Frage von Tan am 08.06.12

delikate Frage zur Gewinn- u. Verlust-Art

hallo, 

ich habe Frage zu einem bestimmten Gewinn- bzw. Verlust-Art.

Ich weiß nun nicht, wie genau diese bezeichnet werden, deswegen möchte hier darum bitten.

ich  hoffe, jemand kann mir doch dabei helfen und deren genauen Benennungen/ Definitionen darstellen. Ich suchen so einen ähnlichen Begriff,  wie  bspw.  Opportunitätskosten...

Also, ich als Selbständige stelle zur Verfügung für unterschiedliche Einsätze ( im Auftrag einer Agentur) mein eigenes Auto, das Auto fahre ich selbstverständlich selbst. Die Agentur will sicherlich kein Auto leasen um mir dieses zu Verfügung zu stellen, da dieser viel Kosten entstehen werden. Es ist den Herrschaften billiger/ günstiger, wenn ich mein eigenes Auto quer durch ganzes DE für dennen fahre. Sie wollen mir nur 25 Cent/Km bezahlen usserdem erste 25 Km pro Strecke vorenthalten - also nicht bezahlen, was ich für volle Frechheit halte.ausserdem ich war damit von Anfang nicht einverstanden 

Aber, mit  0,25 €/Km kann ich doch die ganzen nachteiligen und  "nicht sofort-sehenden, unsichtbaren" Aufwendungen (zB Verschleiss, Kfz-Versicher. , Bremsscheibenwechsel u.ä.) ( wie es im gegenteil "sichtbar" - Benzinkosten sind), die mir zum Zeitpunkt der Einsätze entstehen, nicht decken.

Dürfen sie mir da auch noch die ersten 25 km überhaupt abziehen, wenn ich in deren Angelegenheiten fahre? ist es gerecht? Ich habe mehrmals verlangt, mir die Gründe zu nennen, warum sie sowas tun sollen?  Keine Begründung wurde mir genannt.... eins wurde unverbindlich zwar gesagt: du kannst das doch beim Fin.amt von Steuer absetzen...

ist es nicht schwachsinnige Erklärung? es geht doch keinen Dritten an, was ich für Beziehungen mit Fin.amt habe und ob ich was absetze!

dh. ich muss es also absetzen und sie sollen für sich es behalten... heißt es nicht ungerechtfertigte Bereicherung??  muss ich  es irg.wie dulden?

aber selbst wenn ich es versuche , das kann ich gar nicht geltend absetzen, da meine Einkünfte nach § 19 EStG die Grenze nicht überschreiten... 

gibt es irg.wie Faustregel, mit dem man es ausrechnet, was für ....... (unter Pünktchen versteht sich das gesuchte Wort)   Verlust  ich  dabei  trage/ erleide ?? ( oder könnte  es als entgangener Gewinn für mich heißen??) 

im Gegentei zu mir bekommt die Agentur und Auftraggeber  ......... Gewinn, den sie zwar in der Bilanz nicht ersichtlich machen können,  dafür mussten sie auch nichts ausgeben, da sie gesparrt haben an Leasing und  + noch für sich behaltene Kosten  für diese erste 25 Km. 

 

bei der Gelegenheit möchte ich noch fragen, ob ich berechtigt bin, von dem Auftraggeber die Bezahlung von genannten km + zusätzliche Aufwandskosten für Auto, die ich auch trage, herausverlangen.?

es wäre schon, meiner Meinung nach, vollkommen gerecht.

Bedanke mich für Ihre Antworten herzlich im Voraus 

 

 PB

Antwort von

Hallo PrettyBeere,

also wenn ich Sie recht verstehe, dann sind Sie eine selbstständige Fahrerin und haben die Kleinunternehmerregelung in Anspruch genommen, richtig?

Also, ich als Selbständige stelle zur Verfügung für unterschiedliche Einsätze ( im Auftrag einer Agentur) mein eigenes Auto, das Auto fahre ich selbstverständlich selbst. Die Agentur will sicherlich kein Auto leasen um mir dieses zu Verfügung zu stellen, da dieser viel Kosten entstehen werden. Es ist den Herrschaften billiger/ günstiger, wenn ich mein eigenes Auto quer durch ganzes DE für dennen fahre. Sie wollen mir nur 25 Cent/Km bezahlen usserdem erste 25 Km pro Strecke vorenthalten - also nicht bezahlen,

Demnach wären bzw. sind Sie eine selbstständige Fahrerin für eine bestimmte Agentur. Diese Agentur bezahlt Sie für die Fahrten. Diese Bezahlung sind Ihre Einnahmen. Die Agentur stellt Ihnen allerdings kein Fahrzeug zur Verfügung, sondern erstattet Ihnen einen Teil der Kosten mittels einer Pauschale von 0,25 Euro/km ab dem 26. Kilometer (= 0 - 25 km kein Geld).

Ich kenne dieses von Transportunternehmen zum Teil so, dass Sie selbstständige Fahrer mit Fahrten beauftragen, dazu z. B. einen Lkw zur Verfügung stellen für diesen aber LEASINGGEBÜHREN vom Fahrer verlangen bzw. berechnen.

Die Entscheidung was die Agentur zahlt, nicht zahlt oder zur Verfügung stellt liegt ganz bei denen. In wie weit das für Sie verhandelbar ist, steht auf einem anderen Blatt. Wobei es hier eher nach festen Bedingungen klingt, die nicht verhandelbar sind.

Dürfen sie mir da auch noch die ersten 25 km überhaupt abziehen, wenn ich in deren Angelegenheiten fahre?

Es gibt kein Gesetz, dass es die Erstattung von Kosten vorschreibt. Das einzige wo so eine individuelle Regelung festgelegt sein könnte, sind Tarifverträge oder eben ein mit der Agentur ausgehandelter Vertrag.

 

eins wurde unverbindlich zwar gesagt: du kannst das doch beim Fin.amt von Steuer absetzen...

ist es nicht schwachsinnige Erklärung? es geht doch keinen Dritten an, was ich für Beziehungen mit Fin.amt habe und ob ich was absetze!

 

Die Agentur meinte damit, dass Sie als Selbstständige Einnahmen haben von denen Sie Ihre Ausgaben absetzen können und sollten - es nicht zu tun wäre schlichtweg dumm. Zu den Ausgaben gehören eben auch Kosten für Ihr Auto: Ratenzahlungen für ein Darlehen oder die Leasinggebühr, alle Werkstattkosten, Steuer, Versicherungen, Benzin sowie Abschreibungen (=AfA). Hierzu muss einiges beachtet werden, je nach dem ob Sie mit Ihrem privaten Auto oder einem Geschäftsauto fahren. Dazu sollten Sie folgendes lesen:

www.gruenderlexikon.de/kilometerpauschale

www.gruenderlexikon.de/pkw

www.gruenderlexikon.de/serie/teil-16-buchfuehrung-kfz-kosten

www.gruenderlexikon.de/serie/teil-15-buchfuehrung-kfz-kosten-pauschal-oder-tatsaechlicher-

aufwand

www.gruenderlexikon.de/checkliste/fuehren/buchfuehrung-vorbereiten/buchfuehrungsreihe/kfz-kosten/

und lassen Sie sich dahingehend eingehend von einem Steuerberater beraten. Dieser wird Ihnen genau erklären welche Kfz-Kosten wie absetzbar sind: Onlinesteuerberater

aber selbst wenn ich es versuche , das kann ich gar nicht geltend absetzen, da meine Einkünfte nach § 19 EStG die Grenze nicht überschreiten...

§ 19 UStG bedeutet, dass Sie keine Umsatzsteuer berechnen und ausweisen dürfen und keine Vorsteuer von Ihren Ausgaben erstattet bekommen. Das heißt Sie können keine Vorsteuer aus den Kfz-Kosten erstattet bekommen. Sie setzen die Kfz-Kosten komplett als Ausgabe ab (also die Bruttokosten)

im Gegentei zu mir bekommt die Agentur und Auftraggeber  ......... Gewinn, den sie zwar in der Bilanz nicht ersichtlich machen können,

Die Erstattung von 0,25 Euro/km, die die Agentur Ihnen zahlt, sind für Sie als Selbstständige Einnahmen, für die Agentur Ausgaben. Das heißt, die Agentur setzt diese Kosten als Ausgaben logischerweise ab.

 dafür mussten sie auch nichts ausgeben, da sie gesparrt haben an Leasing und  + noch für sich behaltene Kosten  für diese erste 25 Km.

Diese Kosten können Sie nicht absetzen, das heißt der Gewinn der Agentur ist entsprechend höher. Sie können die Kosten absetzen, also ist Ihr Gewinn niedriger, das heißt Sie zahlen weniger Steuern.

bei der Gelegenheit möchte ich noch fragen, ob ich berechtigt bin, von dem Auftraggeber die Bezahlung von genannten km + zusätzliche Aufwandskosten für Auto, die ich auch trage, herausverlangen.?

Die Agentur ist Ihr Auftraggeber = Kunde, da Sie ja Selbstständig sind. In diesem Fall kann man die Agentur wohl als Großkunden bezeichnen. Wie Sie mit Ihrem Kunden umgehen bleibt prinzipiell Ihnen überlassen. Verärgern Sie Ihrenn Kunden/Auftraggeber, wird er sich schlimmstenfalls einen anderen Fahrer suchen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein bißchen helfen.

 

 

 

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