Existenzgründung in der Gastronomie

So vermeiden Sie die häufigsten Fehler

 

Eine Existenzgründung in der Gastronomie ist für viele Gründer ein sehnlicher Wunsch. Keine andere Branche ist in Sachen Existenzgründung stärker gefragt. Vom Café über ein Restaurant, einen Lieferservice oder eine Bar – die Bandbreite der gastronomischen Neugründungen ist weit. Einige Fehler bei der Existenzgründung wiederholen sich jedoch immer wieder. So führen zahlreiche Neugründen letztlich nicht zum gewünschten Erfolg und bleiben oft schon in der Vorgründungsphase auf der Strecke. Doch welche Fehler sind es, die Sie vermeiden sollten?

Bild: MichaelGaida / pixabay.com

Gründen Sie nicht ohne die notwendigen Kenntnisse

So manche Gastronomiegründung wird von Menschen vorgenommen, die bisher nur in der heimischen Küche hinter dem Herd gestanden haben. Eine Ausbildung in Sachen Küche, Restaurantbetrieb oder wirtschaftliche Kenntnisse gehören aber nun einmal zur erfolgreichen Gründung. Bei Banken werden Sie ohne diese Grundlagen kaum eine Chance haben, denn nichts ist dort unbeliebter als Gründer, die nicht wissen, was eigentlich auf sie zukommt und worauf es ankommt.

Sparen Sie nicht am falschen Ende

Gute Standorte sind meist teuer in Sachen Miete. Deshalb versuchen viele Gründer, hieran zu sparen und setzen auf billige Mieten. Doch: Wer kaum Passanten zu verzeichnen hat, wird sich schwer tun, Gäste in die schöne neue Bar oder das neue Café zu bringen. Es muß nicht gleich ein Top-Standort sein, aber eine Gegend, in der einfach nichts los ist, bringt so manchen Gründer zu Fall. Wer glaubt, dass er einen gastronomischen Betrieb vollkommen alleine führen könnte und am Personal sparen will, gräbt sich übrigens auch eine Grube. Denn: Alleine ist es kaum zu schaffen und wer schließt den Laden auf, wenn Sie einmal krank sind?

Gründen Sie nicht ohne Alleinstellungsmerkmal

Sie wollen ein Café gründen und es soll Kaffeegetränke und Kuchen geben? Das ist ein einem Café nicht weiter erstaunlich und für Ihre Kunden nichts Besonderes. Genau darauf kommt es aber an: Können Sie etwas Besonderes bieten? Wenn das nicht der Fall ist, sollten Sie  Ihr Konzept unbedingt überdenken. Ein gastronomischer Betrieb, der im anvisierten Umfeld kein Alleinstellungsmerkmal vorweisen kann, wird es schwer haben.

Können Sie wirtschaften?

Eine „Wirtschaft“ im wahrsten Sinne des Wortes kommt vom Begriff „wirtschaften“. Viele Gastronomen nehmen die Sache mit dem wirtschaften allerdings nicht so genau und das kann Kopf und Kragen kosten. Eine Speisekarte muss auf Wirtschaftlichkeit überprüft werden, monatliche Verkaufszahlen sind notwendig, um das Angebot an Speisen, Getränken oder Veranstaltungen im Blick zu behalten. Auch die Kosten gehören in regelmäßige Auswertungen. Nur so kann sichergestellt werden, dass dass die Anfänge von Unternehmenskrisen auch frühzeitig genug erkannt werden.

Warten Sie nicht zu lange mit Hilfestellungen

Andrea Claudia Delp Bild

Gründer sollten frühzeitig auf Hilfestellungen in Form von Beratungen zurückgreifen. Diese werden – etwa im Rahmen des Gründercoaching Deutschland – vom Staat stark bezuschusst. Im Alltag schleichen sich schnell fatale Fehler ein, die langfristig zum „Aus“ führen können und für eine Überprüfung der eigenen Aktivitäten bleibt in der Startphase ohnehin kaum genug Zeit übrig. Mit Hilfe geförderter Beratungen vermeiden Sie Fallstricke und können jemanden engagieren, der mit dem Blick von außen jede Menge Dinge erkennt, die Sie selbst womöglich gar nicht wahrnehmen. So lernen Sie, worauf Sie achten müssen und wie Sie Ihre Gastronomie langfristig zum Erfolg bringen.

 

Die Autorin und Beraterin hilft bei einer Existenzgründung in der Gastronomie – in Sachen Businessplan,Geschäftskonzept, Marketing und andere Fragen der Wirtschaftlichkeit.



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