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Interview mit einem "Wer wird Millionär"-Kandidaten

Wer wird Millionär (WWM) - Wie oft muss man sich bewerben? Wie läuft die Sendung ab? Wann bekommt man sein Geld? Diese und viele weitere Fragen haben wir einem WWM-Kandidaten gestellt. Hier lesen Sie die Antworten.

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Erfurt, 27. September 2018 - Nachdem das Gründerlexikon im Beitrag 'Was ein Auftritt bei "Wer wird Millionär" bewirken kann' die Erfahrungen eines Kandidaten mit WWM veröffentlicht hat, soll an dieser Stelle das Interview mit dem Kandidaten nicht vorenthalten werden. Es ist interessant zu sehen, dass ein Internetunternehmer vor einem so großen Publikum Werbung für seine Internetseite machen durfte.

Im Anschluss hat das Gründerlexikon für Interessierte auch noch einige Bewerbungstipps für "Wer wird Millionär" zusammengestellt.

Inhalt

Das Interview

Torsten Montag vom Gründerlexikon hat das Interview mit dem Kanditaten Lars geführt:

Torsten Montag: „Eine der häufigsten Fragen im Zusammenhang mit Wer wird Millionär lautet immer: Wie oft haben Sie sich bei der Redaktion beworben?“

Lars: „Ich habe mich vor ungefähr 4 Jahre das erste mal beworben. Seit dem habe ich ca. 100 mal angerufen, aber auch zwei schriftliche Bewerbungen habe ich geschrieben, bis ich endlich zu Günther Jauch durfte.“


Torsten Montag:  „Was hat die kurze Nennung Ihrer Internetseite effektiv gebracht?“

Lars: „Die Besucherzahlen haben sich unmittelbar nach den beiden Sendungen ca. verzehnfacht. Nachdem sich nun alles wieder beruhigt hat, sind immer noch etwa mehr als doppelt so viele Besucher auf der Seite als vor meiner Karriere bei Günther Jauch und Wer wird Millionär.“


Torsten Montag: „Was gab es ansonsten für Reaktionen nach der Sendung?“

Lars: „Mein Postfach ist ziemlich voll gewesen. Ungefähr 1.000 Mails wollten beantwortet werden. Da hatte ich nicht mit gerechnet. Durch die Sendung selbst haben sich etwa 1.500 neue User auf expertia.de angemeldet. Nicht zu vergessen Beiträge, Berichte und Interview wie hier auf gruenderlexikon.de sind selbstverständlich auch ein Resultat der Sendung.“


Torsten Montag: „Nun mal direkt zur Sendung. Viele, ich eingeschlossen, möchten gern Infos über den Ablauf, den Umfang der Sendung, das Castings, dem Drumherum und natürlich zu Günther Jauch erfahren. Wie viel Zeit muss man überhaupt planen?“

Lars: „Das Casting zum Beispiel hat insgesamt circa einen Tag in Anspruch genommen, wobei hier jedoch nur telefoniert wurde. Im Studio selbst war ich von 13 bis 23 Uhr. Der Ablauf der Aufzeichnung ist relativ einfach. Nach der Anfahrt folgt das Briefing, anschließend die Probe. Wenn dann alles sitzt geht´s in die Garderobe und zum Schminken. Dann wird es ernst und die Sendung aufgezeichnet.“


Torsten Montag: „ Interessant, es wird immer wieder erzählt, dass die Kandidaten die entstandenen Reisekosten von RTL bezahlt bekommen. Stimmt das?“

Lars: „ Ja, man bekommt seine Reisekosten komplett erstattet.“


Torsten Montag: „ Mich persönlich interessiert die Verpflegung im Studio. Bekommen die Kandidaten dort etwas zu essen?“

Lars: „ Auch daran wurde bei „Wer wird Millionär“ gedacht. Es gab ein mittelmäßiges Kantinenessen, sprich Nudeln, Salat und Fleisch. Im Großen und Ganzen kann man da nicht meckern.“


Torsten Montag: „Und nun die wohl wichtigste Frage. Kann man vor oder nach der Sendung mit Günther Jauch austauschen oder sich unterhalten? Nimmt er sich Zeit für die Kandidaten? Und wie lange dauert die Party nach der Sendung?“

Lars: „Hier muss ich leider enttäuschen. Günther Jauch nimmt sich nahezu keine Zeit, weder vor der Sendung, noch danach. Man bekommt ihn als Kandidat quasi nur präsentiert, wenn man es, wie ich auf den Stuhl schafft. Ein Gespräch zur Vorbereitung oder auch einen gemütliches beisammen sein nach den Aufzeichnungen ist scheinbar aus zeitlichen oder finanziellen Gründen nicht drin." Also keine Party.


Torsten Montag: „ Welche Daten und Informationen muss man im Vorfeld zu den Aufzeichnungen angeben?“

Lars: „ Eigentlich wollen die alles wissen. Angefangen von der eigenen Person, über Interessen, Hobbies, Familie, Beruf. Selbstverständlich auch, ob man schon mal bei einer anderen Show etwas gewonnen hat, so wie das bei mir der Fall war.“


Torsten Montag: „ Wie und wann bekommt man das gewonnene Geld?“

Lars: „ Der Gewinn wird etwa vier Wochen später per Überweisung ausgezahlt.“


Torsten Montag: „ Wie ist die Stimmung Backstage, also hinter den Kulissen? Spricht man mit anderen Kandidaten oder herrscht da eher eine gewisse Konkurrenzsituationen gehüllt in ein tiefes Schweigen?“

Lars: „ Die Stimmung ist selbstverständlich angespannt, eine Konkurrenzsituationen war aus meiner Sicht nicht zu erkennen. Wie es aber so im Leben ist, mit einigen Kandidaten unterhält man sich, mit anderen Mitstreitern eher nicht.“


Torsten Montag: „ Danke Lars, für das interessante und informative Interview.“

Lars: „ Bitte, gern wieder.“

Bewerbungstipps

Für all diejenigen, die selbst einmal auf dem Ratesessel Platz nehmen wollen, hat das Gründerlexikon ein paar kleine, aber hilfreiche Tipps zur Bewerbung zusammengestellt:

Fähigkeiten zum Entertainment zeigen

Den Kandidaten wird im Rahmen der Sendung viel Sendezeit zu Teil. An dieser Stelle sollten sich Bewerber vor Augen halten, dass „Wer wird Millionär“ in erster Linie eine Unterhaltungssendung ist. Bewerber sollten im Bewerbungsverfahren also zeigen, dass sie ein Talent zur Unterhaltung haben. Eine hilfreiche Eigenschaft: „Laut denken“. Denn, wenn ein Kandidat während der Sendung nur still vor sich hingrübelt, dann ist das nicht besonders unterhaltsam.

Sich in die RTL-Mitarbeiter hineinversetzen

Ein Perspektivenwechsel lohnt sich! Bewerber sollten sich deshalb in die RTL-Mitarbeiter hineinversetzen, die am Auswahlverfahren beteiligt sind. Diese erhalten zahlreiche Bewerbungen, mit denen sie sich auseinander setzen müssen. Dort lesen sie häufig immer und immer wieder dasselbe. Beispielsweise, dass der Bewerber mit dem Gewinn eine Urlaubsreise machen wird oder den Fußballverein unterstützen wird, in dem sein Sohn spielt, usw.
Die Chance, dass ein solcher Bewerber Erfolg hat, ist gering. Viel mehr empfiehlt es sich, sich mit einer außergewöhnlichen Geschichte zu bewerben. Einer, die sich von den anderen Bewerbern abhebt. Eine – und hier sind wir wieder beim ersten Tipp -, die Unterhaltung verspricht.

Nicht aufgeben

Bewerber sollten es ruhig öfters probieren und nicht aufgeben. Unser Interviewpartner hat es vier Jahre lang probiert, bis es endlich geklappt hat. Aber das Durchhaltevermögen hat sich ausgezahlt! Er wurde nicht nur als Kandidat für die Sendung ausgewählt, unbeabsichtigt konnte er so TV-Werbung für seine Firma machen und das vor einem riesigen Publikum.

Fazit

Wie man am Beispiel des Kandidaten Lars sehen kann: Ein Live-Auftritt als Unternehmer im TV kann sich enorm positiv auf den Bekanntheitsgrad des Unternehmens auswirken. Ein Auftritt bei "Wer wird Millionär" kann also vorallem folgendes sein: Eine extrem erfolgsversprechende Methode der TV-Werbung.

Lesetipp: Das Gründerlexikon hat einen sehr informativen Artikel über die Möglichkeit der Fernsehwerbung zur Steigerung des Bekanntheitsgrades verfasst, in den Sie unbedingt einen Blick werfen sollten! Themen sind unter anderem die verschiedenen Arten von Fernsehwerbung, sowie die Vor- und Nachteile von TV-Werbung.

Für Unternehmer, die Ihren Bekanntheitsgrad steigern möchten, bieten sich neben „Wer wird Millionär“ auch weitere TV-Formate für einen Live-Auftritt an. Besonders erfolgsversprechend ist dabei die Höhle der Löwen auf VOX: Die meisten Gründer profitierten nach ihren Auftritten von erhöhter Aufmerksamkeit – unabhängig davon, ob die Löwen in das Unternehmen investiert haben oder nicht.

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