Buchführungsprogramm oder Steuerberater? FAQ 25

Im Zuge der Unternehmensgründung stellt sich für den Jungunternehmer die Frage, ob die Buchführung einem Steuerberater in die Hand gegeben oder vom Gründer selbst erledigt wird. Eine weit verbreitete Meinung ist:

"Die paar Rechnungen kann ich selber erfassen, wofür gibt es schließlich Buchführungsprogramme. Und ein Steuerberater, wer weiß was der kostet."

Demzufolge versuchen sich einige Gründer selbst an ihrer Buchführung und wissen dabei gar nicht, auf was sie sich da einlassen.

Welches Vorwissen sollte der Gründer besitzen?

Gründer, die ihre Buchführung in Eigenregie erfassen wollen, sollten zumindest die folgenden 5 Punkte beachten:

  1. Die Grundlagen der Buchführung sollten dem Gründer geläufig sein.
  2. Das steuerliche Hintergrundwissen muss vorhanden sein. Pauschalen, Regelungen und Berechnungsmethoden.
  3. Der Unternehmer muss die entsprechende Zeit für die monatliche Buchführung einplanen.
  4. Die Auswahl des Richtigen Buchführungsprogramms kostet Zeit. Buchführungsprogramme sind sowohl kostenlos im Internet zu finden, als auch für mehrere hundert Euro im Handel zu erwerben.
  5. Falls für den Jahresabschluss ein Steuerberater hinzugezogen werden soll, muss das eigene Buchführungsprogramm mit dem des Steuerberaters kompatibel sein.
  6. Sobald steuerliche Probleme auftreten, sollte der Unternehmer einen Steuerberater zur Hand haben, der dann weiterhelfen kann.

Im Folgenden möchte ich Ihnen jeweils die Vor- und Nachteile der Buchführung in Eigenregie und beim Steuerberater gegenüber stellen.

gründerlexikon tipp

Digitaler Start für Startups mit Lexoffice

Lexoffice LogoWenn Sie innerhalb der letzten 24 Monate ein Business gegründet haben oder gerade dabei sind, schenken wir Ihnen lexoffice ein ganzes Jahr lang – unkompliziert, ohne Abo-Verpflichtung.

lexoffice für 1 Gewerbe / Firma nutzen Mehrere Benutzer haben Zugriff Auf Wunsch auch Ihr Steuerberater 12 Monate lang 14,90 € sparen Mitgliedschaft endet autom. nach 12 Monaten

Buchführung in Eigenregie

Vorteile

  • Die monatliche Buchführung kann fortlaufend erfasst werden, damit stehen dem Unternehmer jederzeit aktuelle Zahlen zur Verfügung.
  • Der Unternehmer kennt die Zahlungsein- und –ausgänge, damit spart er den Erklärungsbedarf.
  • Kosten für den Steuerberater entfallen.
  • Es fallen ggf. geringere Fahrtkosten an, da keine Ordner oder Belege zumSteuerberater gebracht werden müssen.

Nachteile

  • Kenntnisse in der Buchführung müssen erworben und auf dem neusten Stand gehalten awerden.
  • Ausgaben für ein Buchführungsprogramm fallen für den Kauf oder für die investierte Zeit bei Suche nach Opens internal link in current windoweinem kostenlosen Buchführungsprogramm an.
  • Bei steuerlichen Problemen muss doch ein Steuerberater hinzugezogen werden.
  • Viele Unternehmer müssen sich am Monatsende zur eigenen Buchhaltung zwingen. (Der Spaßfaktor bei der Erstellung und Sortierung der Buchführung ist nicht besonders hoch)
  • Höherer Zeitaufwand als durch einen Steuerberater.

Buchführung beim Steuerberater

Vorteile

  • Korrekte Buchführung sollte beim Steuerberater obligatorisch sein.
  • Das Risiko liegt beim Steuerberater. Der Steuerberater hat eine Vermögensschadenshaftpflcihtversicherung, die etwaige Schäden durch Falschberatung oder Falschbuchung begleichen kann.
  • Der Unternehmer benötigt kein Buchführungswissen.
  • Weder Zeit noch Geld müssen in die Suche und die regelmäßige Aktualisierung (Update) nach einem Buchführungsprogramm investiert werden.
  • Die gesparte Zeit kann sinnvoll in das Kerngeschäft des Unternehmens investiert werden.

Nachteile

  • Der Steuerberater kostet Geld, da er nach der Steuerberatergebührenverordnung abrechnen muss.
  • Es muss eine gewisse Zuarbeit auch für den Steuerberater geleistet werden. Etwa: Vorsortieren der Belege, markieren bestimmter privater Zahlungen oder der Wareneingangsrechnungen.
  • Je nach Schnelligkeit, stehen dem Unternehmer nicht immer aktuelle Zahlen zur Verfügung.
passfoto torsten montag
eBook Lohnsteuerhilfeverein
alle Premiuminhalte inkl.
interaktive Checkliste als Gründungshilfe
9,95 € einmalig (kein Abo)
paypal express button gründerlexikon premium Jetzt diesen und alle weiteren Premiuminhalte für einmalig 9,95 € kostenpflichtig bestellen! »

Welches Buchführungsprogramm sollte der Gründer einsetzen?

Buchführungsprogramm gibt es zu Hauf, lesen Sie dazu meinen ausführlichen Opens internal link in current windowVergleich der Buchfühungsprogramme. Der Gründer sollte sich vor dem Kauf Gedanken machen, ob neben der Buchführung ein Warenwirtschaftssystem und / oder die Lohnabrechnung und / oder die Anlagenbuchhaltung enthalten sein soll. Einige Buchführungsprogramme gibt es nur speziell für bestimmte Branchen, demzufolge muss die Branche ebenfalls berücksichtigt werden. HIer eine kleine Auswahl:

Kostenpflichtige Buchführungsprogramme

Opens external link in current windowLexware Buchhalter Opens internal link in current windowWISO Buchhaltung Opens internal link in current windowSage KHK

Kostenlose Buchführungsprogramme

Opens internal link in current windowTZ-EasyBuch Start; MS-Buchhalter

Buchführung online

Opens internal link in current windowCollmex, Lexoffice, e-Conomic und actindo

Fazit

Hat der Unternehmer die entsprechenden Vorkenntnisse in der Buchführung kann er ohne weiteres seine Buchhaltung in Eigenregie erfassen. Dabei sollte er das Kosten- Nutzenverhältnis im Auge behalten. Mit dem eigenen Kostensatz kann der Unternehmer die Kosten für die Buchführung ermitteln. Diese Kosten dürfen nicht über denen des Steuerberaters liegen, spätestens dann sollte auch ein Unternehmer der die Buchführung selbst ausführen kann, zum Steuerberater wechseln.

Unternehmer, die von Anfang an weniger Vorkenntnisse in der Buchführung besitzen, sollten gleich einen Steuerberater oder analog ein Buchführungsbüro mit der laufenden Buchhaltung beauftragen.

Häufige Fragen beim Vorbereiten der Buchführung:

Sind Sie der geborene Unternehmer? Jetzt testen!
Meine Checkliste
Zu viele Schritte?