus verwaltungstechnischer Sicht kaum machbar, weil wir dann eine unüberschaubar große Anzahl an Textern benötigen würden.

Bild: Torsten Montag / Gründerlexikon

Themen selbst auswählen lassen

Eine Möglichkeit, um die Qualität zu steigern, ist, den Texter die Themen selbst auswählen zu lassen – natürlich in einem vordefinierten Rahmen, um die Themenrelevanz zu gewährleisten. Dies kann in der Praxis durchaus den gewünschten Effekt haben. Allerdings funktioniert so etwas nur in den seltensten Fällen von Anfang an. Der Websitebetreiber muss dem Texter voll vertrauen können, denn er legt ein großes Stück Verantwortung in dessen Hände. Diese Lorbeeren muss sich der Texter aber zunächst erst einmal verdienen – und genau daran hapert es auch schon wieder. Sollte der Texter es schaffen, sich entsprechend zu beweisen, ist für beide Seiten eine gute Basis für eine Zusammenarbeit gelegt worden.

Texter- und Auftragspool anlegen

Eine Möglichkeit wäre es auch, sich einen größeren Kreis an Textern zuzulegen, die mit den Anforderungen an die Texte vertraut sind. Diese Texter können schließlich auf einen internen Auftragspool zugreifen. Sie stellen dort die Themen ein, über die demnächst berichtet werden soll. Jeder Texter, der sich für ein Thema interessiert, kann den Auftrag übernehmen – wer zuerst kommt, mahlt zuerst. So können Sie den Verwaltungsaufwand relativ gering halten und haben nicht zu viel Arbeit mit der Abstimmung.

Erfolgsorientiert vergüten

In der Texterbranche haben sich die Preise pro Wort längst durchgesetzt. Stundensätze sind in diesem Bereich eher selten anzutreffen. Das heißt: Der Texter bekommt immer die gleiche Vergütung für seinen Text, egal ob er ihn gut oder schlecht schreibt – Hauptsache, die Länge stimmt. Eine Alternative hierzu wäre eine erfolgsorientierte Vergütung. Dies bedeutet, dass der Texter eine Erfolgsbeteiligung erhält, beispielsweise eine Beteiligung an den Werbeeinnahmen, eine Bezahlung pro Pageview oder ein Bonus bei Erreichen bestimmter Zugriffszahlen.

Das hat für Sie den Vorteil, dass nur Kosten für die Texte entstehen, wenn sie auch ihren Zweck erfüllen. Hierfür müssen sie aber auch eine entsprechende Qualität aufweisen.

Für den Texter kann ein solches erfolgsorientiertes Vergütungsmodell Vorteile wie Nachteile haben. Ein Vorteil ist, dass er mit einem hochqualitativen Artikel unter Umständen mehr verdienen kann als bei der Abrechnung per Wortpreis. Zudem kann er sich durch eine Lifetime-Provision ein passives Einkommen aufbauen – sprich: Er bekommt auch noch Geld, selbst wenn er nicht mehr aktiv textet. Nachteilig ist für ihn, dass er sich damit in Ihre Hände begibt. Wenn Ihre SEO-Bemühungen nämlich keine Früchte tragen, hilft die beste Textqualität nichts und der Texter verdient nichts oder nur wenig. Dies ist auch der Grund, warum sich nur wenige Texter auf solche Vergütungsmodelle einlassen.

Ein gutes Beispiel hierfür ist übrigens das Ratgeberportal suite101. Die Texter, die dort ihre Artikel eingestellt haben, mussten leider kürzlich angesichts des Panda-Updates zusehen, wie ihre Einnahmen von Tag zu Tag schrumpften – weil Google die gesamte Hauptseite in den Suchmaschinenergebnissen weit nach hinten geschubst hat. Dadurch kamen auch nicht mehr annähernd so viele Seitenaufrufe zustande wie bisher und die Vergütungen sanken.

Eine erfolgsorientierte Vergütung kann für beide Seiten eine zufriedenstellende Lösung sein. Dies gilt aber nur dann, wenn beide beteiligten Seiten ihr Handwerk verstehen und sich auf den Partner verlassen können.

Fazit

Je mehr der oben erklärten Motivationsfaktoren Sie umsetzen können, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Qualität der Texte steigt. Damit es aber auch ganz sicher nicht an Ihnen liegt, gehen wir im nächsten Artikel noch eben auf die wichtigsten Verhaltensregeln ein, die Sie als Auftraggeber einhalten sollten, um gute Texter bei der Stange zu halten.

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