Geld verdienen mit Noten verkaufen

Musik spielt eine überragende Rolle. Egal, ob im Radio, im Fernsehen über diverse Musikkanäle, am Computer, im Internet oder im Autoradio, Musik ist im menschlichen Leben allgegenwärtig. Dabei gefallen jedem stets einige Songs, die zu Lieblingssong werden. Ist man selbst Musiker wächst man rasch in die Perspektive hinein, diese Songs auch selbst auf seinem Instrument spielen zu wollen. Im Internet lassen sich über verschiedene Plattformen so genannte Songbooks herunterladen bzw. kaufen, in denen die Songs in die zugrunde liegenden Noten aufgeschlüsselt sind.

Bild: Fotocitizen / pixabay.com

Songbooks erstellen

Songbook erfreuen sich einer großen Beliebtheit und erreichen erfreuliche Absatzquoten. Angesichts dieses Sachverhalts stellt sich die Frage, ob man als Musiker nicht selbst ein Songbook erstellen kann oder Noten zu einzelnen Songs niederschreiben kann, um damit Geld zu verdienen. Die einzelnen Lieder oder das Book bringt der Gründer auf den Markt und stellt sie für das Klientel zur Verfügung. Vor allem Anfänger an der Gitarre mögen mit den konventionellen, kommerziellen Songbooks, die sich eher an Fortgeschrittene richten, überfordert sein. In diese gewissermaßen bestehende Marktlücke kann man als privater Musiker mit einem eigenen Angebot stoßen. Noten älterer Stücke wie Klaviernoten für Mozart, Bach oder Händel stehen regelmäßig nicht mehr unter urheberrechtlichen Schutz und sind frei erhältlich.

Aktuelle Stücke und Urheberrecht

Heute stehen vor allem Stücke für die Gitarre im Mittelpunkt des Interesses. Moderne Stücke profitieren vom Urheberrechtsschutz. Sie sind nur kostenpflichtig erhältlich. Noten, die sich zum Verkauf anbieten lassen, sind verschiedenste Notensätze aus der letzten Konzertsaison, Pflichtstücke oder Wertungsspielnoten. Des Weiteren können auch Noten aus dem eigenen Repertoire verkauft werden, um sich Geld zu verdienen. Dafür hält das Internet schon einige Plattformen, Foren und Börsen bereit, über die sich Noten verkaufen lassen. Grundsätzlich berührt die Frage nach dem Verkauf von Noten Fragen des Urheberrechts, das mit Erschaffung eines Werkes automatisch in Kraft tritt. Eigene Werke können problemlos vertrieben werden.

Wann erlischt das Urhberrecht?

Der Schutz des Urheberrechts erlischt 70 Jahre nach dem Tod eines Autors. Jüngere Stücke und ihre Bearbeitungen sind vom jeweiligen Künsterl geschützt und dürfen etwa nur zu Lehrzwecken in kleinen Mengen reproduziert werden. Bei Verletzungen des Urheberrechts drohen Abmahnungen. Damit können nur eigene, selbst produzierte Notensätze frei verkauft werden.

Anders lassen sich gebrauchte Notensätze über Börsen wie "gebrauchtnotenbörse.de" verkaufen. Die Websites veranschlagen eine sich am erzielten Preis orientierte Provision zu ihren Gunsten. Vertrieb und Vervielfältigung von urheberrechtlich geschützten Notensätzen stellen Verstöße gegen das Urheberschutzgesetz dar, solange nicht eine Zustimmung seitens des Berechtigten vorliegt.

Was sagt anwalt.de zum urheberrechtlichen Unterschied von Noten und Tabs?

"Vom Urheberrecht her sehen wir keinen Unterschied zwischen Noten und Tabs. Der Urheber hat das Recht zu bestimmen, ob und wie sein Werk zu veröffentlichen ist. Das gilt auch für Bearbeitungen. Kurzum, über den Umgang mit dem Werk entscheidet der Urheber bzw. der, dem der das Nutzungsrecht übertragen hat, i.d.R. einem Musikverlag. Allenfalls dürfen vereinzelt ohne Zustimmung vervielfältigte Noten bzw. Tabs nichtgewerblich zum Üben benutzt werden. Ihre Verbreitung oder eine öffentliche Aufführung damit ist aber nicht erlaubt. Hier braucht es Originale. Das gilt auch bei abgehörten Noten. Im Internet wurden daher auch schon einige Tab-Seiten gezwungen, Tabs zu entfernen. Für einen Verkauf gilt das erst recht."

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