Am von Torsten in kurz notiert geschrieben und am 02.09.2019 um 12:04 aktualisiert
Das müssen Sie beachten

Gesetzliche Änderungen 2019

Das neue Jahr bringt wieder einige Gesetzesänderungen und Neuheiten mit sich. Egal ob
die Post ihr Porto erhöht, WhatsApp ab 2019 nicht mehr werbefrei ist, oder die neue
Rentenreform in Kraft tritt. Hierbei können Sie schnell den Überblick verlieren. Besonders als
Jungunternehmer fehlt oft die Zeit, sich ausreichend mit den Neuerungen auseinander
zu setzen.

römische Statue der Gerechtigkeit
Diese Änderungen sollten Unternehmer 2019 beachten
© WilliamCho / pixabay

Mindestlohn steigt 2019

Was Ihre Angestellten vielleicht freut ist für Sie als Unternehmer, gerade mit Hinblick auf die ausgezahlten Gehälter, wichtig zu wissen. Auch 2019 wird der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn wieder um eine Stufe angehoben. Dieser Artikel fasst die Entwicklung der Lohnuntergrenze übersichtlich zusammen. So liegt die Gehaltsschwelle seit dem 1. Januar 2019 bei 9,19 Euro. Das sind 42 Cent mehr als noch 2018. Mit der Anhebung der Untergrenze im Zwei-Jahres-Turnus soll das Ungleichgewicht unter den Arbeitnehmern langsam ausgemerzt werden. Ebenfalls wichtig für Sie bei diesem Thema:

  • Bestimmte tarifgebundene Verträge sind jetzt ebenfalls von dieser Erhöhung betroffen, zum Beispiel die von Malern und Gebäudereinigern.
  • Die Übergangsfrist für diese Anstellungsverhältnisse wurde gekürzt.

Steuerliche Beitragsänderungen für Unternehmer

In dieser Kategorie gibt es ebenfalls primär Vorzüge für Ihre Mitarbeiter. Besonders die
gesundheitliche Versorgung ist von Veränderungen betroffen.

  • Pflegeversicherungen: Die Beiträge erhöhen sich für Arbeitnehmer um 0,5%. Das heißt für Sie als Unternehmer, dass Sie nun 0,25% mehr pro Mitarbeiter zahlen müssen.
  • Arbeitslosenversicherung: Hier sinkt der Beitrag um ganze 2,5%. Allerdings soll er ab 2023 wieder um 2,6% erhöht werden.
  • Krankenkassen: Hier bleibt zunächst fast alles beim Alten. Arbeitgeber und -nehmer teilen sich die Beiträge jeweils zur Hälfte. Neu ist allerdings, dass diese Regelung jetzt auch alle Zusatzversicherungen Ihres Unternehmens betrifft. Dennoch sinken die Belastungen um rund 0,5%.
  • Betriebsrenten: Wenn Sie Ihren Mitarbeitern eine betriebliche Altersvorsorge anbieten, sparen Sie zunächst an den Sozialversicherungsbeiträgen ein. Allerdings müssen Sie künftig 15% der Ersparnis an die Versicherung entrichten. Davon betroffen sind zunächst nur Betriebsrenten, die nach dem 01. Januar 2019 abgeschlossen wurden.

Qualifizierungschancengesetz

Hierbei handelt es sich um ein Gesetz, das gezielt die Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter fördert. Ist Ihr Unternehmen noch sehr jung? Dann fehlen leider oft die nötigen Gelder für eine qualifizierte und fachgerechte Wissenserweiterung Ihrer Angestellten. Ist das der Fall, so können Sie ab 2019 finanzielle Unterstützung zu Weiterbildungen von Arbeitnehmern beantragen. Hierbei profitieren nicht nur Ihre Mitarbeiter, sondern durch den zusätzlichen Wissenserwerb auch die Firma. Auch inbegriffen sind die Angebote der Arbeitsagentur für Weiterbildungen.

Verpackungsgesetz tritt in Kraft

Sie sind Online-Händler oder in der Verpackungswirtschaft tätig? Dann muss Ihr Unternehmen ab dem 1. Januar 2019 ebenfalls das neue Verpackungsgesetz einhalten. Ziel dieser Neuerung ist eine nachhaltigere Recycling-Quote. Wenn Sie Verpackungen das erste Mal in Umlauf bringen, sind Sie verpflichtet sich bei der Zentralen Stelle für Verpackungsregister anzumelden. Sie erhalten eine Registernummer, die Ihre Materialien zertifizieren. Außerdem müssen Sie jährlich den Verbrauch Ihrer Firma anmelden. Das Register ist öffentlich einsehbar. Weitere Änderungen fallen unter anderem hierbei an:

Banner corona Bundesländer Soforthilfe
  • Dienstwagenbesteuerung
  • steuerfreie Zusatzleistungen
  • Gutscheinrichtlinien
  • Abgabefristen für Steuererklärungen
  • neue Maut-Zuschläge

Möglichkeiten diese Änderungen umzusetzen

Besonders zum Jahresanfang türmen sich die einzelnen Neuerungen auf dem Schreibtisch auf. Wenn Sie sich hier zeitig informieren, sind Sie klar im Vorteil. Dennoch, bei der Umsetzung treffen Sie als Start-Upund junges Unternehmen oft auf Schwierigkeiten. Diemeisten Änderungen betreffen verschiedene Bereiche Ihrer Firma, die auf den ersten Blick gar nicht ersichtlich sind. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen und bei der Umsetzung der Gesetzesinhalte im Unternehmensalltag nicht zu viel Zeit verschwenden möchten, sollten Sie auf eine auf Ihre Firma zugeschnittene ERP-Software setzen.

ERP-Softwares erleichtern das Einpflegen von Neuerungen

Sogenannte ERP-Lösungen (Enterprise-Resource-Planning Systeme) helfen dabei alle Arbeitsabläufe in einer Firma zu strukturieren und zu automatisieren. Dadurch werden viele Prozesse vereinfacht. Die Programme werden nach den jeweiligen Bedürfnissen des Unternehmens angepasst. Sie umfassen in der Regel diese Bereiche:

  • Materialwirtschaft
  • Sales & Marketing
  • Finanzen & Buchhaltung
  • Personalverwaltung
  • Produktion & Materialbeschaffung
  • Controlling

Mit ein paar Klicks können die Änderungen eingepflegt werden – so ist auch Ihr junges Unternehmen in kürzester Zeit auf dem neusten Stand. Zudem wird die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Betriebes gewinnbringend optimiert.

Fazit

Auch 2019 gibt es wieder viele Veränderungen, gerade was die Versorgung Ihrer Mitarbeiter angeht. Egal ob Lohn, Krankenkasse oder Weiterbildungen, in den ersten Jahren einer Firma ist das eine Herausforderung.

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