Diese Vorschriften gelten für den Import von Schuhen aus China

Nachdem wir Ihnen gezeigt haben, wo und wie Sie passende Lieferanten in China finden und mit diesen richtig verhandeln können, wollen wir heute auf die Vorschriften für den Import von Schuhen eingehen.

Bild: OpenClipartVectors / pixabay.com

Mengenmäßige Begrenzung des Imports

Bis 2005 galt eine mengenmäßige Begrenzung für die Einfuhr von Schuhen aus China. Danach wurde diese Begrenzung zumindest teilweise abgeschafft. Seit dem 01.01.2009 gilt, dass Sie keine Einfuhrgenehmigung mehr für Schuhe, Textilwaren und Bekleidung benötigen, wenn diese ihren Ursprung in der Volksrepublik China haben. Ebenfalls entfallen die bis dato notwendigen Überwachungspapiere.

Weiterhin müssen Sie beachten, dass Fälschungen grundsätzlich nicht nach Deutschland eingeführt werden. Dies gilt auch dann, wenn Sie die Fälschungen als solche nicht erkannt haben. Sie sind im Fall des Falles haftbar für die eingeführten Fälschungen.

Strafzölle für Schuhe

Ebenfalls müssen Sie damit rechnen, dass für einige Produkte, die aus China eingeführt werden, Strafzölle erhoben werden. Diese Strafzölle wurden im Rahmen der Anti-Dumping-Maßnahmen eingeführt. Strafzölle gelten etwa für Energiesparlampen, die mit 66,1 Prozent Strafzoll belegt werden. Auch für Lederschuhe aus China gilt ein solcher Satz. Für Taschen, die aus PE gefertigt werden, müssen immer noch 28,8 Prozent Strafzoll gezahlt werden. Da es aber bei den Taschenproduzenten bereits mehr als 130 Hersteller mit Ausnahmegenehmigungen gibt, sollten Sie sich auch beim Import von Schuhen aus China nach solchen Lieferanten umsehen.

Von besonderer Bedeutung für europäische Importeure sind ebenfalls Umweltschutz und Gesundheit. Deshalb müssen Sie darauf achten, welche Materialien bei der Herstellung der von Ihnen importierten Schuhe zur Anwendung kommen. Schuhe, Kleidung und Lederartikel, die durch Azo-Farbstoffe behandelt wurden, dürfen Sie grundsätzlich nicht importieren. Aus den Farbstoffen könnten sich aromatische Amine entwickeln, weshalb die Einfuhr verboten ist.

Lesen Sie im nächsten Teil, wie es sich mit den Wechselkursen und möglichen Steuerrückvergütungen bei Importen aus China verhält.

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