Frage von Bartsims am 11.02.09

Bekomme ich den Existenzgründungszuschuss?

Hallo zusammen, ich hoffe ich bin mit meiner Frage im richtigen Unterforum gelandet und die Frage wurde nicht schon tausend Mal gestellt/beantwortet. Falls doch, dann bitte nicht hauen, aber ich habe nichts definitives dazu gefunden bisher. Ich will auch niemanden lange aufhalten daher kurz meine Frage:

Habe ich auch Anspruch auf den Existenzgründungszuschuss, wenn ich mich zusammen mit einem Parter in Form einer GbR selbständig mache? Es steht nirgendwo etwas dazu, deshalb nehme ich an die Rechtsform und die Anzahl der Geschäftspartner spielen keine Rolle, aber annehmen ist ja nicht gleich wissen

Schon mal vielen Dank für die Hilfe und schönen Gruß!

Der Neuling.

Antwort von

Hallo Neuling,

laut Agentur für Arbeit ist der Gründungszuschuss Personenbezogen.

Da du in einer GbR komplett selbstänig bist, wirst du auch als solche angesehen.

Heißt also, der Gründungszuschuss steht dir zu. Wenn dein Geschäftspartner in der gleichen Situation ist wie du, steht ihm auch der Gründungszuschuss zu.

Die Auskunft kannst du dir aber auch direkt im Gespräch mit deinem Vermittler bei der Arbeitsagentur bestätigen lassen.

Wenn die Agentur Einwände hat, dann gründet halt jeder sein eigenes Gewerbe und nach einem Monat legt ihr es als GbR zusammen.

Für eine GbR braucht man theoretisch nicht mal einen Vertrag (ist aber ratsam).

Wer soll dann was von eurer Zusammenlegung erfahren?

Gruß

Der Förderscout

Antwort von

Hallo Foerderscout,

vielen Dank für die ausführliche Antwort, dann bin ich ja beruhigt. Die Frage kam erst vorgestern auf, vorher hatte ich darüber ehrlich gesagt gar nicht nachgedacht und dementsprechend auch nicht mit meinem Berater darüber gesprochen (und bei der Hotline komme ich einfach nicht durch).

Nun ist es so, dass ich meinen Antrag bereits Ende kommender Woche abgebe und Business-Plan, Konzept etc. schon beim Steuerberater liegen (ich warte quasi nur noch darauf, dann sind alle Unterlagen vollständig). Im Konzept sind halt der zweite Gründer und die Rechtsform vermerkt, und jetzt hatte ich einfach kurzfristig die Angst, dass ich das besser nicht gemacht hätte.

Das Gewerbe ist halt auch schon mit Beginn zum 01.03. angemeldet und es wäre einfach schlecht gewesen, jetzt noch einmal alles neu zu verfassen, absegnen zu lassen und evtl. das ganze wegen dem Datum der Antragsstellung noch auf den 01.04. verschieben zu müssen.

Aber so bin ich beruhigt und kann ja alles wie geplant abgeben, juhu

Antwort von

aus unserer Erfahrungen als Gründungsberater kann ich sagen, dass ein Businessplan gerade für die Arbeitsagentur überhaupt nicht notwendig ist. Zumindest ist das unserer Agentur so. in anderen Arbeitsämtern kann das durchaus anders sein, wir haben jedoch bemerkt, dass Existenzgründer sich viel zu viel Arbeit mit dem Businessplan machen, die zeigt für andere wichtige Sachen dabei vergeuden. Steuerberater, ohne denen nahe treten zu wollen, nutzen häufig diese Situation aus, und erstellen mit dem möglichen Fördermittel eben diesen Businessplan, der eigentlich von niemandem verlangt wird. In der Regel reicht eine kurze Darstellung der Tätigkeit, so die eine Rentabilitätvorschau. Sofern kein Fremdkapital bei einer Bank aufgenommen werden muss, ist auch keine Planung einer Finanzierung oder eine Kapitalbedarfsplanung notwendig. Das erspart also sehr viel Zeit und damit Geld. DerSteuerberater sollte eigentlich eine Rentabilitätvorschauen erstellen sowie die geforderte Tragfähigkeitsbestätigung der fachkundigen Stelle unterschreiben. Das kann auch die Industrie- und Handelskammer machen. Alles im allen könnte man ein kleines Unternehmen ohne Angestellte und Personal mit einer soliden Geschäftsidee denen nicht mehr als drei Tagen bürokratisch abgegeben. Alles was länger dauerten, könnte durchaus Zeit und damit Geldverschwendung seien. Fördermittel sollten also sinnvoll eingesetzt und im Vorfeld die Verwendung abgestimmt und geplant werden.

Antwort von

Danke für deinen Einwand Torsten, damit hast du sehr wahrscheinlich Recht. Allerdings bin ich von Natur aus sehr vorsichtig und will lieber auf "Nummer Sicher" gehen, damit der Antrag auf jeden Fall angenommen wird (denn ohne Fördermittel wird es sehr, sehr eng, um es freundlich auszudrücken). Gott sei Dank habe ich aber im Moment verhältnismäßig viel Zeit, so dass diese "Mehrarbeit" nicht so sehr ins Gewicht gefallen ist und in der Gesamtplanung/Vorbereitung recht problemlos untergebracht werden konnte. Aber mir wurde auch schon von anderer Seite gesagt, dass die Agentur für Arbeit meist gar nicht so hohe Ansprüche stellt, bin halt zu feige wies aussieht . Abschließend möchte ich auch meinen Steuerberater in Schutz nehmen, weil er die Prüfung und Absegnung kostenlos macht. Trotzdem denke ich, dass für die Mehrheit deine Ansicht absolut zutreffend ist, wäre ich meinen Weg diesbezüglich nicht schon gegangen zum jetzigen Zeitpunkt würde ich so manches sicher auch noch einmal überdenken bzw. abkürzen. Auf jeden Fall noch einmal vielen Dank, war mir eine große Hilfe und Erleichterung

Antwort von

na dann viel erfolg und gute umsätze

Antwort von

Vielen Dank Smile

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