Am von Torsten in Buchführung und Steuererklärung geschrieben
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Reisekosten und Reisekostenvergütungen

Änderung der steuerlichen Kostenübernahme bei Auslandsreisen 2018

Zum Jahresbeginn 2018 treten so einige neue Gesetzesreglungen in Kraft. Dieses Jahr betreffen sie auch die Reisekostenvergütung bei 'betrieblich und beruflich veranlassten Auslandsreise'. Die neuen gültigen Pauschalbeträge werden zum 01. Januar 2018 bekannt gegeben.

Flugzeug hebt ab
Ab 2018 gelten neue Verpfelgungspauschalen für betrieblich veranlasste Reisen ins Ausland.
© NTavia / pixabay.com

Berlin, 08. Dezember 2017 - Das EStG sieht vor, dass jährlich eine Anpassung der Pauschalbeträge für die steuerliche Übernahme von beruflichen wie betrieblichen Auslandsreisen vorgenommen wird. Wir berichteten deshalb Anfang des Jahres über die Änderungen der Pauschalbeträge für das Jahr 2017. Für das Jahr 2018 dürfen Auslandsreisende Berufstätige hingegen nicht nur mit einer Anpassung der Pauschalbeträge rechnen, sondern auch mit weiteren Änderungen.

Vergütungsprinzip bei eintägigen und mehrtägigen Reisen

Der hier erhobene Pauschalbetrag orientiert sich immer an dem letzten Tätigkeitsort, dem man im Ausland nachgekommen ist. Auch bei mehrtätigen Reisen gelten neue Bestimmungen, die sich an Pauschalpreisen orientieren. So gilt immer der Pauschpreis des Reiseortes im 24-Stundenrhythmus.

Bei Reiseantritt bzw. Reiseende gilt immer der Pauschalbetrag des zu verlassenden Ortes. In den Zwischentagen der Reise ist immer der Pauschalbetrag des Reiseortes maßgebend.

Verpflegungspauschale

Auch die Verpflegungspauschale ist von Änderungen betroffen. Vor allem, wenn am Ende einer beruflichen bzw. geschäftlichen Auslandsreise eine Folgereise ansteht. Besonders, wenn mit dem Schiff oder Flugzeug gereist wurde. In beiden Fällen greift die 'höhere Verpflegungspauschale'. Aber auch diese wurde gekürzt.

Nun gilt folgende Regelung: Werden Mahlzeiten vom Arbeitgeber übernommen, sind Kürzungen um diesen Betrag immer tagesbezogen vorzunehmen.

Länderpauschalen

Nicht von allen Ländern existieren Daten zu Länderpauschalen. Sind Länder nicht erfasst, greift immer der geltende Pauschalbetrag, der für Luxemburg festgesetzt wurde. Pauschalbeträge für Übernachtungen sind darüber hinaus nur dann absetzbar, wenn eine Arbeitgebererstattung erfolgt hat.

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Anhebung des Mindestlohns ab 2017

Der Mindestlohn feiert in Deutschland nun schon seinen zweiten Geburtstag. Bisher lag er bei 8,50 Euro die Stunde. Seit dem 01. Januar 2017 wurde der Mindestlohn um 0,34 Euro auf jetzt 8,84 Euro pro Stunde erhöht. Unternehmer, die Angestellte beschäftigen, müssen das unbedingt berücksichtigen.