Tätowierung entfernen - Verfahren und Mehtoden

Nicht immer ist der Kunde ein Leben lang glücklich mit seinem Tattoo. Selbstverständlich gibt es Verfahren, um eine Tätowierung auch wieder zu entfernen. Die jeweilige Prozedur ist jedoch in der Regel sehr zeitaufwendig und in manchen Fällen auch nicht ganz ungefährlich.

Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

Die Entfernung mit Laserstrahlen

Bei der Entfernung einer Tätowierung mit Laserstrahlen werden der Nd:YAG-Laser und der Rubinlaser verwendet. Mit der Wellenlänge, die auch das Farbpigment in der Haut besitzt, werden die körpereigenen Verkapselungen der Farbpigmente aufgebrochen. Dadurch kann zumindest ein Teil der jeweiligen Farbe pro Sitzung entfernt werden. Insgesamt rechnet man mit zwei bis zehn Behandlungen je Farbe. Ältere Tätowierungen lassen sich unter Umständen mit einem Laser gar nicht entfernen. Das bleibt daher auszuprobieren. Als Kunde zahlt man für die Entfernung eines Tattoos durch die Laserentfernung daher 250 bis 1.000 EUR.

Alternative Methoden

Eine Alternative zur aufwendigen Laserbehandlung sind Verfahren mit flüssigen Tattoo-Entfernern. Diese enthalten etwa 40 Prozent links- oder rechtsdrehende Milchsäuren. Das Entfernungsmittel wird mit einer Nadel wie beim Tätowieren unter die Haut gespritzt. Dadurch beginnt der Körper, die eingebauten Farbpigmente wieder abzustoßen. In einer so hohen Konzentration der Milchsäure sind allerdings Entzündungsreaktionen der Haut möglich, wobei auch Narben entstehen können. Hier sind noch wissenschaftliche Untersuchungen notwendig, um dieses Verfahren zu optimieren. Die Diathermie scheint eine effektivere Methode zu sein, um Tattoos zu entfernen. Mit Hilfe von Mikrowellen werden umliegende Hautzellen zerstört und mit den Farbpigmenten abgebaut. Entsprechend fein dosiert sollte nicht einmal eine Narbe zurückbleiben.

Neuartige Farben zum Tätowieren werden heute teilweise schon auf Kunststoffbasis hergestellt. Die Haltbarkeit und die Farbbrillanz soll sich genauso wie bei traditionellen Farben verhalten. Allerdings lassen sich diese Farben leichter entfernen, verspricht der Hersteller. Die Ursache liegt darin, dass in der Kunststofffarbe wesentlich kleinere Farbpartikel enthalten sind, die nach dem Zertrümmern der Ummantelung mit dem Laser schneller abgebaut werden können. In der Diskussion sind noch Farben auf Wasserbasis, die allerdings biologisch nicht stabil sind. Bisher darin verwendete Konservierungsmittel sind nach der Resolution des Europarates nicht mehr einsetzbar und müssen durch andere ersetzt werden.

Es ist durchaus nicht selten, dass eine dermatologische Praxis gemeinsam mit einem Tattoo Artist, einem Piercing-Studio sowie einem Schmuckgeschäft unter einem Dach arbeitet. Damit werden die Kunden in jedem einzelnen Bereich zugleich auch medizinisch betreut.

Gesundheitliche Probleme

Beim Entfernen von Tattoos kann es durchaus zu Entzündungen der Haut kommen, die mit kortisonhaltiger Salbe behandelt wird. Deshalb sollten zwischen jeder weiteren Behandlung mehrere Monate an Zeit verstreichen, damit sich die Haut regenerieren kann. Sonnenbäder in jeglicher Form sind für diesen Zeitraum ausgeschlossen, da sie die Haut zusätzlich schädigen würden. Die Farbpartikel werden durch das Immunsystem abtransportiert und zumindest teilweise in den Lymphknoten und der Leber gespeichert. Deshalb könnten nach der vollständigen Entfernung des Tattoos eine Leberreinigung und eine Schwermetallausleitung sinnvoll sein.

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