Am von Ruben in kurz notiert geschrieben
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Ab 2018

Händler dürfen keine Gebühren mehr für Zahlungen mit Kreditkarte verlangen

Wenn Kunden mit ihrer Kreditkarte zahlen, muss der Unternehmer eine Gebühr an den Betreiber des Zahlungsterminals entrichten. Gerade im Online Handel versuchen Unternehmer die zusätzlichen Gebühren bei Kreditkartenzahlungen auf den Kunden zu wälzen. Eine EU-Richtlinie verbietet ab 2018 jedoch Zusatzgebühren für gängige Zahlungsmittel. Darunter zählen auch Kreditkarten.

Kreditkarte im Terminal
Ab 2018: Keine Extragebühren mehr bei Kreditkartenzahlungen.
© AhmadArdity / pixabay.com

Brüssel, 31. Juli 2017 - Ab 2018 dürfen Unternehmer keine Zusatzgebühren mehr erheben, wenn Kunden mit Visa oder Mastercard Kreditkarten zahlen. Gerade Reisebüros und Fluggesellschaften haben hier noch ordentlich hingelangt. Und das, obwohl sie selbst kaum noch Gebühren an den Kreditkartenbetreiber zahlen müssen. Früher lag der Wert bei um die 2 Prozent, weswegen die Zusatzkosten irgendwo gerechtfertigt waren. Doch da die EU die Gebühren auch hier bei maximal 0,3 Prozent gedeckelt hat und damit der normalen Girokarte gleichkommt, besteht kein Grund mehr, Extragebühren zu veranschlagen.

Einige Firmen lassen sich das bis jetzt gut bezahlen. Bei Fluggesellschaften können teilweise um die 25 Euro oder mehr für den Kunden in Rechnung gestellt werden.

Weiterhin gibt es Ausnahmen für Kreditkarten oder Zahlungsmethoden, bei denen der Unternehmer tatsächlich ebenfalls eine höhere Gebühr entrichten muss. Das betrifft vor allem Kreditkarten von American Express und Diners Club. Aber auch Zahlungen via PayPal dürfen mit einer Zusatzgebühr versehen werden.

Unternehmer, die bisher bei Kreditkartenzahlungen eine separate Gebühr in Rechnung stellten, müssen also spätestens ab 2018 im Vorraus eventuelle Kosten einkalkulieren und diese in ihre Marge einberechnen. Was die Kundenfreundlichkeit anbelangt, so sollten Unternehmer längst davon abgegangen sein, hier Zusatzkosten zu veranschlagen.

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