In zwei Kurzfilmen berichten die erfolgreichen Unternehmerinnen Valerie Bönström und Stefanie Harig auf der Homepage der Deutschen Gründer- und Unternehmertage 2010 von Ihren eigenen Erfahrungen.
Berlin/Potsdam, 05.03.2010. Die Zahl der Unternehmensgründungen durch Frauen in Deutschland liegt laut einer Studie der KfW Bankengruppe immer noch weit unter der ihrer männlichen Kollegen (Quelle: KfW-Gründungsmonitor 2009). So betrug 2008 der weibliche Anteil aller Gründungen nur 41,4 % - ein Wert, der angesichts der angestrebten Gleichberechtigung auf den ersten Blick relativ gering wirkt. Noch deutlicher zeigt sich das Ungleichgewicht bei Vollerwerbsgründern: Nur jeder dritte Vollerwerbsgründer ist eine Frau. Aber es gibt auch positive Tendenzen im Geschlechtervergleich: So ist der Anteil der Unternehmensgründungen durch Frauen in den letzten sechs Jahren um gut 7 % gestiegen, ein Trend, den auch Valerie Bönström, Gründerin der führenden deutschen Frauensportclub-Kette „Mrs. Sporty“ und Repräsentantin der Deutschen Gründer- und Unternehmertage 2010 (deGUT), nicht verwundert: „Gerade Frauen profitieren doch von der Selbstständigkeit! Für Frauen mit Kindern ist es ein großer Vorteil, sich seine Arbeitszeit flexibel einteilen zu können. Als Unternehmerin ist man finanziell unabhängig und kann sich vor allem seinen Traum erfüllen.“
Doch woran liegt es, dass sich Frauen nach wie vor seltener als Männer zur Selbstständigkeit entschließen? Die meisten Studien zu diesem Thema sind sich hier einig: Es liege hauptsächlich an der geringeren Risikobereitschaft der Frauen. Finanzielle Sicherheit habe bei Frauen anscheinend immer noch einen höheren Stellenwert als bei Männern. Zudem beurteilten Frauen ihre Aussichten auf Erfolg meist immer noch kritischer als Männer. Diese Entwicklung ist natürlich auch gesellschaftshistorisch bedingt: „Wenn man zurückblickt, haben Frauen einfach viel später angefangen, sich unternehmerisch selbst zu verwirklichen“, so Stefanie Harig, Gründerin der international erfolgreichen Editionsgalerien für Fotokunst „Lumas“ und ebenfalls Repräsentantin der deGUT 2010. Ihrer Ansicht nach liege es nicht wie meist angenommen an den äußeren Bedingungen, dass sich Frauen nicht so häufig selbstständig machen, sondern „vielleicht in vielen Fällen daran, dass Frauen einfach mutiger werden müssen. Frauen sollten Mut haben, authentisch zu sein, ihre Ideen zu leben und diese einfach mal auszuprobieren, ohne Angst zu haben oder sich zu viele Gedanken darüber zu machen.“
Neben Valerie Bönström und Stefanie Harig gibt es in Deutschland noch zahlreiche andere Unternehmerinnen, die den Weg in die Selbstständigkeit gewagt haben und damit sehr erfolgreich sind. Denn wenn das Unternehmen einmal läuft, gibt es laut einer Studie des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) keine Unterschiede mehr, Männer und Frauen sind dann gleich erfolgreich. Und auch für den unternehmerischen Start gelten für beide Geschlechter gleiche Regeln: Je besser man sich auf die Gründung vorbereitet und je gründlicher man sich informiert, desto besser sind auch die langfristigen Erfolgsaussichten eines Start-ups. Valerie Bönström empfiehlt daher, das Informationsangebot der deGUT, einer der wichtigsten Messen rund um das Thema Existenzgründung und Unternehmertum, unbedingt zu nutzen: „Je mehr Informationen man bündelt und je mehr man mit Menschen sprechen kann, wie und mit was man sich selbstständig machen kann, desto besser.“ „Hier kann man sich mit Gleichgesinnten austauschen, die sich ähnlichen Herausforderungen stellen müssen. Und man trifft erfolgreiche Unternehmer/innen, die sicher die ein oder andere Frage kompetent beantworten können“, ergänzt Stefanie Harig.
Beide Unternehmerinnen wollen in ihren Filmporträts und auf der deGUT selbst am 29./30.10.2010 in der STATION-Berlin Frauen aus Ihrer eigenen positiven Erfahrung heraus zur Existenzgründung ermutigen. Die Kurzfilme, in denen sie von ihren Herausforderungen als Unternehmerinnen erzählen und Jungunternehmen wichtige Tipps für einen guten Start geben, sind auf www.deGUT.de zu sehen.
Über die deGUT: Die 26. deGUT findet am 29. und 30.10.2010 in der STATION-Berlin statt.
Mit über 5.600 Teilnehmern (2009), etwa 100 erwarteten Ausstellern aus ganz Deutschland und einem umfangreichen, kostenlosen Seminar- und Workshopprogramm ist die deGUT eine der wichtigsten Messen rund um das Thema Existenzgründung und Unternehmertum. Experten und Berater von Banken, Wirtschaftsverbänden, Kammern und anderen Institutionen sowie erfolgreiche Unternehmer/innen informieren über alles, was man bei einem Start in die Selbstständigkeit wissen muss. Aber auch Unternehmen, die sich bereits etabliert haben, erfahren auf der deGUT viel Wissenswertes zu Themen wie Marketing, Verkauf, Recht oder Personal.
Seit 2008 wird die deGUT von der Investitionsbank Berlin (IBB) und der InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB) veranstaltet. Gefördert wird die Messe von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen des Landes Berlin und dem Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg aus Mitteln der Länder und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Schirmherr ist der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Rainer Brüderle.
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