Großes Potenzial: Geschenkverpackung für Kunden zu Weihnachten

Für den Online- und Einzelhandel ist die Weihnachtszeit eine schöne Bescherung, in der sie einen großen Teil ihres Jahresumsatzes generieren. Konsumenten interessiert nicht nur das gekaufte Geschenk, sondern auch die Verpackung, in der es daherkommt. Manchmal zählen die kleinen Dinge im Leben: Beim Auspacken von Geschenken leuchten die Augen der Beschenkten auf, wenn sie mit großer Spannung die Schachtel entfernen. Der Behälter scheint die Vorfreude zu verstärken, weil Beschenkte nicht wissen, was sich im Inneren befindet.

Bildquelle: Quelle: Marketagent.com online reSEARCH

Wie wichtig Verbrauchern eine Verpackung ist, zeigt eine 2011 publizierte Studie von Marketagent.com. Im Rahmen der Untersuchung wurde ermittelt, dass die Österreicher 50 Millionen Euro für die Umschmückung ihrer Präsente ausgeben. Jeder Verbraucher zahlt im Schnitt zehn Euro für eine Geschenkverpackung.

Fast jeder Verbraucher besteht auf eine Geschenkbox

Die Verpackung gehört für 96 Prozent der Verbraucher zu einem Präsent dazu. 84 Prozent der Befragten der Studie von Marketagent.com sind davon überzeugt, dass die Verpackung die Vorfreude auf das Geschenk steigert.

Die Hälfte der Verbraucher (54 Prozent) gibt zwischen fünf und zehn Euro für die Verpackung aus. Tiefer in die Tasche greifen 29 Prozent, die immerhin 11 bis 20 Euro zahlen. Überraschenderweise scheint für mehr als jeden Fünften (18 Prozent) der Preis von über 20 Euro für eine Geschenkverpackung nicht zu teuer zu sein .

Die Ausgaben beziehen sich nur auf simples Geschenkpapier, auch wenn dieses mehrheitlich zum Einsatz kommt. Viele Menschen (60 Prozent) investieren zusätzlich Geld in Kärtchen sowie Geschenkbänder. Jeder Dritte geht einen Schritt weiter und gestaltet das Präsent mit Dekorationen wie zum Beispiel Sternchen und Herzen.

Händler können mit der Geschenkverpackung ihren Umsatz steigern

Die in Österreich durchgeführte Studie zeigt, wie sehr Verbraucher bereit sind, Geld für Extras auszugeben, die in ihren Augen einen Mehrwert mitbringen. Da viele der Befragten ihre Geschenke direkt beim Verkäufer verpacken lassen, besitzt dieser die Möglichkeit, seinen Umsatz zu erhöhen, indem er einen optionalen Verpackungsservice anbietet.

In zahlreichen Onlineshops und lokalen Geschäften werden Geschenke bereits kostenlos oder kostenpflichtig verpackt. Dufthändler wissen, dass in der Weihnachtszeit Verbraucher den Laden mit einem schön verpackten Parfüm verlassen möchten. Viele von ihnen kaufen Präsente in letzter Minute und haben keine Zeit, sie selbst zu verpacken.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, die passende Verpackung für jedes Geschenk anzubieten. Die Auswahl an Geschenkverpackungen auf medewo.com verdeutlicht, wie vielfältig diese Produktkategorie ist. Es gibt Geschenkschachteln, Tragetaschen, simple Beutel, aber auch hochwertige Verpackungen für Flaschen.

Das Geschenk sieht in der Verpackung am besten aus, die den Eindruck erweckt, dass sich ein hochwertiger Artikel darin befindet. Für edle Weinflaschen beispielsweise gibt es Holzkassetten; Lebensmittel kommen in einem Geschenkkorb schön zur Geltung.

Die genannte Studie von Marketagent.com beweist, dass Verbraucher nicht nur die Verpackung schätzen, sondern auch das vielfältige Dekomaterial. Mit Sternchen, Herzen sowie Bändern wird das Präsent veredelt, sodass es wie ein echtes Geschenk aussieht.

Verpackte Waren kommen bei Konsumenten gut an

Eine 2013 durchgeführte Studie von Ipsos Observer im Auftrag der STI Group verdeutlicht die Wichtigkeit von Geschenkverpackungen. Im Rahmen der Analyse wurde ermittelt, dass zwei Drittel der Verbraucher Spirituosen bevorzugen, die sich in einer Geschenkverpackung befinden. 28 Prozent der Befragten kauften die Spirituosen sogar spontan.

Infografik Geschenke

 

Geschenkverpackungen haben nicht nur das Potenzial, Spontankäufe auszulösen, sie steigern auch die Bereitschaft, mehr Geld für ein Produkt auszugeben. Etwa jeder Dritte gab für eine verpackte Spirituose mehr Geld aus – im Schnitt 13 Prozent. Besonders beliebt sind Geschenkverpackungen, die eine Spirituose mit zwei Gläsern kombinieren. Dafür zahlen Konsumenten 27 Prozent mehr.

Schachteln steigern nicht nur die Kaufbereitschaft für Spirituosen. 2014 untersuchte Ipsos Observer für die STI Group das Kaufverhalten der Deutschen bei Süßwaren. Die Ergebnisse sind mit denen der Spirituosen vergleichbar. Für edel verpackte Süßwaren zahlen Verbraucher bis zu 50 Prozent mehr. Der Spontankauf liegt ebenfalls bei 28 Prozent.

Infografik Süßigkeiten als Geschenke

 

Der Wille, mehr für verpackte Waren zu zahlen, ist auch bei Süßwaren festzustellen. Im Schnitt zahlen Konsumenten 26 Prozent mehr Geld, wenn das Produkt in einer quadratischen Kartonfaltschachtel angeboten wird. Eine veredelte Hülle steigert die Preisbereitschaft um 50 Prozent. Frauen scheinen von schönen Verpackungen besonders angetan zu sein. Sie geben im Schnitt zehn Prozent bis 23 Prozent mehr aus als die männlichen Verbraucher.

Faltbare Geschenkverpackungen sparen Lagerkosten

Das Potenzial der Geschenkverpackung klingt verlockend. Viele Unternehmen wissen jedoch, dass zusätzliche Kartons ihre Lagerkosten erhöhen. Aus diesem Grund gibt es inzwischen faltbare Schachteln, die sich platzsparend verstauen lassen und die Kosten zur Lagerung nicht unnötig in die Höhe treiben.

Der Gebrauch von Verpackungen bringt jedoch eine weitere Hürde mit sich: die Verpackungsverordnung (VerpackV). Als sie 1991 etabliert wurde, lag ihr Ziel darin, Verpackungsmüll zu reduzieren und die Wegwerfgesellschaft eines Besseren zu belehren.

Durch die zahlreichen Gesetzesänderungen müssen Firmen stets über die Richtlinien informiert sein, was keine leichte Aufgabe ist. Deshalb bietet PricewaterhouseCoopers (PwC) einen Quickcheck an, mit dem ermittelt wird, ob die Verpackungsverordnung erfüllt wird und ob ein Optimierungspotenzial besteht.



Sind Sie der geborene Unternehmer? Jetzt testen!