Preise im Großhandel legen zu

Das Statistische Bundesamt hat für das erste Quartal 2011 sowie den Monat April die Zahlen hinsichtlich der Preisentwicklung im Großhandel veröffentlicht. Dabei wurde deutlich, dass die Großhandelspreise nach oben geklettert sind. Mitunter sogar deutlich.

Bild: PublicDomainPictures / pixabay.com

Die konkreten Zahlen

Im Jahresvergleich schnitt der Februar von allen Monaten am schlechtesten ab. Hier lag der Großhandelspreisindex um 10,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Danach wurde die Diskrepanz etwas geringer. Der März 2011 konnte gegenüber März 2010 einen Preisanstieg von 10,2 Prozent aufweisen. Eindeutig am besten war die Preisentwicklung im April 2011. Hier wurde im Vorjahresvergleich ein Preiswachstum von nur noch 9,2 Prozent ermittelt.

Manche Sparten sind besonders betroffen

Das Statistische Bundesamt nahm in seiner Gegenüberstellung nicht nur die einzelnen Monate unter die Lupe, sondern schlüsselte die Preisentwicklung im Großhandel nach verschiedenen Sparten auf.

Besonders hart hat es Sparten der Landwirtschaft getroffen. Denn Saatgut, Tierfuttermittel sowie Getreide waren im April 2011 im Großhandel unglaubliche 71,6 Prozent teurer als im gleichen Monat des Vorjahres. Gegenüber März 2011 stellte dies ein Plus von 1,5 Prozent dar.

Unwesentlich besser verhielt sich der Preisindex im Großhandel bei den Gewürzen, Tee, Kakao und Kaffee. Der Monatswert im April 2011 lag um 47,4 Prozent über dem des gleichen Monats 2010. Auch gegenüber März 2011 legten diese Großhandelspreise zu, nämlich um 1,6 Prozentpunkte.

Bei allen anderen Produktvergleichen bezüglich der Großhandelspreise waren die Diskrepanzen zwar noch immer vorhanden, jedoch nicht mehr ganz so schockierend. Brennstoffe stiegen im April 2011 gegenüber dem Vorjahresmonat um 16,2 Prozent, gegenüber März 2011 um 1,5 Prozent an.

Ein ähnliches Bild auch bei Milch, Milchprodukten, Fetten und Ölen sowie Eiern. Ihr Großhandelspreisindex kletterte gegenüber April 2010 im gleichen Monat des Jahres 2011 um 8,2 Prozent. Der Monatsvergleich mit März 2011 ergab ein Plus von 1,4 Prozent.

Auch Entlastungen spürbar

So steigend sich die Großhandelspreise in der Veröffentlichung des Statistischen Bundesamts anhören, in manchen Sparten wird derzeit eine gewisse Entlastung spürbar.

So ergab ein Preisvergleich zwischen April 2010 und 2011 bei den Metall- und Erzprodukten, dass hier zwar von einem Anstieg des Preisindex um 14,9 Prozent gesprochen werden muss, die Entwicklung gegenüber März 2011 ist aber klar positiv und ließ den Großhandelspreis um 0,9 Prozent fallen.

Noch besser sieht es bei Obst, Gemüse und Kartoffeln aus. Sie sind im April 2011 gegenüber April 2010 um 1,7 Prozent und im Vergleich mit März 2011 sogar um 3,2 Prozent günstiger.



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