Am von Ruben in kurz notiert geschrieben
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Änderungen im Online Handel

Gesetzesänderungen: Darauf müssen sich Unternehmer ab 2018 einstellen

Jedes Jahr bringt Änderungen für Unternehmer und Selbstständige mit sich. Das wird sich auch in 2018 nicht ändern. Die Redaktion des Gründerlexikons gibt hier einen kurzen Vorgeschmack, auf was sich vor allem Online Unternehmer bereit machen dürfen. Im Großen und Ganzen hält es sich für die meisten sicherlich in Grenzen. Doch vor allem für diejenigen, die auch grenzüberschreitend verkaufen, müssen doch noch einiges anpassen.

Rechtliche Änderungen Unternehmer 2018
Ständige rechtliche Änderungen können eine ganz schöne Last sein.
© Alexas_Fotos / pixabay.com

Berlin, 14. Dezember 2017 - Gleich zu Beginn des Jahres 2018 wird es eine Änderung im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geben, welches auch Unternehmer betrifft. Es gibt Dinge, wie zum Beispiel Fliesen, Farbe oder Holz, die Verbraucher im Internet bestellen können, jedoch nach dem Einbau nicht einfach wieder verpacken und zurückschicken können.

Tritt dennoch ein Mangel auf, muss der Unternehmer die Kosten für Aus- und Einbau, sprich Reparatur, zahlen. Neu geregelt ab nächstem Jahr ist jedoch, dass der Händler in so einem Fall die Aufwendungen nun noch einfacher in der Lieferkette zurückgeben kann, beispielsweise dem Großhändler.

Keine Zahlungsentgelte mehr für Kartenzahlung, Überweisung und Lastschriften

Händler mussten ihren Kunden bisher mindestens eine kostenlose Zahlungsart anbieten, die sowohl gängig als auch zumutbar ist. Darunter zählten also keine sogenannten Kundenkarten, die ein Kunde extra erst hätte abschließen müssen. Der Gesetzgeber geht jetzt einen Schritt weiter und legt fest, dass es für folgende Zahlungsarten gar keine Gebühren mehr geben darf, unabhängig ob online oder stationär:

  • Überweisung
  • Lastschrift
  • Kartenzahlungen, wie Kreditkarte oder girocard

EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO)

Alle Unternehmer die mit personenbezogenen Daten aus der EU arbeiten, sind von der EU-Datenschutz-Grundverordnung betroffen, egal ob B2C oder B2B. Dabei müssen zahlreiche Texte in den AGBs usw. geändert werden, damit es nicht zu Abmahnungen kommt. Da es sich um ein sehr umfangreiches und wichtiges Thema handelt, empfiehlt das Gründerlexikon allen Unternehmer, sich in diese Thematik reinzulesen.

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Online Händler werden deutlich vom Verwaltungsaufwand entlastet

Das MOSS-Verfahren und Waren die billiger als 22 € sind

Unternehmer die einen Onlineshop betreiben haben es nicht immer leicht wenn es um Verkäufe ins Ausland geht. Zwar können Händler innerhalb der EU problemlos ihre Waren anbieten. Doch sobald bestimmte Lieferschwellen überschritten werden, droht ein hoher bürokratischer Aufwand, da jedes Land seine eigenen Regelungen hat. Das soll sich in Zukunft deutlich vereinfachen. Änderungen ergeben sich auch beim MOSS-Verfahren & bei Einfuhren aus Drittländern.

OS Plattform Streitbeilegungsvorschriften

Das sollten Unternehmer bei Streitbeilegungsvorschriften beachten

Die Alternative Streitschlichtung ist ein Thema, welches die EU schon sehr lange verfolgt. 2013 traten Richtlinien über die alternative Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten sowie Verordnungen über die Online-Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten nach langen Verhandlungen in Kraft. Sie sollen zukünftig die Basis für Alternativen zum herkömmlichen Gerichtsweg sorgen und langjährige sowie teure Gerichtsverfahren entlasten.

Kreditkarte im Terminal

Händler dürfen keine Gebühren mehr für Zahlungen mit Kreditkarte verlangen

Wenn Kunden mit ihrer Kreditkarte zahlen, muss der Unternehmer eine Gebühr an den Betreiber des Zahlungsterminals entrichten. Gerade im Online Handel versuchen Unternehmer die zusätzlichen Gebühren bei Kreditkartenzahlungen auf den Kunden zu wälzen. Eine EU-Richtlinie verbietet ab 2018 jedoch Zusatzgebühren für gängige Zahlungsmittel. Darunter zählen auch Kreditkarten.