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"Standortanalyse für Ihren Standort in Hannover mit dem Online Standortcheck verfügbar!"

Sie erhalten damit kostenlos Informationen zu Bevölkerung, Beschäftigung und Arbeitslosigkeit, durchschnittlichem Einkommen und Verkehrsstatistik:

Beispiel für die Städteinformationsseite von Hannover

Für Ihre Standortentscheidung können Ihnen diese Informationen sicher bei einer Vorauswahl helfen. Sie sehen dann außerdem, für welche Dienstleistungen und Einzelhandelssortimente der Online Standortcheck verfügbar ist, so dass Sie gleich mit der ebenfalls kostenlosen Berechnung für ein Einzugsgebiet weiter fortfahren können.

Zum heutigen Tag sind die Daten für die folgenden, 50 größten Städte Deutschlands verfügbar, gb consite wird das Angebot aber kontinuierlich ausbauen:

Dieser Artikel ist Teil 16 von 16 der Serie

Nachdem nun der Kapitalbedarfsplan und der Finanzierungsplan als Teil des Finanzplans vorgestellt wurde, verbleibt es nun noch die Umsatzentwicklung sowie die Rentabilitätsvorschau. Im folgenden soll grundlegend geklärt werden, wie Sie bei der Erstellung einer Umsatzprognose vorgeht und wie dieser ermittelt der Umsatz in die Rentabilitätsvorschau einfließt.

c.    Die Umsatzentwicklung oder Umsatzprognose

Die Umsatzentwicklung ist Teil der Rentabilitätsvorschau, welche im nächsten Punkt unter die Lupe genommen wird. Eine Umsatzentwicklung sollte über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren erstellt werden. Wobei das erste Jahr meist nicht aus 12 Monaten besteht, sondern je nach Geschäftseröffnung weniger als 12 Monate umfasst. Die Planung oder Vorschau des zu erwartenden Umsatzes ist nicht unbedingt eine einfache Angelegenheit. Im Zweifelsfall nutzen Sie die Hilfe eines Gründungsberaters. Einfacher wird die Angelegenheit, wenn Sie bereits im Vorfeld Aufträge erhalten haben oder Aufträge von künftigen Auftraggebern mit ziemlicher Sicherheit abschätzen können. Sollten Sie allerdings ohne jegliche Vorahnung an eine derartige Umsatzermittlung herantreten, so arbeiten Sie bitte realistisch und versuchen lieber zaghafter als zu forsch die Umsätze einzuschätzen. So vermeiden Sie eine risikoorientierte Einschätzung hinsichtlich Ihrer zukünftigen Liquidität und Ihres unternehmerischen Erfolges. Allerdings ist es notwendig die Umsätze weitestgehend realistisch zu ermitteln, da eine zu knapp bemessene Umsatzermittlung zu einer zu hohen Fremdkapitalaufnahme führen kann, was wiederum zu überhöhten Zinsbelastungen führt. Berücksichtigen Sie in Ihrer Umsatzberechnung auch die Gewährung von Skonti, Rabatten oder anderen Preisnachlässen. Erläutern Sie einzelne Positionen Ihrer Planung, so dass ein Fachfremder Ihre Berechnungen nachvollziehen kann. Eine einfache und sichere Vorgehensweise ist die der Rückwärtskalkulation. Tragen Sie zunächst in der Rentabilitätsvorschau alle Aufwendungen und Kosten zusammen und ermitteln darauf aufbauend die nötigen Umsätze, um diese Kosten decken zu können. Der so ermittelte Umsatz ist der Minimalumsatz, der also auf jeden Fall monatlich oder jährlich erreicht werden muss. Ist dieser Minimalumsatz bekannt, können Sie auf die notwendigen Stückpreise oder Verkaufsmengen schließen. Diese Verkaufsmengen geben Ihnen Auskunft über die Möglichkeit oder Unmöglichkeit der Umsetzung der Geschäftsidee.

Beispiel:

Es wurden mtl. Gesamtkosten von 3.000 EUR ermittelt. Sie müssen also mindestens 3.000 EUR Umsatz pro Monat erzielen, um einen Gewinn von 0 EUR zu erwirtschaften. Gehen Sie von einem Gewinn von mindestens 1.000 EUR aus, da Sie ja auch Geld für die private Lebenshaltung benötigen. Somit müssen schon monatlich 4.000 EUR umgesetzt werden. Bei einem angenommenem Verkaufspreis von 10 EUR je Stück müssten Sie also 400 Stück monatlich verkaufen, was eine tägliche Verkaufsmengen von 16 Stück (400 St / 25 Tage je Monat) entspricht. An dieser Stelle können Sie als Fachmann in Ihrer Branche selbst entscheiden, ob es noch realistisch ist, das Produkt zu verkaufen. Ggf. müssen Sie nun das Konzept neu kalkulieren und überdenken.

d.    Rentabilitätsvorschau

Die Ermittlung Ihrer künftigen Rentabilität durch eine Rentabilitätsvorschau (auch Ertragsvorschau genannt) ist nicht nur für Sie als Unternehmer, sondern auch für Ihre künftigen Investoren, Gläubiger oder Geldgeber von entscheidender Bedeutung. Die Rentabilitätsvorschau können Sie entweder mit einer Software elektronisch, einer Vorlage schriftlich oder mit der Hilfe einer fachkundigen Gründungsberaters erstellen.

Die Ertragsvorschau wird, wie alle anderen finanztechnischen Berechnungen, über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren erstellt. In Ihr stellen Sie die Umsatzerlöse und andere Einnahmen Ihres Unternehmens den Aufwendungen gegenüber. Somit ermitteln Sie das Betriebsergebnis und können Ihren Gläubigern über die entsprechende Berichtsperiode einen solides oder stetiges Wachstum nachweisen. Die Umsatzerlöse resultieren aus obiger Berechnung zur Umsatzentwicklung. Zu den Betriebsausgaben zählen neben Personalkosten, Mieten- und Pachtaufwendungen, den Kreditzinsen auch die Betriebssteuern, Betriebskosten, die Abschreibungen und sonstige Kosten.

Die Betriebskosten werden aus KFZ Kosten, Versicherungen, Raumkosten und sonstige Aufwendungen gebildet. Sonstige Aufwendungen beinhalten Bürobedarf, Literatur, Buchhaltungskosten, Werbekosten, Verpackungskosten, Kosten für Werkzeuge und Kleingeräte, Telefon- und Faxaufwendungen, Internetkosten, Porto, Reinigungskosten und anderes mehr. Weitere Betriebsausgaben können Sie im Lexikon der Betriebsausgaben recherchieren. Nutzen Sie auch unsere Vorlage und unseren Onlinerechner zur Rentabilitätsvorschau!

All die beschriebenen Komponenten bilden in der Summe den Finanzplan Ihres Businessplans, welcher dem Leser einen Einblick über die finanziellen Entwicklungsmöglichkeiten des Unternehmers verschaffen sollen.

Existenzgründer müssen neben einer zündenden Geschäftsidee auch bei den kaufmännischen Abläufen punkten. Denn ohne einen gewissen Grad an betriebswirtschaftlichem Know-how wird auch die beste Idee nicht erfolgreich sein. Wir geben Ihnen 7 Tipps, auf die Sie bei der Wahl einer kaufmännischen Lösung achten sollten.

 

Endlich auf eigenen Beinen stehen! Kein Chef, der einen zu Überstunden verdonnert, sondern man selbst verschiebt den Feierabend auf später. So sehen Vorstellung und gleichzeitig Realität vieler Existenzgründer aus. Ein eigenes Unternehmen führt meist zu einem radikalen Lebenswandel. Nach der zündenden Geschäftsidee und einem überzeugenden Businessplan fangen die Herausforderungen nämlich erst an. Behördengänge, Papierkram mit Verbänden und "nebenbei" Kunden gewinnen und Aufträge generieren.

 

Damit nach dem Anstoß nicht gleich der Abpfiff kommt, müssen neben einem Top-Produkt oder einer klasse Dienstleistung aber auch die notwendigen Prozesse im Hintergrund stimmen. Dass heißt, dass auch so ungeliebte Themen wie die Buchhaltung und die kaufmännischen Abläufe professionell erledigt werden müssen: von der Angebotserstellung und Auftragsbestätigung bis hin zur Rechnung und gegebenenfalls Mahnung müssen diese Abläufe bei der Existenzgründung reibungslos funktionieren. Andernfalls ist schnell Ebbe in der Kasse und die Gründung gescheitert.

Nur wer also einen 360 Grad-Blick auf sein Unternehmen hat, behält den Überblick und somit auch seine Kunden. Denn die fachliche Kompetenz kann noch so groß sein: wenn Angebote auf sich warten lassen oder Rechnungen mehrmals versendet werden, sind die Kunden schnell verärgert.

  

Kundendaten und betriebswirtschaftliche Kennzahlen auf einem Blick

 

Doch wie kann man die Vielzahl an buchhalterischen Abläufen vernünftig managen? Konfuse Zettelwirtschaft sollte von Anfang an vermieden werden. Software-Programme wie Word und Excel sind ideal als Schreib- und Kalkulationswerkzeuge, haben aber nichts in der Buchhaltung und Warenwirtschaft zu suchen. So sollten Existenzgründer nicht davor scheuen eine professionelle kaufmännische Software einzusetzen. Es gilt als erstes kaufmännisches Know-how aufzubauen und eine Software auszuwählen, mit der das Management des eigenen Unternehmens ein Kinderspiel wird.

 

Für viele Gründer ist dieses Thema aber Neuland. Daher haben wir Ihnen 7 Punkte aufgelistet, auf die Sie bei der Auswahl einer betriebswirtschaftlichen Softwarelösung achten sollten:

1.      Wie ist das Bedienkonzept der Software angelegt? Eine intuitive Benutzeroberfläche und selbsterklärende Bedienung kann Berührungsängste nehmen.

2.      Sind alle Informationen, die ein Unternehmens-Chef benötigt, auf einen Blick ersichtlich? Ein Business Cockpit, das individuell angepasst werden kann und alle wesentlichen Kennzahlen auf einem Blick anzeigt, kann die Transparenz der Geschäftskennzahlen wesentlich erhöhen.

3.      Enthält das Programm von der Buchhaltung über die Warenwirtschaft bis hin zum Verwalten von Adressdaten alle Funktionen in einer Lösung und erlaubt die Arbeit auf einer Datenbasis? Ein Programm, das aus verschiedenen Modulen besteht und womöglich noch auf unterschiedliche Datenbasen zugreift, ist umständlich und kostet Zeit.

4.      Enthält die Software auch die Möglichkeit, neben Warenwirtschaft und Buchhaltung kleinere Marketing-Kampagnen aus dem Programm heraus zu starten und so gezielt Ihre Kunden z.B. an die jährliche Wartung oder einen besonders günstigen Kaufpreis zu erinnern?

5.      Erfüllt die Software alle Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung (GoB) und ist sie entsprechend zertifiziert?

6.      Neben dem Produkt spielt auch der Service bei der Wahl der Software eine große Rolle: Enthält das Angebot einen Wartungsvertrag, durch den sichergestellt ist, dass die Software kontinuierlich aktualisiert wird? Und gibt es kostenlose Updates, mit denen der Kunde bei allen relevanten gesetzlichen Aktualisierungen immer auf dem neuesten Stand arbeitet?

7.      Ein weiterer Aspekt ist die Qualität des Supports: Bietet das Softwarehaus die Möglichkeit, bei Installation, Einarbeitung oder im Alltag, Hilfe und Tipps von Experten einzuholen? Steht Ihnen - egal ob per Telefon, E-Mail oder Fax – ein fachkundiges Support-Team bei individuellen Fragen und Problemen zur Seite?

 

All in one: GS-Office 2010

 

Eine solche Kombination von Warenwirtschaft und Finanzbuchhaltung mit integriertem Service- und Support-Konzept, die auch eine 360 Grad-Sicht auf das Unternehmen erlaubt, findet sich zum Beispiel in der kaufmännischen Komplettlösung GS Office 2010 (www.gsoffice.de) von Sage. Das Unternehmen ist mit über 25 Jahren Erfahrung und 250.000 Kunden der führende Anbieter von betriebswirtschaftlicher Software im deutschen Mittelstand. Mit der neuen Softwarelösung GS-Office 2010 bietet Sage mittelständischen Firmen nun eine voll integrierte kaufmännische Komplettlösung, die ihnen mehr Zeit für das Wesentliche lässt: Denn anders als bei modularen Programmen zahlreicher konkurrierender Software-Anbieter, müssen die Anwender bei GS-Office nicht zwischen den verschiedenen Anwendungen wechseln, um Eingaben in der Warenwirtschaft oder Buchhaltung vorzunehmen. Vielmehr arbeiten sie nur noch in einer Software und auf einer Datenbank und verringern so den Aufwand für die Bearbeitung ihrer kaufmännischen Vorgänge um ein Vielfaches: Von der Angebotserstellung über die Auftragsbestätigung und Rechnungsstellung bis hin zur Auswertung seiner offenen Posten und Kosten erhält der Anwender eine 360 Grad-Sicht auf sein Geschäft. Sämtliche relevanten Daten stehen automatisch in einer Anwendung zur Verfügung und können sofort weiter verarbeitet werden. Eine doppelte Eingabe, Pflege oder Sicherung der Daten entfällt. Unternehmen können damit deutlich produktiver und schneller arbeiten, vereinfachen ihre Prozesse und schaffen so mehr Raum für das Wachstum ihres Geschäfts.

 

Eine betriebswirtschaftliche Software kann also dabei helfen, dass Existenzgründer nach dem Anstoß am Ball bleiben.

 

Autor: Anne Draeger, Sage Software GmbH

Dieser Artikel ist Teil 15 von 16 der Serie

Dieser Abschnitt ist durch das Zahlenmaterial des jungen Unternehmens gekennzeichnet. Zeigen Sie dem Gläubiger, dass Ihr Unternehmen auf Sicht von drei Jahren effizient und rentabel sein wird. Dazu müssen Sie den Kapitalbedarf, das Finanzierungskonzept, Ihr Eigenkapital, das nötige Fremdkapital, eine Umsatzplanung, eine Rentabilitätsvorschau sowie eine Liquiditätsplanung erstellen und so Ihr Unternehmen präsentieren. Zu dieser Thematik gibt es auf dem Markt eine Reihe von Instrumenten, welche Sie bei der Zusammenstellung der Unternehmenszahlen unterstützen. Das stellt Sie aber nicht davon frei die Unternehmenskennzahlen und das nötige Zahlenmaterial der Firma selbst nach zurechnen und im Überblick zu behalten. Diese Aufgabe kann im Zweifel zusammen mit einem Steuerberater oder einem Unternehmensberater durchgeführt werden. Die Kennzahlen im Einzelnen.

Fremd- und Eigenkapital

Die Höhe des Eigenkapitals beschreibt das Bargeld und die Sacheinlagen, welche Sie in das Unternehmen einbringen werden. Darüber hinaus können Sie das noch notwendige Kapital von einem Kreditinstitut für eine gewisse Laufzeit borgen. Auf diese Weise steht für die Investitionen ein Kapitalblock bereit, welcher sich aus Fremd- und Eigenkapital zusammensetzt. Der Kapitalbedarfsplan zeigt, wie hoch der Bedarf an Eigen- und Fremdkapital für die zu tätigenden Investitionen sein wird. Darüber hinaus sollten Sie ein gewisses Polster für unvorhergesehene Anschaffungen, Investitionen und für Ihre private Lebensführung vorhalten. Beachten Sie bei der Kalkulation Ihrer Finanzen, dass während der Zeit der Tilgungsjahre eine finanzielle Mehrbelastung auf Ihr Unternehmen zukommen wird. Diese finanzielle Belastung setzt eine entsprechende Liquiditätsstruktur Ihres Unternehmens voraus. Lesen Sie dazu die Ausführungen zum Liquiditätsplan. Im Zusammenhang mit der Frage der Fremdfinanzierung steht immer die Frage der geeigneten Rücklagen und Sicherheiten. Da die meisten Unternehmen aus einer privaten Situation heraus entstehen und somit meist als Personengesellschaften oder Einzelunternehmen gegründet werden, sind die Sicherheiten im Wesentlichen aus Ihrer Privatsphäre heranzuziehen. Dies bedeutet auch für Ihre persönliche Situation ein gewisses Risiko, was bei der Fremdkapitalplanung berücksichtigt werden sollte.

a.    Der Kapitalbedarfsplan

In der Kapitalbedarfsplanung (auch als Investitionsplanung bezeichnet) fassen Sie sämtliche zukünftige Investitionen im Unternehmen in einer Übersicht oder einer Tabelle zusammen. Für diese Tätigkeiten gibt es auf den Markt bzw. im Internet zahlreiche Vorlagen, welche die Erfassung und Strukturierung erleichtern. Der Kapitalbedarf wird häufig in langfristige Investitionen (Anlagevermögen), mittel- und kurzfristige Investitionen, Aufwendungen oder Betriebsmittel, Gründungskosten und privat veranlasste Investitionen gegliedert. Über die Zusammenstellung oder den Inhalt der Kapitalbedarfsplanung gibt es verschieden Methoden und Modelle, so dass Sie die erwähnten Vorlagen immer in verschiedenen Ausführungen finden werden. Übrigens: Ihren Kapitalbedarfsplan können Sie auch mit unserem kostenlosen Onlinerechner vorbereiten oder selbst erstellen. Der Kapitalbedarf wird grundsätzlich folgendermaßen unterteilt:

Privater Kapitalbedarf

Um den Kapitalbedarf Ihres Unternehmens ermitteln zu können, müssen Sie sämtliche Aktivitäten in Ihrem Unternehmen erfassen, welche zu finanziellen Auszahlungen führen. Somit sind auch Entnahmen von Geldern für Ihre private Lebensführung unter diesem Stichwort zu fassen. Da Sie von Ihrem Unternehmen leben und sämtliche privaten Ausgaben begleichen müssen, ist es notwendig, dass Sie regelmäßige Entnahme berücksichtigen. Unter der Entnahme ist z.B. die monatliche Umbuchung eines bestimmten Geldbetrages vom Geschäftskonto auf Ihr Privatkonto zur privaten Verwendung zu verstehen. Es ist vorteilhaft einen Plan zur Ermittlung der privaten Ausgaben erstellen, den privaten Kapitalbedarfsplan. Dieser Plan beinhaltet die Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer oder Kfz-Steuer, die Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung, Lebensversicherung, Unfallversicherung und andere private Versicherungen. Aber auch private Mieten und Betriebskosten sowie Kosten für die Lebensführung, so z. B. Lebensmittel.

Betrieblicher Kapitalbedarf

Neben dem privaten Kapitalbedarf ist der betriebliche Kapitalbedarf festzustellen und in Ihren Kapitalbedarfsplan aufzunehmen. Der betriebliche Kapitalbedarf stellt im Wesentlichen die Betriebsausgaben dar. Darüber hinaus dürfen in Ihrem Kapitalbedarfsplan Grundstücke, Gebäude, Renovierungsmaßnahmen oder Instandsetzungsmaßnahmen, Maschinen, Geräte, Betriebs- und Geschäftsbedarf, Fahrzeuge usw. nicht fehlen. Selbstverständlich müssen Sie auch Waren anschaffen, so dass diese Aufwendungen ebenfalls aufzunehmen sind. Personalkosten, Bürobedarf, Telefon, Mieten, Zinsaufwendungen, Fahrzeugkosten, Buchführungskosten, Steuerberatungskosten, Rechtsanwaltskosten, Gründungskosten und vieles andere mehr sind ebenfalls Positionen in Ihrem Kapitalbedarfsplan.

Darüber hinaus werden Sie in der ersten Zeit Ihres neuen Unternehmens einen gewissen Bedarf an Geld für Werbemaßnahmen, für fehlerhafte Planungen oder Organisation oder ähnliche Aufwendungen benötigen. Unter Umständen ist es auch wichtig die Investitionsplanung in Investitionen vor der Gründung und Investitionen nach der Gründung aufzuteilen. Nutzen Sie unsere Vorlage zum Kapitalbedarfsplan! Nicht vergessen: Der betriebliche Kapitalbedarfsplan kann und wird von der steuerlichen Gewinnermittlung für das Finanzamt abweichen.

b.    Der Finanzierungsplan

Nach dem Sie im Kapitalbedarfsplan festgestellt haben, wie hoch die notwendigen Investitionen für Ihr Unternehmen sein werden, beschreiben Sie nun, wie dieser festgestellte Kapitalbedarf gedeckt wird. Oder anders ausgedrückt: Von wem bekommen Sie das nötige Kapital? Auch hier haben Sie wieder verschiedene Möglichkeiten. Sie können Ihr eigenes Kapital oder Sacheinlagen (Finanzierung mit Eigenkapital) nutzen, um die notwendigen Investitionen zu realisieren. Erstellen Sie sich eine Checkliste, um den Umfang Ihres Eigenkapitals ermitteln zu können.

Folgende Fragestellungen sollten Sie berücksichtigen:

Habe ich Ersparnisse und kann ich diese in meinem Unternehmen einsetzen?
Wie werden sich diese Ersparnisse bis zur Geschäftseröffnung entwickeln?
Können Sie andere Kapitalanlagen wie Versicherungen, Aktien, Bausparverträge oder Investmentfonds für Ihre Gründung nutzen?

Bitte bedenken Sie, dass Sie auch für Ihre zukünftige Absicherung entsprechende Rücklagen vorhalten sollten.

Eine andere Möglichkeit, um an liquide Mittel für Ihre Unternehmensgründung zu gelangen, ist die Aufnahme eines Darlehens bei engen Verwandten oder Bekannten. Mit niedrigen Zinssätzen, können Sie so Ihre Liquidität entscheidend verbessern. Allerdings sollte auch hier nicht auf Darlehensverträge und die Festsetzung entsprechender Konditionen verzichtet werden. Beteiligungen Ihrer Geschäftspartner oder Gesellschafter, sind in diesem Sinne natürlich auch Eigenkapital, welches Ihrer Firma zur Verfügung steht. Nutzen Sie unsere Vorlage Finanzierungsplan und unseren Onlinerechner zum Finanzierungsplan!

Dieser Artikel ist Teil 14 von 16 der Serie

Unter diesen Stichpunkt verbirgt sich für Sie die Möglichkeit dem Leser Ihres Planes mögliche Chancen hinsichtlich der Expansion, der Marktetablierung, der Gewinnsteigerung und der Erwirtschaftung des geliehenen Kapitals aufzuzeigen. Umschreiben Sie die drei größten Chancen, welche die weitere Entwicklung Ihres Unternehmens positiv beeinflussen können. Daneben dürfen Sie aber beispielsweise einem Kreditinstitut, als Leser Ihres Businessplans, die drei größten Risiken Ihren zukünftigen Unternehmenstätigkeit nicht verschweigen. Allerdings sollten Sie es vermeiden, die Chancen – Risiken – Analyse in eine „Schönfärberei“ umzugestalten oder die neue Firma nur noch am Rande des Abgrunds zusehen. Zur Erkennung der Chancen und Risiken kann zum Beispiel die Swot Analyse genutzt werden. Auch die Methoden der Selbstbeurteilung dienen diesem Teil des Businessplans, um die eigenen Stärken und Schwächen und somit die Chancen und Risiken des Unternehmens herauszufinden. Weitere Methoden für das Management eines Unternehmens haben wir in unserer Reihe zu den Managementtechniken zusammengefasst. Vereinfacht kann man die Chancen in der Konkurrenz suchen. Gerade das, was in der eigenen Firma verbesserungswürdig erscheint, das was die Konkurrenz bereits besser kann oder macht ist für das eigene Unternehmen immer eine Chance. Risiken liegen in der Regel immer in der Finanzierung oder bspw. dem sich verändernden Absatzmarkt. Insbesondere dem letzteren kann man mit Flexibilität und wohl überlegten Handlungen entgegenwirken. So können Sie die bereits beschriebenen Risiken immer durch gekonnt umschriebene Gegenaktionen entkräften, was nicht heißen soll, dass es keine Risiken gibt. Ein gut geführtes Unternehmen mit einem wachen Management kann jedoch Risiken frühzeitig am Markt erkennen und entsprechend entgegenwirken.

 

Dieser Artikel ist Teil 13 von 16 der Serie

Die Rahmenbedingungen wie vertragliche Verpflichtungen, Pflichten und Rechte gegenüber Behörden und anderen Unternehmen sowie die in- und externe Organisation eines Unternehmens sind nur einige Bestandteile, welche insbesondere durch die Rechtsform bestimmt und geregelt werden. Die Rechtsform wird in vielen Fällen durch einen Vertrag schriftlich fixiert. Vereinbarungen können aber auch durch eine mündliche Absprache festgelegt werden. Einige Rechtsformen verlangen allerdings die Schriftform oder auch die notarielle Beglaubigung. Die Rechtsform bestimmt über die zukünftigen Haftungsverhältnisse des Unternehmens. Aber auch die Geschäftsführung und –vertretung wird durch die Wahl der Rechtsform und den damit verbundenen vertraglichen Vereinbarungen eindeutig festgelegt. Die Wahl der Rechtsform geschieht in aller Regel einmalig mit der Gründung des Unternehmens. Es ist allerdings auch möglich, die Rechtsform während der geschäftlichen Tätigkeit der Unternehmung zu wechseln. Das geschieht z.B. dann, wenn aus einer Personengesellschaft eine Kapitalgesellschaft werden soll. Jeder Gründer sollte seine eigenen Maßstäbe, Gesichtspunkte und künftigen Absichten analysieren und daraus die optimale Rechtsform des künftigen Unternehmens herleiten. Zur Entscheidungsfindung sollte eine fachkundige Beratung durch eine zugelassenen Rechtsanwalt oder Steuerberater sowie auch durch die zuständige Industrie- und Handelskammer oder die Handwerkskammer in Anspruch genommen werden. Das Ergebnis kann dann in diesem Abschnitt des Businessplans erläutert werden. Insbesondere die Analyse der künftigen Rechtsform soll den Gläubiger zur Investition oder einer anderen zustimmenden Handlung bringen. Warum wird gerade diese Rechtsform gewählt? Wo liegen die Vorteile gegenüber einer anderen Rechtsform, insbesondere der von der Konkurrenz gewählten Rechtsform? Welche Möglichkeiten bestehen künftig bezüglich der gewählten Rechtsform? Analysieren Sie auch die mit der Rechtsform einhergehenden Nachteile, wie das Aufbringen von Stamm- bzw. Grundkapital, Haftungsvorschriften oder Verpflichtungen zur Bilanzierung, Offenlegung und Publizität.

Dieser Artikel ist Teil 12 von 16 der Serie

Der Begriff Marketing wird häufig mit der Fernseh- oder Radiowerbung in Verbindung gebracht. Zum Marketing gehören allerdings weitaus mehr Fassetten als nur die schlichte Präsentation und Darstellung eines Produktes oder eine Dienstleistung durch bunte Bilder. Häufig wird der Begriff Marketing als die Gestaltung des Absatzbereiches verstanden. So wird die Marketingmaxime an der folgenden Aussage festgemacht: "Versuche nicht zu verkaufen, was bereits produziert wurde, sondern produziere, was sich verkaufen lässt." Zu den Instrumenten des Marketings gehören Produktgestaltung, die Preispolitik, die Werbung und die Absatzmethoden.

Die Preispolitik

Der Preis Ihres Produktes oder Ihre Dienstleistung ist für Ihren zukünftigen Erfolg einer der ausschlaggebenden Kriterien. Beschreiben Sie die Preisfindung und die dazu genutzte Kalkulation. Welcher preisliche Strategie möchten Sie zukünftig verwenden? Legen Sie eher eine Niedrigpreisstrategie zu Grunde oder möchten Sie ein Premiumprodukt anbieten, welches einen sehr viel höheren Preis rechtfertigt als ein gewöhnliches Handelsprodukt. Weiterhin ist die Wettbewerbsfähigkeit ein äußerst wichtiges Kriterium für Ihr Unternehmen, was wiederum durch den Preis bestimmt wird. Eine der wohl wichtigsten Fragestellungen in diesem Zusammenhang ist die Frage nach den preislichen Vorstellungen Ihrer Konkurrenz. Bietet Ihrer Konkurrenz ein ähnliches Produkt zu gleichen Preisen oder ein besseres Produkt zu günstigeren Preisen an, so sollten Sie Ihre Preispolitik gründlichst überdenken, um zukünftige Risiken besser abschätzen und in den Griff zu bekommen.

Die Vertriebspolitik und Absatzmethoden

Durch den Vertrieb bringen Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung an Ihre Kunden. Möchten Sie Ihr Produkt nur im Internet verkaufen oder auch über den Ladentisch oder im Versandhandel? Diese und noch andere Vertriebswege ziehen jeweils verschiedene Strategien, Risiken und Möglichkeiten nach sich. Erläutern Sie die Fragestellungen wie viel Sie in welchem Zeitraum von Ihren Produkten verkaufen möchten.

Die Werbepolitik - Aufmerksamkeit erzeugen

Dieser Teil, die Werbung, ist für viele und gerade für kleine Unternehmen ein wichtiger Bestandteil, Ihre Produkte oder Dienstleistung an Ihre Zielgruppe zu bringen. Dabei ist es von äußerster Wichtigkeit das junge Unternehmen mit seinen neuen Produkten und Dienstleistungen bekannt zu machen, so dass der Kunde bei der nächsten Begegnung mit Ihren Produkten oder Ihrer Werbung sich an Sie und Ihr neues Unternehmen erinnert. Um das zu erreichen, gibt es eine schier unendliche Palette an Möglichkeiten von Werbemitteln und Werbeträgern. Beschreiben Sie in diesem Abschnitt ihres Businessplans die von Ihnen einzusetzenden Möglichkeiten, Ihr Unternehmen und damit auch Ihre Produkte und Dienstleistungen öffentlich und bekannt zu machen, um so nachhaltig den Absatz zu steigern. Zur Verfügung stehen Zeitungswerbung, Flyer, Radiowerbung (die ist oft günstiger als Sie denken) oder der Aufbau eines Handelsvertretervertriebes. Auch im Internet sind vielfältige Werbeformen denkbar und sollten in diesem Abschnitt erläutert und vorgestellt werden.

Dieser Artikel ist Teil 5 von 16 der Serie

Hinsichtlich des Personals sind im Businessplan eine Vielzahl von Kriterien zu beachten. Sollten Sie zukünftig vorerst kein Personal benötigen, so können Sie diesen Abschnitt relativ kurz fassen. Allerdings sollte man zukunftsorientiert die Möglichkeit in Erwägung ziehen, seine Arbeit oder die Expansion des Unternehmens durch zusätzliches Personal zu erleichtern oder voranzutreiben. Für Sie als junger Existenzgründer ist es jedoch von Vorteil, wenn Sie die Arbeiten in Ihrem Unternehmen zunächst selbst erledigen können. So sparen Sie Personalkosten, bürokratischen Aufwand durch die Anmeldung Ihres Personals bei Krankenkassen, Finanzämtern und Berufsgenossenschaften und letztendlich wertvolle Zeit, von der sie als Jungunternehmer anfangs zu wenig haben werden. Das Thema „Personal“ kann sinnvollerweise durch die Unterthemen Personalbedarf, Personalfindung, Personalführung, Aus- und Weiterbildung, Arbeitszeiten oder rechtliche Fragestellungen ergänzt werden. Beachten Sie auch das Thema der Freelancer, also der freien Mitarbeiter, welche flexibel eingesetzt und auf Honorarbasis bezahlt werden können.

Zahlreiche Gründer bedienen sich heute für die Erstellung des eigenen Geschäftskonzeptes an einer Businessplan-Vorlage und versuchen, durch diese die Kosten für einen professionellen Unternehmensberater zu sparen. Die Vorlagenangebote, die auf dem Markt präsent sind, unterscheiden sich jedoch in wichtigen Punkten stark voneinander. Grund genug, um fünf Angebote genauer unter die Lupe zu nehmen.

Das Friseur Businessplan Set von Gründung24

Gründung24 bietet unter dem Friseur Businessplan Set Gründern durchaus eine hilfreiche Grundlage. Neben einem Word-Dokument für den Businessplan erhalten die Kunden von Gründung24 zahlreiche weitere Informationen und Downloadlinks für verschiedene BMWi-Materialien. Die Worddatei des Angebotes umfasst acht Seiten, auf denen gerade rechtliche Aspekte zum Gewerbe ohne vorhandenen Meisterbrief zu finden sind.

Das gesamte Dokument verfügt über einen neutralen, jedoch in jedem Fall auch schlichten Sprachstil. Die Materialien beziehen sich jedoch ausschließlich auf ein Reisegewerbe und lassen sich demnach auch nur schwer auf andere Firmenvarianten übertragen. Dem Set von Gründung24 fehlt jedoch die komplette Finanzplanung. Auf diese wird über Links in Verbindung mit den BMWi Materialien hingewiesen.

EWU-Verlag: Businessplan Friseur

Der EWU-Verlag bietet mit dem Businessplan Friseur ein Angebot, das ein gutes Preis-Leistungsverhältnis aufweist. Allerdings müssen hierbei auch einige Abstriche gemacht werden. So sind die zusätzlichen Informationen, die der EWU-Verlag bietet, recht oberflächlich gehalten und können mehr durch ihre Masse anstatt die Klasse überzeugen. Der Businessplan ist bei diesem Angebot als handliche Word Datei eingebettet.

Im Gegensatz zu Gründung24 erhalten die Kunden beim EWU-Verlag zudem eine Finanzplanung in Form einer Excel-Tabelle. Zudem steht eine Vorlage für ein individuelles Kassenbuch zum kostenlosen Download bereit. Allerdings fehlt es dem Businessplan an dem Vermerk, dass dieser inhaltlich individuell angepasst werden muss. Umfangreich ist hingegen das Zahlenwerk, das sich in Form von 19 Tabellen und Grafiken ausführlich mit verschiedensten Aspekten auseinandersetzt.

Gründerplan Businessplan Friseur

Der Businessplan von Gründerplan umfasst neben einem ausführlichen Konzept auch das nötige Zahlenmaterial. Das gesamte Angebot wird durch Zusatzinfos ergänzt. Ein Nachteil ist jedoch, dass die überwiegende Zahl der Links auf kostenpflichtige Vorlagen verweist. Der Businessplan wird in einem Word-Dokument angeboten und erstreckt sich über 20 Seiten.

Das Textmaterial ist ausführlich und ebenso gut formuliert. Zudem wird es durchgehend neutral gehalten. Das Angebot von Gründerplan umfasst jedoch keine Vorlage für den eigenen Lebenslauf. Auch beim Zahlenwerk sind alle wichtigen Informationen vorhanden. So umfasst es acht Tabellen, die sich unter anderem mit der einem Liquiditätsplan und einer Kostenübersicht auseinandersetzen.

Businessplan für einen Friseursalon von Formblitz

Formblitz bietet eine recht günstige Businessplan-Vorlage, die aber nicht nur durch den Preis, sondern letztlich auch durch die Inhalte überzeugen kann. Allerdings müssen die Gründer bei diesem Angebot auf Zusatzinformationen verzichten, denn diese fehlen in dem Paket gänzlich. Der Aufbau von Businessplan und Zahlenwerk sind so einfach, dass beide Elemente auch durch ungeübte Hände problemlos bedient werden können.

Die Worddatei, die den Businessplan bildet, umfasst insgesamt 23 Seiten und enthält zahlreiche nützliche Informationen, die sich unter anderem auch mit einem Marktvergleich auseinandersetzen. Ergänzt werden diese durch einzelne Zahlen. Auch die Finanzplanung von Formblitz ist sehr ausführlich und umfasst insgesamt 12 Tabellen.

BMWi Softwarepaket 9.2

BMWi bietet mit dem Softwarepaket 9.2 nicht nur eine professionelle, sondern auch kostenlose Lösung für alle Gründer. Die Datenmenge ist sehr umfangreich und so werden neben den zahlreichen speziellen Informationen zum Businessplan auch E-Learning Angebote gewährt. Alle Hinweise, die im Businessplan und auch in der Finanzplanung enthalten sind, werden ausführlich erläutert und sorgen somit für eine optimale Verständlichkeit. Zum Softwarepaket wird auf dem PC eine separate Benutzeroberfläche installiert, durch die die Bedienung vereinfacht werden soll. So sind unter anderem auch die Inhalte der Finanzplanung in ein eigenständiges Programm eingebettet.

Quelle: Starting Up, Juni/Juli/Aug 09, S. 53

Dieser Artikel ist Teil 11 von 16 der Serie

Management – für viele ein neumodischer, unklarer oder sehr weitläufiger Begriff. Was heißt eigentlich Management? Sie kenne vielleicht die Redewendung „Etwas managen.“ – das Management in einem Unternehmen verhält sich ähnlich. Es soll lenken, ordnen, planen und strukturieren, um so das Unternehmen schnell und sicher zum festgelegten Unternehmensziel zu bringen.

Die Gründerperson oder das Gründungsteam

Ohne Sie würde es künftig dieses neue und junge Unternehmen nicht geben. Aus diesem Grund ist es für den Leser auch wichtig zu erfahren, wer Sie sind und warum Sie dieses Unternehmen gründen möchten. Im Anschluss an den Businessplan wird ein separater Abschnitte mit ihrem Lebenslauf erscheinen. Sie können an dieser Stelle jedoch schon einige Informationen zu Ihrer Person anführen. Dabei sollten Sie auf Ihre Fähigkeiten, Ihre Erfahrung und den bisherigen Praxisbezug Wert legen. Der Leser muss das Gefühl bekommen, dass Sie genau der Richtige für diese Selbständigkeit sind. Ein Anderer könnte es nicht besser machen.

Anteil am Unternehmen oder Firmenbeteiligungen

In diesem Abschnitt können Sie an Ihrem Unternehmen beteiligte Personen oder Firmen kurz vorstellen sowie deren Qualifikationen und Führungsqualitäten beschreiben.

Qualifikationen

Ihre Qualifikationen lassen sich in persönliche Voraussetzungen, fachliche Voraussetzungen und Führungsvoraussetzungen unterteilen. Ihnen sollten einige Punkte hinsichtlich Ihrer persönlichen Voraussetzungen bewusst sein, so bspw. ob Sie gesund und körperliche fit sind, ob Sie zukünftig bereit sind mehr als durchschnittlich viel zu arbeiten, die Bereitschaft auf den Verlust von Urlaub zumindest in der ersten Zeit. Darüber hinaus spielen auch Punkte wie Kritikfähigkeit, Stressbewältigung, Risikoeinschätzung, Überzeugungsfähigkeit und vieles andere mehr eine Rolle. Sie müssen sich im Klaren darüber sein, dass für Sie und Ihrer Familie sich zukünftig einiges ändern wird. Dazu sollten Sie von Ihrer Familie Unterstützung bekommen. Vom Rechnungswesen, über Sekretariatsarbeiten, Kalkulationen, grundlegendem Rechtswissen, Marketing- und Vertriebskenntnisse bis hin zum Improvisationstalent sollten Sie alles in Ihrem Unternehmen selbst können. Sollte Sie die ein oder andere Angelegenheit nicht selbst bewältigen können, so steht es Ihnen frei, einen Mitarbeiter dahingehend zu mobilisieren. Dies wird aber in der Mehrheit der Fällen nicht immer machbar sein, da Ihre Mitarbeiter, sofern Sie anfangs überhaupt welche beschäftigen können, im Rahmen Ihres Unternehmens eigene Aufgabenfelder zu bearbeiten haben. Somit müssen Sie das mangelnde oder fehlende Wissen bei anderen Unternehmen kaufen. Dieser Abschnitt soll Ihnen helfen der Frage nachzugehen, ob Sie grundlegend für eine selbstständige Tätigkeit geschaffen, bereit und im Stande sind.

Historische Beweggründe zur Unternehmensgründung

Sicher wird der eine oder andere Leser fragen, wie es zu dieser Firmengründung gekommen ist, welche Beweggründe damit ein hergingen und wie Sie die einen oder anderen Probleme gelöst haben. In einer kurzen Zusammenfassung können Sie Ihre Gründungsgeschichte an dieser Stelle umschreiben.

Dieser Artikel ist Teil 10 von 16 der Serie

Jeder Unternehmer sollte sich gründlich mit seiner Konkurrenz und den Märkten beschäftigen. Nutzen Sie Ihre Anonymität um Informationen Ihrer Konkurrenten zu erhalten. Möchten Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen nicht im Internet verkaufen, fällt die Beschaffung von Vergleichs- Wettbewerbs- und Konkurrenzdaten für gewöhnlich schwer. Aber gerade bei eBay oder allgemein im Internet ist es sehr leicht Umsatzzahlen, Verkaufspreise oder die Breite der Produktpalette des potenziellen Konkurrenten heraus zu finden. Von derartigen Daten und Möglichkeiten kann der Nichtinternetunternehmer nur träumen. Er ist auf statistische Erhebungen der IHK oder HWK angewiesen. Alternativ dazu, kann der Existenzgründer eine eigene Marktanalyse betreiben, um an entsprechende Daten und Zahlenmaterial zu kommen.

Zielgruppenanalyse

Ebenso wichtig wie der Gesamtmarkt ist der dort erzielbare Umsatz und natürlich die Zielgruppe des Existenzgründers und seines Unternehmens. Die Zielgruppe stellt die Summe der Menschen dar, welche für den Kauf Ihres Produktes oder die Inanspruchnahme Ihrer Dienstleistung in Frage kommt. Wenn Sie der Meinung sind, dass diese Analyse unnötig ist, dann bedenken Sie bitte, dass Sie künftig entscheiden müssen, mit welcher Maßnahme oder mit welcher Strategie Sie Ihr Produkt Ihrer Zielgruppe verkaufen. Analysieren Sie die Zielgruppe! Sind es bspw. Jugendliche, Teenager, Kinder oder ältere Menschen? Wird die Zielgruppe zielorientiert kaufen oder wahllos ungeordnet, so zusagen Gelegenheitskäufe tätigen?

Konkurrenzanalyse

In der Analyse seines Nachbaranbieters oder auch Wettbewerbers, versucht man sich mit dessen Problemen, Stärken, Schwächen, Potentialen, Strategien und Zielen zu beschäftigen. Somit erhalten Sie einen gewissen Marktüberblick und darüber hinaus kann man die Stärken und Schwächen des Konkurrenten zu seinem Vorteil nutzen. Seine Schwächen greifen Sie als Unternehmer auf, um Sie für ihre Zwecke auszubauen, so zu sagen „In der Wunde des Nachbarn richtig bohren“ seine Stärken wiederum sollten für Sie Ansporn und Anreiz zur Leistungssteigerung sein. Durch eine solche Analyse eröffnen sich nicht selten neue Möglichkeiten, an die der Wettbewerber noch nicht gedacht hat. Man nennt eine solche Möglichkeit auch „Marktnische“. Diese können Sie nun besetzen und damit richtig Geld abschöpfen, denn die Konkurrenz war ja noch nicht da und hat an diese Möglichkeit gedacht.

Dieser Artikel ist Teil 9 von 16 der Serie

Wesentlich genauer, umfangreicher und detaillierter sollten Sie in diesem Abschnitt Ihre Produkte oder Dienstleistungen beschreiben. Stellen Sie Ihre Produkte selbst her oder kaufen Sie Ware hinzu? Auf welche Art stellen Sie die Produkte her? Müssen Sie technische Voraussetzungen erfüllen oder gesetzliche Auflagen beachten? Schreiben Sie auch über notwendige Genehmigungen oder Formalitäten im Zusammenhang mit Ihren Produkten und Dienstleistungen. Ebenfalls sollten Sie den Leser informieren, ob Sie bestimmte Lizenzen, Patente o.ä. Rechte erwerben müssen. Nicht zu vergessen ist der Kundennutzen Ihres Produktes oder der Leistung. Schildern Sie das Besondere an Ihrem Angebot. Wie unterscheidet es sich von dem Ihrer Konkurrenz. Können Sie zu günstigeren Preisen anbieten, vielleicht aufgrund eines neuen Produktionsverfahrens oder anderer Vertriebs- und Einkaufskanäle? Eine lapidare These wie „Bei meinen Produkten handelt es sich um Handtaschen.“ werden Sie bei keinem Leser Eindruck und Aufmerksamkeit wecken können. Beschreiben Sie was Ihre Handtaschen so besonders macht, wie Sie sich von denen der Konkurrenz abheben. Eventuell können es ganz normale handelsübliche Handtaschen sein, welche jedoch durch ein individuelles Design entscheidend verändert wurden. Beschreiben Sie von wem Sie Ihre Waren beziehen. Im Dienstleistungssektor erwähnen Sie auch in Ihrem Businessplan welche Leistung Ihre Konkurrenz bietet und wie Ihre Leistung sich von dieser abhebt und unterscheidet. Dies kann sowohl preislicher als auch qualitativer Natur sein. Gehen Sie bei der Beschreibung Ihrer Produkte und Dienstleistungen auch auf mögliche Probleme in der Entwicklung, Herstellung oder Anschaffungsphase ein. Zeigen Sie die gefundenen Lösungsmöglichkeiten auf und geben so dem Leser das Gefühl eine fachlich fundierte Produkt- und Leistungsentwicklung zu verfolgen. Diese und ähnliche Fragen sollten Sie dem Leser aufzeigen, erklären und somit alle Zweifel hinsichtlich des Fundamentes Ihrer Firma – Ihres Produkts bzw. Ihrer Dienstleistung – ausräumen.

Dieser Artikel ist Teil 8 von 16 der Serie

Zunächst erscheint diese Gliederung etwas ungewöhnlich sogar unlogisch. Im Fall eines Businessplanes macht es jedoch Sinn, die Zusammenfassung an den Beginn der ganzen Ausarbeitung zu stellen. Warum das so ist, erfahren Sie im folgenden Abschnitte.

Durch die einleitende Zusammenfassung Ihres anschließenden Konzeptes können Sie dem Leser (dem Investor oder der Bank) bereits einen kleinen aber prägnanten Vorgeschmack auf Ihre Idee machen und ihm so signalisieren, dass er was verpassen würde, liest er das Konzept nicht weiter. Anders ausgedrückt: „Machen Sie dem Leser gleich zu Beginn des Businessplans den Mund wässerig.“ – er muss förmlich neugierig auf das Konzept werden. Dabei müssen Sie den Spagat zwischen alles verraten und interessant schreiben hinbekommen.

Der Umfang der Zusammenfassung

Businessplan TabelleDer Leser soll auf zwei bis drei Seiten, abhängig von Größe und Umfang des künftigen Unternehmens, in allen wichtigen Bereichen eine kleinen Einblick erhalten. Gehen Sie nicht davon aus, dass alle Leser auf Ihrem Wissensstand sind. Ein Leser, der nur Fachchinesisch zu lesen bekommt, legt die Lektüre nach den ersten zwei Absätzen beiseite und ist schnell der Meinung, dass das was er nicht versteht auch nicht gut sein kann.

Allerdings sollte es in der Einleitung auch nicht zu einem Werbefeldzug oder einer Art „Honig um den Bart schmieren“ kommen. Die Leser des Businessplans sind genau so verärgert, wenn sie bemerken, dass ihnen das blaue vom Himmel erzählt wird. Den richtigen Weg zwischen Übertreibung und einem positiven Schreibstil zu finden, ist nicht ganz einfach und wird sicher nicht beim erstem Mal gelingen. Auch hier gilt wieder: Das Geschriebene einem unabhängigen Dritten vorlegen und lesen lassen.

Was muss konkret in die Zusammenfassung rein?

a.    Idee und Konzept

Erläutern Sie dem Leser kurz, wie Sie zu dieser Idee kamen, auf welchen Gedanken die Gründung Ihres künftigen Unternehmens sich stützt. Gibt es Besonderheiten hinsichtlich Ihrer Geschäftsidee? Wie und wo sehen Sie Ihr Unternehmen in der Zukunft? Beschreiben Sie in wenigen Sätzen Ihre persönlichen kurz- und langfristigen Unternehmensziele.

b.    Produkte, Dienstleistungen und Kundennutzen

Dieser Abschnitt der Zusammenfassung des Businessplans soll die Leser über die von Ihnen entwickelten Produkte oder die von Ihnen angebotenen Dienstleistungen aufklären. Mit welchen Produkten handeln Sie? Welche Leistungen bieten Sie an oder welche Produkte stellen Sie her oder kaufen Sie Produkte hinzu? Letztlich die Frage: Wozu brauch der Kunde noch Ihre Leistung oder Ihr Produkt, wen es denn schon Ähnliches auf dem Markt gibt? Wo sehen Sie den Nutzen für den Kunden? Warum sollte der Kunde gerade Ihr Produkt erwerben oder Ihre Dienstleistung in Anspruch nehmen?

c.    Absatzmärkte, Kunden und Konkurrenz

Märkte bezeichnen die kurze Darstellung Ihrer Absatzgebiete. Wo erstrecken sich Ihre wichtigsten Märkte und Absatzgebiete? Gibt es „Ihr Produkt“ schon auf diesen Märkten? Wenn ja, was ist an Ihrem Produkt so besonderes, wie können Sie sich von der Konkurrenz abheben? Beschreiben Sie in wenigen Sätze die Konkurrenzsituation, wer bietet oder liefert was? Wie nehmen die Kunden das Angebot bisher auf und was können Sie in diesem bestehenden Markt verändern oder revolutionieren?

d.   Kapitalbedarf und Geschäftsleitung

Für interessierte Leser ist die Finanzierung der Geschäftsidee eine der wichtigsten Fragen. Wo erhalten Sie entsprechende Gelder her? Können Sie staatliche Fördergelder oder Zuschüsse nutzen? Müssen Sie gegebenenfalls Fremdkapital bei Kreditinstituten aufnehmen oder können Sie den Kapitalbedarf mit Ihren eigenen, persönlichen Mitteln decken? Eine weitere Möglichkeit der Kapitalbeschaffung könnte die Beteiligungen anderer Personen an Ihrem Unternehmen sein. Schildern Sie in diesem Fall dem Leser kurz, wer an Ihrem Unternehmen beteiligt und in welcher Höhe die Beteiligung anzusetzen ist. In diesem Zusammenhang ist die Frage relevant, inwieweit dieser/diese Gesellschafter einen Einfluss auf die Entscheidungsfindung, das operative Geschäft oder die Geschäftsleitung in Ihrem Unternehmen haben?

Selbstverständlich lassen sich einleitend noch mehr Informationen vermitteln. Dies sollte vom Gründer selbst abgeschätzt werden. Die Einleitung darf nicht zu leer und abgespeckt wirken, allerdings auch nicht aus allen Nähten platzen. Auch hier ist nichts gegen den guten Rat eines Fachmanns einzuwenden.

Sinn und Zweck der Zusammenfassung

Sicher erkennen Sie, dass die obigen Punkte in den folgenden Abschnitten erneut auftauchen und erläutert werden müssen. Der Unterschied zur Summary liegt lediglich in der Kürze und Prägnanz. Geben Sie also nur eine Zusammenfassung des Businessplans ohne nähere Erläuterung, denn diese sollen ja in den kommenden Abschnitten wiederholt werden und so den Leser langweilen. Dieser Abschnitt ist durch das Wesentliche und die Kunst dem Leser den Businessplan schmackhaft zu machen geprägt. Ihn dazu zu bringen, nach dem „Und weiter?“ zu fragen, die Wissbegierde in Ihm zu wecken. So wie das Kind, welches das Ende der Geschichte hören will, muss der Leser nach dem zusammenfassenden Abschnitt die Details lesen wollen. Verlieren Sie sich also nicht in Einzelheiten und schreiben Sie auch für einen Laien verständlich. Andernfalls werden Ihre nachfolgenden Ausführungen überhaupt nicht mehr beachtet.

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Das Inhaltsverzeichnis eines Businessplanes ist im Wesentlichen immer gleich gestaltet. Man sollte sich im Groben an die folgenden hier in unserer Serie beschriebenen Punkte halten, so kann man nichts vergessen. Arbeiten Sie nachfolgend einen nach dem anderen Punkt ab, so gelangen Sie sicher zum Ziel. Es ist sehr empfehlenswert dem Businessplan ein Inhaltsverzeichnis voran zu stellen. Gerade bei ausführlichen Konzepten verliert der Leser schnell den roten Faden und vergisst, an welcher Stelle er sich überhaupt befindet. Darüber hinaus vermittelt ein gut strukturiertes Inhaltsverzeichnis dem Leser das Gefühl, dass der Autor von dem was er schreibt Ahnung hat. Nur derjenige kann einen langen und umfangreichen Text zu einem bestimmten Thema strukturieren, der auch fachlich in der Materie steckt und somit seine Gedanken einteilen und sortieren kann.

Dieser Artikel ist Teil 4 von 16 der Serie

Diese Frage ist relativ einfach zu beantworten. Um eine Existenzgründerförderung zu erhalten, muss der Bundesagentur für Arbeit ein Geschäftsplan vorgelegt werden. Benötigt der Gründer darüber hinaus noch weitere finanzielle Mittel in Form von Krediten oder Fremdkapital im Allgemeinen, so werden auch Kreditinstitute, Förderbanken von Bund und Ländern und die Kapitalgeber einen Businessplan verlangen. Es ist also ein Fehler und Irrglaube, den Businessplan allein für die Bundesagentur für Arbeit zu erstellen. Jeder der berechtigtes Interesse an dem Unternehmen hat, verlangt ein Businessplan. Der Unternehmer muss dann entscheiden, ob und was er von dem Gläubiger hat und ob er aus diesem Nutzen heraus eine Kopie seiner Geschäftsidee, seines Konzeptes und seiner finanziellen Aufstellung preisgeben möchte. Getreu dem Motto: Wenn man von jemanden was will, muss man denjenigen auch überzeugen. Die Überzeugungsarbeit funktioniert nun mal mit einem Businessplan am besten. Im Zweifel muss der Gründer einen vertrauenswürdigen Berater befragen, um nicht jedem x-beliebigen Menschen sein Geschäftskonzept unter die Nase zu reiben und damit seine Geschäftsidee auf einem silbernen Tablett zu liefern.

Seit dem 28.4.09 können Existenzgründer in Vorbereitung zur Gründung und für ihren Businessplan beim Deutschen Patent- und Markenamt nach ihrer Geschäftsidee recherchieren. Eher gesagt nach dazu bereits angemeldeten Patenten, Marken, Geschmacksmustern oder Gebrauchsmustern. In dieser Datenbank kann jeder nach eingetragenen Schutzrechten suchen. So kann der Existenzgründer eine Kollision mit den Rechten Dritter bereits im Vorfeld vermeiden.

Auch die Überwachnungsrecherche zu bestimmten Themen kann über DPMAkurier erfolgen. Derzeit ist die recherche noch auf Marken und geografische Herkunftsangaben beschränkt, soll aber bis Ende 2009 auf Patente, Gebrauchsmuster und Topografien ausgeweitet werden.

Neuer Dienst unter: http://register.dpma.de/DPMAregister/Uebersicht

Alter Service: https://dpinfo.dpma.de/index.html

Recherche nach Stichwörtern möglich

Super das in der neuen Version (derzeit nur bei der Markenrecherche möglich) nicht nur eine Recherche nach Aktenzeichnen möglich ist. Hier ist auch die Suche nach Stichwörtern oder Schlüsselwörtern geschaffen worden, denn wer kennt schon das Aktenzeichen seines Konkurrenten? Dem Existenzgründer ist doch eher ein Stichwort oder Schlüsselwort zu einem Patent oder Muster bekannt. Er möchte doch lieber alle Patente zum Thema Holz oder Metall oder vielleicht Muster zum Thema Auto. Vielleicht auch Geschmacksmuster zum Stichwort Cola, Getränke oder Limonade sehen.

http://register.dpma.de/DPMAregister/marke/einsteiger

 

Der seit Dezember 2008 angekündigte Dienst zur internetbasierten Standortanalyse ist nun endlich verfügbar. Nach ca. 8-monatiger Entwicklungszeit können wir Ihnen unseren Service mit den beiden Paketen Plus und Basis ab sofort anbieten. In Zukunft werden wir Ihnen noch weitere Pakete und Ausbaustufen präsentieren können.

Mit dem Produkt Online Standortcheck bietet die gb consite GmbH seit Mai 2009 automatisierte Standortanalysen als Internet Service an und unterstützt damit Einzelhandel, stationäre Dienstleister und Existenzgründer dieser Bereiche bei der Standortsuche, Standortbewertung und Standortentscheidung.

Das Basispaket des Online Standortcheck ist für den Einzelhandel und auch für stationäre Dienstleistungen wie Frisör, Kosmetikstudio oder Solarium, etc. geeignet. Die Kunden erhalten neben der Makroanalyse eine räumlich differenzierte Untersuchung Ihres Einzugsgebietes. Im Rahmen der Wettbewerbsanalyse wird deren Konkurrenz untersucht und die Abruf- bzw. Einkaufswahrscheinlichkeit für deren Standort berechnet. Es werden als Mikroanalyse außerdem die Bereiche mit den meisten potenziellen Kunden ausgewiesen und wichtige Infrastruktureinrichtungen sowie Frequenzbringer in Ihrem unmittelbaren Umfeld dargestellt und aufgelistet. Das Basispaket bildet den größten Teil einer Markt- und Standortanalyse für einen Businessplan ab und hilft den Anwendern außerdem, zusätzliche Kundenpotenziale aufzudecken.

Standortanalyse BusinessplanDas Pluspaket des Online Standortcheck mit der zusätzlichen Umsatzprognose für den eigenen Standort und für die Wettbewerber liefert für die o.g. Branchen alle wesentlichen Informationen und Analysen, die die Kunden für die Markt- und Standortanalyse ihres Businessplanes im Rahmen der Existenzgründung eines Einzelhandelsgeschäftes benötigen und liefert gleichzeitig zusätzlich die Grundlagendaten für den Zahlenteil eines Businessplanes.
Neben der Anzahl und Verteilung potenzieller Kunden erhalten die Anwender im Pluspaket zusätzlich zum Basispaket eine räumlich differenzierte Modellberechnung des möglichen Umsatzes (Umsatzprognose) für sich und ihre Wettbewerber.
Dadurch wird nicht nur die Frage nach dem "wie viel", sondern auch nach dem genauen "wo" im Einflussbereich beantwortet:

  • Wo erreiche ich die meisten Kunden?
  • Wo sind vertriebliche Schwachstellen?
  • Wo sollte ich meine vertrieblichen Aktivitäten optimieren?
  • Wo kann ich die höchsten Umsätze erzielen?
  • Wo kann ich Frequenzbringer für eine Optimierung nutzen?

Basis für die Analysen sind neben Branchendaten, zahlreichen Daten des Bundes (Destatis, BBR) die einzelhandelsrelevante und allgemeine Kaufkraft der infas GEOdaten GmbH.

Beide Pakete arbeiten auf wissenschaftlichem Niveau mit den Methoden des modernen Geomarketing und sind online und auf Abruf verfügbar. Der Nutzer selbst gibt seinen Standort, seine Sortimente/Dienstleistungen und seine Wettbewerber an und erhält automatisiert einen umfassenden Standortanalyse-Bericht mit einer räumlich differenzierten Umsatzprognose des Einzugsgebietes sowie mit weiteren Informationen, die für die Standortsuche, Standortbewertung und Standortentscheidung wichtig sind. Beispielberichte liegen zum Download auf der Homepage der gb consite GmbH bereit.

Folgende Faktoren aus Makro- und Mikro-Analyse werden in diesem Ergebnisbericht kartografisch, tabellarisch und textlich berücksichtigt:

  • Beschaffungsorientierte Standortfaktoren (z.B. Verkehrsanbindung)
  • Absatzorientierte Standortfaktoren (z.B. Umsatzprognose, Kaufkraft, Konkurrenz)
  • Arbeitsorientierte Standortfaktoren (z.B. Arbeitsmarktkennzahlen)
  • Abgabenorientierte Standortfaktoren (z.B. Gewerbesteuerhebesatz)
  • Infrastrukturelle Standortfaktoren (z.B. Bildungseinrichtungen)

Der Kundennutzen besteht im Wesentlichen darin, dass mit dem Online Standortcheck die bisher nur im hochpreisigen B2B Geschäft verfügbaren komplexen Methoden eines ökonomischen Prognosemodells nunmehr auch für Endkunden auf dem Retail-Level zu sehr günstigen Konditionen verfügbar sind.
Dadurch erschließen sich hochwertige Standortanalysen einer breiten Kundengruppe, die nun in der Lage ist, eine Standorteignung vor Investoren, Kreditgebern, etc. fundiert unter Beweis zu stellen.
Möglich werden der günstige Preis und die Umsetzung dieser komplexen Methodik durch den Einsatz modernster und hocheffizienter Web 2.0 Technologien.

Weitere Infos unter http://www.standortanalyse.biz/

Dieser Artikel ist Teil 3 von 16 der Serie

Viele Fachleute bemängeln viele Fehler und viele Köche verderben den Brei. Aus diesem Grund möchten wir uns nicht dazu hinreißen lassen, mehrere duzend Beiträge zu vergleichen und den Jungunternehmer bei der Erstellung seines Businessplans komplette zu verwirren. Im Folgenden werde die wesentlichen und gröbsten Fehler aufgezeigt, welche für den Einen oder Anderen mehr oder weniger relevant sind. Ziel soll es lediglich sein, Hinweise und Anregungen zu geben. Es liegt ohnehin im Ermessen des Lesers über die Qualität des Geschäftsplanes zu urteilen.

Fehler Nr. 1: Mangelnde persönliche Qualifikationen

Ein typischer Fehler vieler Existenzgründer. Als Gründer muss man sich mit dem auskennen, was man später verkaufen oder anbieten möchte. Ein Existenzgründer, der sich mit dem Verkauf von Waren hauptberuflich beschäftigen möchte, sollte tunlichst im Handel schon einige Erfahrungen gemacht haben. Ein Gründung im Onlinehandel setzt Grundwissen in den Bereichen Internet und Softwareverständnis voraus. Immer wieder erleben wir, dass Existenzgründer sich mit einem Onlineshop selbständig machen wollen, jedoch keinerlei Interneterfahrungen und technisches Verständnis mitbringen.

Fehler Nr. 2: Mangelndes kaufmännisches Wissen

Ein Gründer sollte auch ein Mindestmaß an kaufmännischem und betriebswirtschaftlichem Wissen vorweisen. Das Argument: „Ich hab doch einen Steuerberater.“ ist hier keine Entschuldigung. Der Existenzgründer muss auch ohne den Steuerberater wissen, wie man eine Rechnung schreiben kann oder Einkaufspreise verhandelt und kalkuliert. Das sind nur drei Beispiele für kaufmännisches Handeln, was stets ohne Steuerberater sitzen muss. Das Fachwissen dieser und anderer Themen erfordert ein gewaltiges Maß an Selbstdisziplin und natürlich an Zeit, was ein junger Unternehmer in der Startphase in den seltensten Fällen hat. Daher gehören derartige kaufmännische Grundlagen zum Grundwissen des Unternehmers und keinesfalls zur Einstiegslektüre der Existenzgründung oder zum schnellen Lernen in einem Existenzgründerseminar.

Fehler Nr. 3: Unschlüssige und widersprüchliche Konzepte

kalulationEbenfalls ein häufiger Fehler von Existenzgründern, welcher spätestens in der Präsentation zu ungewollten Missverständnissen führt. Der Leser oder Zuhörer des Konzeptes erkennt die Widersprüche augenblicklich und stellt Fragen, welche beim Gründer zu verwirrenden und unprofessionellen Antworten führen. Somit wird eine Lawine der Unsicherheit beim Gründer losgetreten, die früher oder später den Jungunternehmer überrollt. Daher das Konzept im Vorfeld auf Widersprüche prüfen und etwaige Antworten auf zu erwartende Fragen überlegen. Fangfragen im Vorfeld analysieren und die Präsentationstechnik üben. Hilfreiche Artikel zum Thema Referate halten oder Wie Sie echt und souverän auftreten sowie Technik zum Deuten der Körpersprache sollten selbstverständlich vor der Präsentation studiert werden.

Fehler Nr. 4: Mangelndes Wissen über Markt und Konkurrenz

Dieses Wissen ist für den Existenzgründer von äußerster Wichtigkeit, denn schließlich kann er nur auf Dauer Produkte oder Leistungen verkaufen, wenn eine Nachfrage nach den Produkten oder Dienstleistungen vorhanden ist. Diese Erkenntnisse können nur entstehen, wenn der Markt studiert wurde, sich der Gründer damit befasst und eine so genannte Marktstudie durch Marktforschung erstellt hat. Was wollen die Menschen? Ist mein Produkt oder meine Dienstleistungen für die Kunden überhaupt preislich tragbar? Diese und andere Fragen müssen im Vorfeld beantwortet werden können, um ein gewisses Gespür für Angebot und Nachfrage zu bekommen und selbstverständlich dem Leser des Businessplans darüber zu informieren. Schließlich möchte der Investor wissen, ob überhaupt eine Nachfrage besteht, um das Produkt oder die Dienstleistungen zu monetarisieren?

Fehler Nr. 4: Der „Es wird schon klappen“ – Fehler

Das ist einer der Fehler, welcher gerade in der Startphase die Sinne benebelt. Das sich in den Kopf gesetzte durchzuführen, ohne auf die Umwelt zu achten, raubt häufig den Blick für das Wesentliche. Der Kunde möchte einen Vorteil aus dem Produkt ziehen. Das eingesetzte Kapital muss also weniger Wert sein als der dafür erhaltene Nutzen, denn sonst würde der Kunde einen preislichen Nachteil aus dem Geschäft erfahren. Um diesem Fehler entgegen zu wirken empfiehlt es sich das so genannte „Worst – case – Szenario“ anzunehmen. Das bedeutet, man geht vom schlimmsten Fall aus und rechnet mit diesen Zahlen oder schildert die daraus resultierenden Ergebnisse. Kommt man selbst in dieser absoluten Ausnahmesituation noch zurecht, bestätigt sich das gute Konzept. Der „Es wird schon klappen“ - Fehler ist sehr heimtückisch und vorwiegend bei Leuten zu finden, die bereits in der Vergangenheit in Führungspositionen zu finden waren oder welchen man verantwortungsvolle Aufgaben anvertraut hatte. Sie strotzen vor Selbstbewusstsein und unterschätzen die Existenzgründung und den Markt. Es hat früher geklappt und wird heute auch klappen. Wozu soll ich mich verrückt machen, mit meiner Praxis und meinen Vorkenntnissen? Unterschätzen Sie den Gegner (die Existenzgründung) nicht, Sie haben vorerst nur diesen einen Versuch und diese Chance.

Fehler Nr. 5: Der Rechtschreib- oder Inhaltsfehler

Ein letzter gravierender Fehler bei der Erstellung eines Konzeptes sind falsche Tatsachen oder falsch geschriebene Firmen- oder Personennamen. Nichts ist schlimmer als bereits auf dem Deckblatt enthaltene Rechtschreibfehler. Der Gutachter bekommt so einen falschen ersten Eindruck von dem vielleicht sehr fundierten und aussagekräftigen Businessplan.

Fehler vermeiden, aber wie?

Sicher gibt es noch weitere Fehler bei der Erstellung und Präsentation eines Businessplans. Es ist daher ratsam sein erstelltes Konzept probehalber zu präsentieren und einem fachkundigen Berater vorzustellen. Somit erhält man bereits vor der eigentlichen Präsentation von einem Fachmann ein reales Feedback über die Qualität seines Businessplans und kann diesen ggf. nochmals verbessern.

Dieser Artikel ist Teil 2 von 16 der Serie

In diesem Thema sind Experten geteilter Meinung. Informationsschriften des Bundesministeriums schreiben, dass bei einer Kleingründung der Businessplan einen Umfang von 5 Seiten haben sollten. Sicher kann das Konzept eines Kleinunternehmers nicht 35 Seiten füllen, man sollte sich jedoch nicht unbedingt an einen derartigen Richtwert klammern.

Die persönliche Haltung gibt den Umfang des Konzepts vor

Die Seitenzahl bestimmt sich in Abhängigkeit von der persönlichen Haltung zur eigenen Geschäftsidee. Ein zielstrebiger Jungunternehmer mit einem guten, auch selbst entwickelten Produkt, wird einen viel umfangreicheren Businessplan vorlegen, als ein Arbeitsloser, der den Weg in die Selbständigkeit wählt, um vor den Sanktionen der Bundesagentur für Arbeit zu flüchten. Ziel ist es, in Anlehnung an dieses E-Book, das jeder sein eigenes Konzept nach bestem Wissen und Gewissen zu Papier bringt und einen eigenen 10 – seitigen Businessplan vorlegen kann. Ohne fremde Hilfe. Dieser kann und sollte im Anschluss jedoch noch mal von einem Unternehmensberater oder Steuerberater geprüft werden, doch die gröbste Arbeit ist getan und zwar vom Gründer selbst. Vorteil ist eindeutig und liegt auf der Hand: In Sachen Existenzgründung, Geschäftsidee und Rentabilität macht dem Gründer keiner mehr was vor, denn er hat sich ja ausgiebig mit seinem eigenen Konzept beschäftigt und dieses schlüssig erstellt. Es gibt dann keine Überraschungsfragen mehr, was gerade bei einem Bankgespräch sehr vorteilig für den Existenzgründer ist.

Den Businessplan aus dem Kopf schreiben

Übrigens, wer seine Idee selbst entwickelt und bereits theoretisch im Kopf gespeichert hat, er schreibt einen solchen Plan so zusagen aus dem Gedächtnis. Er muss nicht nachschlagen oder recherchieren, denn alles ist bereits im seinen Gedanken vor überlegt. Der Plan schreibt sich so schneller als man glaubt. Außerdem entstehen während des Schreibens weitere Ideen oder Verbesserungen des Konzepts. Aber Vorsicht, zu lange Geschäftspläne möchte auch niemand lesen. Im folgenden Teil werden die häufigsten Fehler bei der Erstellung von Unternehmenskonzepten vorgestellt.

Dieser Artikel ist Teil 1 von 16 der Serie

In unserer neuen Reihe zum Businessplan werden wir in den folgenden Woche einige Beiträge veröffentlichen. Die gesammte Reihe wird auch als E-Book erscheinen und in jedem Artikel der Serie zum Download angeboten werden.

1.    Was ist ein Businessplan?

Für das englische Wort Business existieren mehrere Übersetzungsmöglichkeiten. Zum Einen bedeutet es in der Tat Geschäftsbetrieb oder gewerblicher Betrieb, zum Anderen kann es auch in der Bedeutung von „Aufgabe“ oder „Problem“ benutzt werden. In unserem Zusammenhang steht das Wort Businessplan meist in der Bedeutung von Konzept. Der Umfang des Businessplanes soll noch etwas weiter gefasst werden, denn der Businessplan ist sowohl ein Geschäftsplan, als auch ein Aufgaben- und Problemplan, was sich im weiteren Verlauf dieses E-Books als durchaus sinnvoll herausstellen wird. Die Begriffe Businessplan und Geschäftsplan stellen im Folgenden Verlauf ein Synonym dar, bezeichnen also ein und dieselbe Sache.

Die einzelnen Bestandteile des Businessplans werden in den folgenden Teilen des E-Books ausführlich dargestellt. Darüber hinaus beschäftigt sich der letzte Teil des E-Books mit dem Finanzplan, also der Rentabilitätsvorschau, dem Finanzierungs- und Kapitalbedarfsplans sowie möglichen Hilfsmitteln zur Erstellung eines Businessplans.

2.    Wer sollte einen Businessplan erstellen und warum?

Die Frage nach dem Muss oder Soll, also der Freiwilligkeit oder der gesetzlichen Verpflichtung, um an entsprechende Existenzgründungszuschüsse zu gelangen, hat sich seit  dem 01.11.2004 selbst beantwortet. Denn ab diesem Datum besteht die gesetzliche Voraussetzung zur Vorlage einer so genannten Tragfähigkeitsbescheinigung gegenüber der Bundesagentur für Arbeit. Diese Bescheinigung wird von einer amtlichen Stelle wie der Industrie- und Handelskammer, Steuerberatern oder Unternehmensberatern ausgestellt. Bevor diese Bescheinigung jedoch ausgestellt werden kann, muss der Gründer sein Vorhaben durch ein Konzept bestätigen. Die inhaltliche Gliederung eines Businessplanes ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Es empfiehlt sich jedoch an die in diesem E-Book beschriebene und bewährte Reihenfolge zu halten.

Fazit:
Alle diejenigen, die einen Existenzgründerzuschuss bei der Bundesagentur für Arbeit beantragen wollen, sollten solch einen begutachteten Plan vorlegen können. Aber nicht nur die Bundesagentur für Arbeit ist als Gläubiger an einem Geschäftskonzept interessiert. Auch bei der Beantragung eines Geschäftsdarlehens zur Geschäftseröffnung kommt der Existenzgründer um die Erstellung und Vorlage eines Businessplans nicht herum.

Denkt man an den Fall, dass ein Unternehmen nicht aus eigenen Mitteln gegründet werden kann – sprich: es wird zusätzliches Geld benötigt, um bspw. Ware oder Verpackungsmaterial anzuschaffen. Banken sind selbstverständlich auch an derartigen Plänen und der Präsentation der Vorstellungen des Existenzgründers interessiert. Kreditinstitute möchten ihr Geld mit hoher Sicherheit zurück haben und das geht nur, wenn der Unternehmer ein dauerhaft ertragabwerfendes Unternehmen gründet, aufbaut und leiten.

Nicht zuletzt verschafft der Geschäftsplan dem Startup (engl. Startup Unternehmen – Existenzgründer) eine detaillierte Vorstellung über sein Vorhaben und zeigt während der Ausarbeitung bzw. der Beantwortung der Fragen, Schwierigkeiten, Risiken und Problemfelder, welche während und nach Ihrer Existenzgründung auftauchen können. Der Gründer wird sozusagen vor dem „In´s blaue Reinwirtschaften“ bewahrt. Das setzt natürlich voraus, dass der Jungunternehmer sich selbständig mit seinem eigenen Konzept beschäftigt und nicht einen Berater dafür bezahlt, der ihm die komplette Arbeit abnimmt. Gegen die Hilfe eines Beraters hinsichtlich der Erläuterung einzelner Punkte oder Begriffe sowie Zusammenhänge ist allerdings nichts einzuwenden. Somit baut der zukünftige Unternehmer sich seinen eigenen Fahrplan, alle wichtigen Schritte werden vorher durchdacht und gezielt geplant, so dass der Gründer im Folgenden die Wesentlichen Vorkehrungen zur Existenzgründung selbst erarbeitet hat und auch anwenden kann. Das bewahrt ihn vor unangenehmen Fragen und Situationen, in welche er bei Gesprächen mit Banken, der Bundesagentur und anderen Institutionen gelangen kann. Somit ist der erstellte Plan auch eine gute Argumentationshilfe. Diese Tatsache wird sich sehr positiv auf Gesprächspartner auswirken und zeigt denen, dass das Vorhaben durchdacht und somit ohne Zweifel für die Geldgeber oder Investoren ist. Durch den Geschäftsplan schafft sich der Existenzgründer selbst eine wichtige Voraussetzung für die Grundsteinlegung seines Unternehmens.

Gehen wir noch einen Schritt weiter. Selbstverständlich ist auch der kapitalgebende Mitunternehmer oder die Gesellschaft an einem Businessplan interessiert. Schließlich möchte man ja als Investor wissen, wo man sein Geld anlegt und vor allem wie die Aussichten bestehen, das eingesetzte Geld wieder zu bekommen.
Der Businessplan ist also nicht nur eine Schikane der Arbeitsagentur, sondern stellt für jeden Existenzgründer oder auch gestandenen Unternehmer eine schlichte, kostengünstige und gleichzeitig effektive Art und Weise dar, das eigene Konzept auf Herz und Nieren zu prüfen und Fehler zu beseitigen, bevor sie gemacht werden.