Am von Torsten in Buchführung und Steuererklärung geschrieben
Bewerten Sie jetzt!
Bürokratieentlastungsgesetz

Anhebung der Aufzeichnungspflicht für GWG auf 250 Euro

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) müssen in einem Anlageverzeichnis aufgeführt werden, sofern der Unternehmer die Sofortabschreibung wählt. Die Grenze für die Aufzeichnungspflicht wird ab 2018 von 150 Euro auf 250 Euro angehoben. Das heißt, Wirtschaftsgüter, bis 250 Euro müssen dann nicht mehr in einem Anlageverzeichnis aufgeführt werden.

werkzeugkoffer
GWG bis 250 Euro unterliegen ab 2018 keiner Aufzeichnungspflicht.
© logifuxx / pixabay.com

Berlin, 22. Juni 2017 - Wie das Gründerlexikon bereits berichtete, wird ab 2018 die GWG Grenze auf 800 Euro angehoben. Macht ein Unternehmer von der Regelung zur Sofortabschreibung Gebrauch, müssen diese GWG anschließend in einem Anlageverzeichnis separat aufgeführt werden. Dort müssen Tag der Anschaffung sowie die Anschaffungskosten aufgeführt werden. Das gilt jedoch nur, sofern der Kauf bzw. die Anschaffung des GWG eine bestimmte Grenze überschreitet (bisher 150 Euro) und die Angaben nicht aus der Buchführung ersichtlich sind. Die Grenze von 150 Euro wurde im Rahmen des Zweiten Bürokratieentlastungsgesetzes ab 2018 auf 250 Euro angehoben.

Das bedeutet, dass geringwertige Wirtschaftsgüter, die ab dem Jahr 2018 angeschafft, hergestellt bzw. ins Betriebsvermögen eingelegt werden, bis 250 Euro nicht in einem Anlageverzeichnis aufgeführt werden müssen. Für Unternehmer bedeutet das ein Stück weit weniger Bürokratie.

Die Anhebung der GWG Aufzeichnungspflicht für 250 Euro darf jedoch nicht mit der Anhebung der Kleinbetragsrechnung auf 250 Euro verwechselt werden. Im Zuge des Bürokratieentlastungsgesetzes, gab es eine Reihe von Änderungen, die für den Laien teilweise jedoch eher verwirrender sind. So hat unsere Redaktion bereits Zuschriften erhalten, in denen Leser sich irritiert über die genannten Änderungen äußerten. Da sich viele Zahlen und Begriffe ähneln, ist das auch verständlich. Im Zweifelsfall sollten Unternehmer daher immer auf einen Steuerberater zurückgreifen.

vg wort pixel

GWG Grenze wird auf 800 € angehoben

Seit 1964 liegt die GWG Grenze (geringwertige Wirtschaftsgüter) nahezu unverändert bei 410 Euro netto. Nach über 50 Jahren ist jetzt eine Anhebung für 2018 in Sicht. Bisher war nur einer "Planung" die Rede, die GWG Grenze auf 800 Euro anzuheben. Doch im Gesetz zur Einführung der Lizenzschranke, wurde dieses Vorhaben auch tatsächlich umgesetzt. AB 2018 gilt die GWG Grenze von 800 Euro.

Steuerliche Gewinnermittlung für ALG 2 Empfänger abgeschafft

Selbständige haben ebenfalls Anspruch auf Grundsicherung, wenn sie im Sinne des SGB III hilfebedürftig sind, Voraussetzung für die Gewährung der Grundsicherung ist, dass der Unternehmer der ARGE regelmäßig seinen Gewinn mitteilt. Bis Dezember 2007 galten für Selbständige, die gleichzeitig Anspruch auf Hartz IV haben, die allgemeinen, steuerlichen Vorschriften zur Gewinnermittlung.

“Dieses Schreiben … ist ohne Unterschrift gültig” - stimmt das wirklich?

Darf auch der Unternehmer unter seine Dokumente, Rechnungen und den Schriftverkehr diesen Satz hängen? Ämter und Behörden schreiben sehr oft diesen Bemerkung, z.B. unter Bescheide und Schriftverkehr im Allgemeinen. Wenn das Amt das darf, darf es dann auch der Unternehmer? Was sollten Unternehmer zu diesem Thema wissen?