Schuhe aus China importieren: So geht’s

Der Import von Waren aus Asien, insbesondere aus China boomt derzeit. Auch Schuhe können aus China importiert werden.

Bild: edwindoms610 / pixabay.com

Allerdings sollten Sie sich hierbei an einige Grundregeln halten, um Ihre Geschäftsidee erfolgreich zu verwirklichen. Zunächst einmal müssen Sie die passenden Lieferanten finden.

Dafür eignen sich Anlaufstellen, wie die AHK China. Sie betreibt auch das Portal Business Contacts China. Daneben ist das Portal E-Trade-Center empfehlenswert, um potenzielle chinesische Lieferanten zu finden. Durch die online Datenbanken können Sie gezielt nach Lieferanten für bestimmte Produkte suchen. Hierbei sollten Sie sich aber auch nach anderen Möglichkeiten zur Opens internal link in current windowRecherche nach geeigneten Handelspartnern umsehen, die wir bereits in einem gesonderten Artikel beschrieben haben.

Wenn der Lieferant gefunden wurde

Haben Sie einen passenden Lieferanten gefunden, ist Ihre Arbeit aber noch lange nicht getan. Schuhe in verschiedenen FarbenÜberprüfen Sie, ob Sie direkt mit dem Hersteller zusammenarbeiten. Dann nämlich können Sie Margen, die durch Import-/Export-Händler aufgeschlagen werden, umgehen. Problematisch ist jedoch, dass viele Hersteller nicht die nötige Lizenz besitzen, um Waren, wie Schuhe, aus China ausführen zu dürfen. Deshalb arbeiten sie oft mit den Import-/Export-Händlern zusammen.

Vielfach geraten Sie aber auch zunächst an den Hersteller, werden anschließend jedoch an den Händler weiter verwiesen. Das kann für Sie trotz etwas höherer Preise jedoch auch Vorteile haben. Denn oftmals sind die Abwicklung und die Kommunikation mit spezialisierten Händlern einfacher. Auch können die Lieferzeiten häufig verkürzt, die Transaktionskosten verringert und die Mindestabnahmemengen reduziert werden.

Auch Zugeständnisse sind notwendig

Normalerweise werden Sie bei Opens internal link in current windowImporten aus China zunächst Muster anfordern. Verlassen Sie sich aber nicht darauf, dass diese Muster auch tatsächlich den fertigen Produkten entsprechen. Nicht selten kommt es vor, dass kurz vor der Vertragsunterzeichnung ein anderer Preis vereinbart oder eine mindere Qualität geliefert wird.

Sie sollten jedoch auf die Qualität bestehen. Denn diese ist Ihr wichtigstes Verkaufsargument. Bei den Preisen gelten Preisdrückereien, insbesondere, wenn der Lieferant kurz vor der Lieferung abspringen will, jedoch als Fauxpas, den Sie nicht begehen sollten. Legen Sie Wert auf eine langfristige, vertrauensvolle Zusammenarbeit, sollten Sie auch Zugeständnisse machen.

Logistik richtig planen

Entscheidend für erfolgreiche Importe aus China ist ebenfalls die Logistik. Sie haben die Wahl, ob Sie den Transport der bestellten Waren bereits am Hafen in China kontrollieren wollen, oder erst ab dem Hafen in Deutschland. Bei sehr großen und eiligen Sendungen sollten Sie den Transport vollständig kontrollieren. Machen Sie das auch Ihrem Lieferanten klar, regeln Sie alles im Vertrag und klären Sie, wer welche Kosten zu tragen hat.

Namhafte internationale Speditionen haben längst Niederlassungen in China eröffnet und bringen die Waren vergleichsweise pünktlich zu Ihnen. Allerdings kann es auch hier immer wieder zu Verzögerungen kommen, etwa weil der Wasserstand zu niedrig ist, Gefahrgut geladen wurde oder aber die Behörden aufgrund von Feiertagen nicht erreichbar waren. Kalkulieren Sie solche Verzögerungen am besten von Anfang an mit ein.

Während der Produktion

Haben Sie den Vertrag unterschrieben und läuft die Produktion bereits, sollten Sie nochmals Muster anfordern, um sich von der Qualität zu überzeugen. Einige Testinstitute bieten beispielsweise auch die Möglichkeit an, die Waren vor dem Versand direkt in China zu überprüfen. Diesen Dienst sollten Sie nutzen, um keine minderwertigen Waren geliefert zu bekommen.

Lesen Sie im nächsten Teil, wie Sie in China richtig verhandeln.

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