Studie: Probleme in der Finanzkompetenz des Nachwuchses

Eine neue Studie hat ermittelt, wie gut das Wissen der Schüler im Bereich Financial Literacy ist. Können sie Zinsen berechnen, Geld sparen sowie Risiko erkennen und Erträge kalkulieren? Und wie gehen sie mit Kreditkarten, Bankkonten und ihrer Finanzplanung um? Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hat in ihrer neusten PISA-Studie eine Antwort auf diese Fragen.

Bild: Constanze Wilking / pixelio.de

Die zahlreichen PISA-Studien der vergangenen Jahre haben bereits zur Erkenntnis gebracht, wie sich der Nachwuchs im Bereich Naturwissenschaften, Lesen und Rechnen schlägt.

Im Juli dieses Jahres wurden die Ergebnisse der PISA-Studie zur Finanzkompetenz von Schülern in Paris vorgestellt. Das neue Thema der PISA-Studie stand bereits 2011 fest. Anwesend war sowohl der Generalsekretär der OECD, Angel Gurría, sowie UN Sonderbeauftragte für Inclusive Finance for Developement Königin Máxima der Niederlande. Ein kurzer Blick ist ausreichend, um zu sagen, dass der Nachwuchs aber auch die Erwachsenen Nachholbedarf haben.

Durchschnittlich 15 Prozent der getesteten Schüler fehlte es an Basiskenntnissen. Sie konnten im besten Fall eine simple Entscheidung über ihre täglichen Ausgaben treffen. Die besten Ergebnisse legten Schanghai und Belgien vor. Während bei den Schülern der beiden bestplatzierten Länder keine großen Unterschiede zu erkennen waren, sieht es bei den Erwachsenen anders aus. Zwischen Männern und Frauen herrschen teils große Wissensunterschiede.

Gurría kommentierte das Ergebnis wie folgt: »Eine weitere Erkenntnis der Studie ist, dass Schüler aus finanziell stärkeren Verhältnissen besser abschneiden.« Königin Maxima ergänzt seine Aussage: »Die Ergebnisse sind für viele Länder ein Anstoß zum Umdenken.«

Zinseszins-Effekt weitestgehend unbekannt

Es ist erstaunlich und gleichzeitig auch traurig, wie wenige Jugendliche bereit sind, das moderne Leben anzugehen. Die Leiterin des International Pension Teams von Allianz Asset Management, Brigitte Miksa, ist sich sicher, dass dringender Handelsbedarf besteht. Wenn der Nachwuchs nicht lernt, wie Zinsen funktionieren, können sie später Risiken und Chancen nicht einschätzen geschweige denn Versicherungen, Investmentfonds oder andere Produkte in Anspruch nehmen. Es geht um ihr finanzielles Wohlergehen.

Ein Blick über die Studie macht allerdings klar, dass die Probleme zu Hause beginnen. Frühere Untersuchungen der OECD zeigen, dass insbesondere Frauen großen Nachholbedarf besitzen. Einer Studie von Annamaria Lusardi (George Washington School of Business) und Olivia Mitchell (University of Pennsylvania) zufolge können nur etwa 30 Prozent aller befragten Frauen in den USA simple Fragen zu Zinseszins, Diversifikation und Inflation beantworten. Vergleichbare Ergebnisse gibt es in Frankreich und Japan.

Informationen zur Studie

Die PISA-Studie zur Überprüfung der Finanzkompetenz von Schülern ist die weltweit erste ihrer Art, die durchgeführt wurde. Im Rahmen der Studie wurden 15- und 16-jährige Schüler im Umgang mit Bankkonten und Kreditkarten, dem Managen und Planen von Finanzen, Konsumrechte und -pflichten in finanziellen Verträgen sowie Gegenleistungen und Risiken getestet. Die Studie wurde am 09.07.2014 in Paris präsentiert.

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