Warum eine private Krankenversicherung doch oft auch eine gute Wahl ist

Wie so ziemlich alles im Leben hat die private Krankenversicherung nicht nur schlechte Seiten – sie ist mir natürlich auch in vielen Lebenslagen sehr nützlich.

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Im Folgenden die wichtigsten Gründe, warum ich mit meiner Wahl, mich privat zu versichern, im Endeffekt doch zufrieden bin:

1. Schnelle Termine

Es gibt Ärzte, denen ist es egal, wie ein Patient versichert ist. Doch bei den meisten Ärzten – und dies gilt besonders für Fachärzte – werden Privatversicherte immer noch gerne bevorzugt behandelt. Der Grund dafür ist einfach: Die Budgets in der gesetzlichen Krankenversicherung werden immer weiter beschnitten und bei einem Privatpatienten kann der Arzt für dieselbe Leistung wie bei einem Kassenpatienten ein Vielfaches der Grundgebühr berechnen. Ein Arzt, der wirklich gut verdienen möchte, ist daher auf Privatpatienten beinahe angewiesen und räumt ihnen daher gerne das eine oder andere Privileg ein.

Wenn ich heute bei einem Arzt um einen Termin bitte, werden wochenlange Wartezeiten plötzlich so verkürzt, dass ich übermorgen vorbeikommen kann. In einem eben noch ausgebuchten Terminkalender wird ganz kurzfristig noch ein Termin frei. Dies ist ein sehr komfortabler Zustand, besonders wenn man gerade ein akutes Leiden hat.

2. Kürzere Wartezeiten

Viele Ärzte haben spezielle Sprechstunden für Privatversicherte, damit die Wartezeiten für sie möglichst gering ausfallen. Aber auch ohne solche Privatsprechstunden fallen die Wartezeiten für Privatversicherte in der Regel wesentlich kürzer aus. Und ein Arztbesuch wird doch wesentlich erträglicher, wenn man vorher nicht auch noch drei Stunden mit hustenden Patienten im Wartezimmer sitzen muss.

3. Direkte Facharztwahl möglich

Die direkte Facharztwahl ist eine Annehmlichkeit, die in meinen bisherigen Tarifen der PKV immer enthalten war. Das bedeutet, dass ich jederzeit zu dem Facharzt gehen kann, den ich gerade für richtig halte, ohne vorher dem Hausarzt einen unnötigen Besuch abstatten zu müssen. Da man für diese Leistung extra bezahlen muss, ist es zwar kein grundsätzlicher Vorteil der privaten Krankenversicherung, aber in meiner Situation ist es absolut erwähnenswert.

4. Keine Praxisgebühr

Gesetzlich Versicherte zahlen in jedem Quartal 10 Euro Praxisgebühr, wenn sie ihren Arzt aufsuchen und für Zahnarztbesuche weitere 10 Euro. Angenommen, in jedem Quartal stünde je mindestens ein Besuch beim Allgemein- und beim Zahnarzt auf dem Programm, wären dies schon 80 Euro im Jahr. Diese Gebühren fallen bei der Privatversicherung nicht an.

5. Ersparnis

Eine Sache ist Fakt: Wenn man jung und relativ gesund die Möglichkeit hat, in die private Krankenversicherung zu wechseln, steigt man gewöhnlich recht günstig ein. Die Beiträge liegen dann meist wesentlich unter den Beträgen der gesetzlichen Krankenversicherung. Dementsprechend spart man sich viel Geld. Wenn man sein Leben lang privat versichert bleiben möchte, sollte man diese Ersparnis allerdings dazu nutzen, um ein Finanzpolster anzulegen. Im Alter nämlich sinkt das Einkommen naturgemäß wieder, aber die Beiträge der PKV bleiben teuer bzw. steigen sogar allmählich immer weiter an.

6. Keine unerwarteten Zuzahlungen

In der gesetzlichen Krankenversicherung werden inzwischen sehr viele Zuzahlungen fällig (z. B. zu Medikamenten oder zum Zahnersatz). Die Versicherten können sich zudem kaum wehren, wenn immer mehr solcher Zuzahlungen eingeführt werden. In der privaten Krankenversicherung gibt es solche Zuzahlungen zwar bisweilen auch, aber sie hängen vom gewählten Tarif ab und können auch nicht ohne weiteres einseitig von der Versicherung auferlegt werden.

7. „Bessere“ Medikamente für Privatversicherte

Privatversicherte erhalten leichter ein Rezept für ein „Markenmedikament“ als ein gesetzlich Versicherter. Letztere erhalten häufig nur ein Rezept für ein Billigpräparat, die nur mit demselben Wirkstoff arbeiten.

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