Sicherer E-Mail-Versand ist die große Ausnahme

Beim Versenden dienstlicher Emails ist immer noch in weiten Teilen eine Verschlüsselung nicht möglich. Zwei Drittel der Beschäftigten bundesweit können ihre E-Mails nicht verschlüsseln, nur jeder siebte Berufstätige verschickt verschlüsselte Nachrichten

Bild: Maik Schwertle/pixelio.de

Verschlüsselungen sind immer noch die Ausnahme

Ein Jahr nach den ersten Berichten über großflächige Abhörmaßnahmen von Geheimdiensten im Internet bleibt der verschlüsselte Versand von beruflichen E-Mails die große Ausnahme. Rund zwei Drittel der Berufstätigen (65 Prozent), die dienstliche E-Mails verschicken, können an ihrem Arbeitsplatz keine Verschlüsselung für die Nachrichten nutzen.

Weitere 19 Prozent geben an, dass es zwar die technischen Voraussetzungen für E-Mail-Verschlüsselung gibt, sie diese aber grundsätzlich nicht einsetzen. Gerade einmal jeder Siebte (16 Prozent) verschlüsselt zumindest hin und wieder berufliche E-Mails. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. „In der Spähaffäre gibt es weiterhin großen politischen Aufklärungs- und Handlungsbedarf.

BITKOM drängt wegen Datenschutz auf Verschlüsselungen

Unabhängig davon sollten Unternehmen die bestehenden Möglichkeiten zum Schutz ihrer Daten wie E-Mail-Verschlüsselung umfassend nutzen“, sagt BITKOM-Sicherheitsexperte Marc Fliehe. „Der Schutz von Firmen- und Kundendaten ist dabei nicht nur wegen möglicher Ausspähungen durch Geheimdienste wichtig, sondern vor allem auch mit Blick auf Cyberkriminelle.“

Das Marktforschungsinstitut Aris hat im Auftrag des BITKOM 1006 Personen ab 14 Jahren in Deutschland befragt,darunter 620 Berufstätige. Die Befragung ist repräsentativ.



Sind Sie der geborene Unternehmer? Jetzt testen!