Verbindlichkeit
(2 Bewertungen)Verbindlichkeit in Beziehungen bedeutet, dass sich beide Seiten auf gemachte Zusagen verlassen können. Im Wirtschaftsleben ist die Verbindlichkeit sogar gesetzlich geregelt und als Verpflichtung eines Unternehmens gegenüber Dritten in Form von Geld-, Sach- oder Dienstleistungen definiert. Verbindlichkeiten sind immer mit einer Terminierung versehen. Diese Leistungswerte müssen am Stichtag in der Unternehmensbilanz in aktueller Höhe und nach Restlaufzeiten auf der Passivseite ausgewiesen werden. Dabei sind die Verbindlichkeiten unter einem Jahr und Verbindlichkeiten bis 5 Jahre in der Angabe zu trennen.
Verbindlichkeit gegenüber dem Kapitalmarkt
Fremdkapital, das für den Betrieb eingesetzt wird, ist meist die größte Verbindlichkeit. Egal, ob es sich um Anleihen am öffentlichen Kapitalmarkt oder um einen Kredit bei einer Bank handelt – die Summen sind meist hoch und die Laufzeiten langfristig. In der Bilanz müssen diese Verbindlichkeiten mit dem Nennbetrag und noch zu zahlenden Zinsen ausgewiesen werden.
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Geschäftspartnern
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen gelten genau so als Verbindlichkeit wie eigene Leistungen oder Lieferungen, die noch nicht oder nur teilweise erfüllt sind. Letztere dürfen nicht mit anderen Forderungen von Lieferanten verrechnet werden, da die Kaufpreise inkl. Mehrwertsteuer definiert sind. Gibt es eine langfristige Zusammenarbeit mit einem Unternehmen in mehreren Positionen, muss darauf geachtet werden, dass diese sich in der Bilanz nicht überschneiden. Das gilt auch für Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Hat das Unternehmen einen Wechsel angenommen, kann es diesen auch an eine Bank verkaufen und die Verbindlichkeit in eine bessere Liquidität des Unternehmens umwandeln.
Sonstige Verbindlichkeiten bestehen gegenüber der Steuer, Abgaben und der Sozialversicherungspflicht für Mitarbeiter.
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- Torsten Montag
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