Am von Torsten in Studien geschrieben und am 05.12.2019 um 16:11 aktualisiert
Unternehmensinsolvenz

August 2019: Mehr Insolvenzanmeldungen als im Vorjahresmonat

Die Hoffnung eines jeden Existenzgründers ist es, mit dem eigenen Unternehmen erfolgreich zu sein. Dennoch müssen immer wieder Unternehmer Insolvenz anmelden. Im August 2019 waren es sogar mehr als im August des Vorjahres, wie das statistische Bundesamt meldet.

Balkendiagramm, dass die Zahl der Unternehmensinsolvenzanträge im August 2019 mit den Anträgen im August 2018 vergleicht
Keine großen Veränderungen - aber im Schnitt 0,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat
© Grafik: Tim-Fabian Roller / Daten: destatis.de

Wiesbaden, 19. November 2019 - Gerne würden Existenzgründer ihren Blick nur auf die positive Seite des Gründens werfen: Den potenziellen Erfolg. Doch oft schwebt das Thema Insolvenz wie ein Damoklesschwert über den Gründern. Immer wieder kommt es dann tatsächlich zur Insolvenz. Doch wie häufig ist das der Fall? Das statistische Bundesamt veröffentlicht hierzu regelmäßig Daten, die einen interessanten Überblick über die Zahl der Insolvenzanmeldungen verteilt auf die unterschiedlichen Wirtschaftszweige gewährt. So auch in einer Pressemitteilung vom 19. November. Verglichen werden dort die Insolvenzanmeldungen vom August 2019 mit dem entsprechenden Vorjahresmonat.

Die Zahlen

Die schlechte Nachricht zuerst: Im August 2019 gab es mehr Insolvenzanmeldungen von Unternehmen als im August 2018. Genauer gesagt gab es 1626 Unternehmensinsolvenzen und damit 0,6 Prozent mehr als im August des Vorjahres.

Die Insolvenzanmeldungen verteilen sich wie folgt auf die Wirtschaftszweige:

  • 280 Anträge im Wirtschaftsbereich Handel, einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (August 2018: 273)
  • 266 Anträge von Unternehmen des Baugewerbes (August 2018: 267)
  • 193 Anträge im Gastgewerbe (August 2018: 182)
  • 168 Anträge im Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (August 2018: 175)

Balkendiagramm, dass die Zahl der Unternehmensinsolvenzanträge im August 2019 mit den Anträgen im August 2018 vergleicht

Cover Ratgeber Corona Kriese überstehen

Keine großen Veränderungen - aber im Schnitt 0,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat © Grafik: Tim-Fabian Roller / Daten: destatis.de

Auch die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus den beantragten Unternehmensinsolvenzen sind Teil der Statistik. Die Amtsgerichte bezifferten die Höhe auf 1,6 Milliarden Euro und damit weniger als im August 2018 (2,3 Milliarden Euro).

Nicht zu vernachlässigen sind auch die übrigen Schuldner, die Insolvenz angemeldet haben (im August des aktuellen Jahres 7178 Antragsteller). Denn unter diesen sind auch 1594 ehemals Selbstständige, die nun ein Regel- beziehungsweise ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen.

Ausgehend von der bisherigen Entwicklung geht das statistische Bundesamt für das Gesamtjahr 2019 von circa 19.300 Unternehmensinsolvenzen aus. Und damit zur guten Nachricht: Das sind letztlich sogar zwei weniger als im Vorjahr.

Sind Sie betroffen?

Insolvenz ist ein sehr brisantes Thema. Das oberste Ziel des Gründerlexikons ist es, Gründer bei ihrer Existenzgründung zu unterstützen und zum Erfolg zu verhelfen. Dennoch kann eine Insolvenz nicht immer vermieden werden. Falls Sie also betroffen sind, verzweifeln Sie nicht! Blicken sie optimistisch in die Zukunft. Oft kommen Betroffene mit einem blauen Auge davon und können sogar viel aus dem eigenen Scheitern lernen. Für die Gegenwart hat das Gründerlexikon einige unterstützende Artikel für Sie vorbereitet, die Sie beim Prozess der Insolvenzabwicklung unterstützen können:

vg wort pixel
Cover Ratgeber Corona Kriese überstehen
Datenschutz beim Adresshandel DSGVO

DSGVO: Wo bleibt der Datenschutz beim Adresshandel

Seit dem 4. Mai 2016 ist die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten und ab dem 25. Mai 2018 ist sie zwingend anzuwenden. Bedeutet das das endgültige Aus für den Adresshandel, der damit sein Listenprivileg verliert? Nein, denn auch in der DSGVO wird Direktmarketing als berechtigtes Interesse beschrieben. Sicher gehen kann man nur mit Firmenadressen.

Blick auf das Innere einer Produktionshalle

Darum sind Schichtpläne für Unternehmer so wichtig

In Unternehmen werden Schicht- und Urlaubspläne viel zu oft stiefmütterlich behandelt. Dabei kann ein lückenhafter Schicht- oder Dienstplan schwerwiegende Folgen haben. Beispielsweise beim Notarztdienst. Doch auch in anderen Branchen ist deren Wichtigkeit nicht zu unterschätzen, denn von einem gut ausgearbeiteten Schichtplan profitieren nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Arbeitgeber und Kunden.

Mann steht vor Hologramm, wo ERP Bestandteile aufgelistet sind.

ERP Systeme: Die 10 häufigsten Fragen zu dieser Software

Dingelstädt, 25.05.19 - Um die eigenen Unternehmensstrukturen und die komplexer werdenden Prozesse zu optimieren, entscheiden sich immer mehr Firmen für ein ERP-System. Es soll Ihnen nicht nur dabei helfen, effizienter zu arbeiten, sondern ebenfalls dabei, flexibler auf Veränderungen zu reagieren. Dennoch fragen sich gerade Existenzgründer, ob sich der Kauf eines ERP-Systems für sie wirklich lohnt.