Am von Torsten in kurz notiert geschrieben und am 20.02.2023 um 17:59 aktualisiert
Wettbewerbsvorteile

Nachbarn ärgern - Legal, unbemerkt in Wahnsinn treiben

Der Konkurrenzkampf ist in vielen Branchen ein tägliches Geschäft und ganz besonders schwierig ist es, wenn sich die Konkurrenz in direkter oder zumindest nicht weit entfernter Nachbarschaft befindet. Hier gibt es kreative Wege, die Nachbarn zu ärgern und davon auch noch zu profitieren.

Ein Mann, der sich über seinen Nachbarn ärgert und die Hände in seinen Haaren vergräbt.
Damit bringen Sie Ihren Konkurrenten zur Weißglut!
© Davidqr / pixabay.com

Ob Freiberufler, Unternehmer oder auch Existenzgründer – Konkurrenz mag das Geschäft beleben (siehe Wettbewerbsanalyse), sie kann es aber auch ordentlich ins Schwanken bringen. Kunden abwerben, eine kreativere Werbung, dasselbe Angebot wie im eigenen Sortiment sind nur einige Punkte, die einem als Unternehmer spontan in den Sinn kommen.

Aber auch in Industriegebieten sind nicht selten die Nachbarn für ein Unternehmen eine echte Qual. In diesem Zusammenhang ist es nicht verkehrt, sich mit seinen Nachbarn zu beschäftigen, vielleicht ein wenig zu spionieren und so die Konkurrenz zu ärgern. Der Blick sollte nicht nur auf die direkten Nachbarn gehen. Ein großer Konkurrent kann auch 2 km entfernt sein und ist in diesem Zusammenhang noch immer viel zu nah.

Tipp: Denken Sie bei den Aktionen nicht nur an direkte oder lokale Maßnahmen, auch im Internet können Sie Ihre Konkurrenz ausspionieren und überwachen. Das Schöne daran: Es merkt niemand, Sie können also anonym und unbemerkt mit SEO Tools den Wettbewerber durchleuchten.

Wählen Sie aus den Möglichkeiten

Direkte oder indirekte Nachbarn in den Wahnsinn treiben – so funktioniert es

Egal, ob der Nachbar als Konkurrent scheinbar den höheren Kundenzulauf hat oder ob er einfach nervig ist und so dem Geschäft oder den Mitarbeitern schadet – hier können legale Dinge helfen, ein kleines Statement zu setzen und für Ärger zu sorgen.

Wie kann ich meinen Nachbarn ärgern?

Kleine Streiche erhalten die Feindschaft? Wenn Sie darüber nachdenken, möglichst ohne viel Aufwand und ohne hohe Kosten für einen kleinen Denkzettel zu sorgen, können Sie mit Geruchsbomben arbeiten. Wie wäre es mit etwas Buttersäure oder auch einer kleinen Stinkbombe vor der Tür der Konkurrenz? Den Duft trägt dann jeder mit in das Gebäude hinein.

Mit welchen legalen Mitteln lassen sich noch die Nachbarn in den Wahnsinn treiben?

Wenn Sie jemanden in den Wahnsinn treiben möchten, brauchen Sie dafür Ausdauer. Ein Klassiker ist natürlich die Telefon-Lawine. Regelmäßige Anrufe mit unterdrückter Nummer oder haltlosen Fragen kosten Nerven. Oder wie wäre es mit der Verwendung der Mail-Adresse für Newsletter und Gewinnspiele? Wenn der Spam erst einmal im Postfach eingeht, wird das gehörig an den Nerven zerren.

Wie kann ich auch die nahen Nachbarn unbemerkt nerven?

Ein wenig schwieriger können kleine Streiche bei den Nachbarn werden, die direkt nebenan sind. Hier ist es wichtig, unbemerkt zu nerven und dabei dennoch legal zu handeln. Klingelstreiche und Duftbomben fallen aus. Es bietet sich aber an, unauffällig jede Menge Werbung in den Briefkasten zu stecken oder auch zu schauen, ob online negative Bewertungen zum Unternehmen gegeben werden können. Dies ist einer der Punkte, die Konkurrenz nicht nur nerven, sondern dafür sorgen, dass es echte Probleme mit der Kundschaft geben kann. Warum negative Bewertungen nervig sind, versteht man, wenn man weiß, wozu es wichtig ist, eine positive Reputation aufzubauen!

Nachbarn anschwärzen – wie geht das?

Wenn Sie wissen, dass Ihr Nachbar nicht ganz koscher arbeitet, können Sie die Konkurrenz durch das Anschwärzen ausschalten. Hier sind mehrere Fakten zu bedenken. Sie sollten die Vorwürfe auch belegen können. Dies ist relativ schwer. Zudem müssen Sie darauf achten, anonym zu bleiben. Haben Sie Beweise, dass Steuern unterschlagen werden? Dann wenden Sie sich direkt an das Finanzamt. Ein Hinweis kann beispielsweise sein, wenn der Nachbar Produkte über die Hintertür verkauft. Gerade in Hygiene-Betrieben sind auch Anschwärzungen beim Gesundheitsamt möglich. Damit ärgern Sie nicht nur Ihren Nachbarn, Sie schützen auch die Kunden.

Nachbarn mobben – darf ich das eigentlich?

Mobbing ist ein Thema, das die Gemüter scheidet. Aber dennoch kann es sehr effektiv sein, wenn Sie etwas gegen Ihren Nachbarn unternehmen möchten. So können Sie beispielsweise vor dessen Laden spazieren gehen und laut erzählen, was Ihnen gar nicht an der Inneneinrichtung gefällt. Sie können das Mobbing auch etwas perfider betreiben. Kaufen Sie vor Ort ein und beschweren Sie sich dann über die Qualität der Produkte.

Was bringt es, den Nachbarn zu stalken?

Den Nachbarn stalken kann vor allem etwas bringen, wenn Sie ihn in den Wahnsinn treiben möchten. Stellen Sie sich vor, Sie sehen dieselbe Person immer in Ihrer Nähe und wissen gar nicht so richtig, was diese Person von Ihnen möchte. Klingt gruselig? Ist es auch. Achten Sie darauf, wann der leitende Angestellte des Konkurrenzunternehmens am Morgen beginnt und stehen Sie schon bereit, um in seine Richtung zu schauen. Oder wie wäre es mit einer Flugdrohne? Grundsätzlich ist deren Nutzung nicht verboten. Kreist sie immer vor dem Fenster der Mitarbeiter, kann dies schon sehr nervig sein.

Alles, was Sie brauchen, um Ihren Nachbarn zu ärgern

Seien Sie kreativ, aber übertreiben Sie es nicht, immer im Rahmen der Legalität bleiben, dann kann Ihnen nichts passieren. Hier finden Sie interessante Dinge, Hilfsmittel und Ideen. Viel Erfolg.

Indirekt ärgern – von der Arbeit des Nachbarn profitieren  

Eine Sache, mit der Sie Ihren Nachbarn richtig nerven können, ist, von seiner Arbeit zu profitieren. Dabei handelt es sich um Konkurrenzspionage. Dies ist nur dann sinnvoll, wenn Sie in derselben Branche unterwegs sind. Sammeln Sie Daten Ihres Nachbarn und verwenden Sie die Erkenntnisse doch einfach, um das eigene Geschäft in Schwung zu bringen.

Wie kann ich meine Nachbarn abhören?

Was wie der Plan in einem Detektiv-Film klingt, ist tatsächlich gar nicht so unüblich in verschiedenen Branchen. Allerdings ist es nicht ganz so einfach, zu hören, was beim Nachbarn passiert. Nehmen Sie sich hier ein wenig Zeit und schauen Sie sich erst einmal die Begebenheiten vor Ort an. Können Sie unauffällig an einem Fenster lauschen? Haben Sie die Möglichkeit, hier an Informationen zu kommen, die für Sie relevant sind? Etwas einfacher wäre es, wenn Sie eine Wanze einsetzen könnten. Dafür müssen Sie jedoch ins Gebäude kommen und brauchen hochwertige Produkte.

Nachbarn belauschen – was ist zu beachten?

Möchten Sie Ihre Nachbarn belauschen, sollten Sie vielleicht professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine Option ist sicherlich, mit technischen Mitteln zu arbeiten. Allerdings sind diese oft nicht legal. Das Abhören der Telefonanlage ist ein Beispiel. Darauf sollten Sie jedoch verzichten. Die genannte Wanze ist eine bessere Option. Sie könnten jemanden engagieren, der einen Termin in der Firma vereinbart und dort die Wanze an einer relevanten Stelle unterbringt. Bedenken Sie aber auch, dass Sie die Wanze irgendwann wieder entfernen müssen.

Wie könnte ich die Nachbarn ausspionieren?

Besonders praktisch ist es, wenn Sie Informationen rund um den Nachbarn aus erster Hand erfahren. Werden Sie ruhig kreativ. Wenn Geld keine Rolle spielt, können Sie jemanden engagieren, der sich in dem Unternehmen anstellen lässt und das Vertrauen der Mitarbeiter gewinnt. Unternehmensspionage ist jedoch ein heißes Pflaster. Auch der Privatdetektiv ist eine Option. Er ist jedoch ebenfalls nicht ganz günstig.

Nachbarn legal nerven – was ist wirklich erlaubt?

Denken Sie darüber nach, etwas gegen Ihren Nachbarn zu unternehmen, sollten Sie sich bewusst machen, dass nicht alle Handlungen legal sind. Im Fokus der nicht legalen Methoden stehen dabei vor allem Durchführungen, die einen unlauteren Wettbewerb darstellen. Dies sind beispielsweise:

  • Aggressive Weise beim Verkauf
  • Üble Nachrede eines Mitbewerbers
  • Ausüben von Zwang
  • Bestechen oder systematisches Abwerben von fremden Mitarbeitern
  • Behinderung des Absatzes
  • Verletzung von Geschäftsgeheimnissen
  • Systematisches Nachahmen des Konkurrenten

Für einen besseren Überblick finden Sie nachfolgend eine Tabelle, in der die möglichen Aktionen sowie die Folgen in einer Übersicht dargestellt sind. Bedenken Sie immer, dass es Aktionen gibt, die eine strafrechtliche Relevanz haben können.

Aktion Extra
Technik
Kosten Zeitaufwand Legal
Wanze installieren Ja Mittel Hoch Nein
Newsletter auf Geschäftsmail bestellen Nein Keine Gering Bedenklich
Am Fenster belauschen Nein Keine Mittel Nein
Spionage App installieren  Ja Mittel Hoch Nein
Störsender für WLAN oder Bluetooth aufstellen Ja Mittel Gering Bedenklich
Mitarbeiter abwerben (und zu späterem Zeitpunkt befragen) Nein Hoch Hoch Ja
Mit Drohne stalken Ja Mittel Hoch Nein
Ständiges Anrufen Nein Gering Hoch Ja
Sachen bestellen (Pizza, große sperrige Gegenstände, etc.) Nein Abhängig Gering Ja
Ekelige Streiche (Buttersäure verteilen, Kacke im Briefkasten etc.) (Hier bestellen!) Nein Mittel Mittel Bedenklich (Sachbeschädigung)
Anmeldung bei Gewinnspielen Nein Keine Gering Ja
Negative Bewertungen geben Nein Keine Mittel Ja
Anschwärzen bei Ämtern Nein Keine Mittel Nein
Privatdetektiv in Anspruch nehmen Nein Hoc Mittel Bedenklich
Webseite anonym scannen und analysieren (SEO Tools nutzen!) ja gering gering ja
Infraschall Gerät einsetzen ja gering gering bedenklich
Baldrian an Eingangstür verteilen [Hier bestellen!] nein gering gering bedenklich

Fazit – Nachbarn ärgern

Es gibt durchaus einige Möglichkeiten, wie Sie die Nachbarn ärgern können, siehe hier und obige Tabelle! Bedenken Sie dabei aber, dass die Aktionen, die Sie durchführen, auch von dem Nachbarn mit Ihnen durchgeführt werden können. Die meisten Handlungen sind zeitintensiv und ziehen hohe Kosten nach sich. Zudem kann es passieren, dass Sie mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Wägen Sie daher genau ab, ob Sie dies wirklich auf sich nehmen möchten. Suchen Sie besser eine Einigung oder das Gespräch mit Ihren Nachbarn oder denken Sie über einen Umzug nach.

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Gründerlexikon.de-Autor: Torsten
Torsten Montag ist seit 2004 als Chefredakteur inhaltlich für das Gründerlexikon verantwortlich. Er ist regelmäßig Interviewpartner sowie Gastautor von Fachbeiträgen externer Medien zum Thema Gründung und Selbständigkeit. Bevor er gruenderlexikon.de gegründet hat, war er als Steuerfachangestellter und Betriebswirt ua. bei PwC und einer Steuerkanzlei in Thüringen tätig.

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Mitarbeiter App der plazz AG
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