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Häufige Fragen zu EC Kartenlesegeräten

Dass der allgemeine Trend immer mehr dahingeht, per Karte zu zahlen, ist längst kein Geheimnis mehr. Wer als Inhaber eines Geschäfts keine Kartenzahlungen akzeptiert ist wie ein Online Händler, der keine Online Zahlungen wie PayPal annimmt. Kunden zahlen dabei entweder mit Kreditkarte oder „EC Karte“. Der Begriff „EC Karte“ wird zwar umgangssprachlich noch häufig verwendet, richtig wäre jedoch beispielsweise girocard. Für Unternehmer haben Kartenzahlungen einige Vorteile. So entfällt das Aufbewahren und Einzahlen von Bargeld. Damit spart sich der Geschäftsinhaber auch wertvolle Zeit. Auch die Gefahr von Falschgeld ist damit passé.

Auf der anderen Seite gibt’s die EC Kartenlesegeräte natürlich nicht zum Nulltarif. Es fallen dabei laufende Kosten für die Anschaffung und den Betrieb an. Es müssen jedoch auch bei jeder Kartenzahlung Gebühren an den Betreiber und die Bank entrichtet werden. In diesem Artikel möchte ich für Sie daher die häufigsten Fragen rund um Kartenlesegeräte beantworten.

Die Antworten auf Ihre häufigsten Fragen:

1. Gibt es so etwas wie einen Kartenlesegeräte Vergleich?

Selbstverständlich gibt es das. Und ich rate Ihnen dazu, einen Kartenlesegeräte Vergleich unbedingt vorher durchzuführen. Für einen Laien sind die Kosten und Leistungen anfangs recht unübersichtlich. Jeder der irgendwie mit den Geräten etwas zu tun hat, verlangt eine Gebühr: Der Netzbetreiber, die Bank, der Gerätehersteller usw. Außerdem gibt es sowohl Flatrate Modelle oder auch Modelle, bei denen Sie nur nach dem Umfang der Nutzung zahlen.

Bevor Sie den EC Kartenleser Anbietervergleich durchführen, sollten Sie zuerst überschlagen, wie viel Umsatz, bzw. wie viel Euro, Sie bargeldlos im Monat abwickeln werden. Liegen die Summen sehr niedrig, empfehle ich Ihnen auf ein Mietmodell zurückzugreifen, wobei Grundkosten entweder gar nicht oder nur in sehr geringem Umfang vorhanden sein sollten. Flatrate Modelle oder der Kauf eines Kartenlesegerätes kommt nur in Betracht, wenn Sie viele Umsätze bargeldlos abwickeln.

Einen Vergleich zwischen einigen Anbietern von Kartenlesegeräte finden Sie weiter unten in diesem Artikel!

2. Mit welchen EC Kartenlesegerät Kosten muss ich rechnen?

Das kommt natürlich darauf an, wie viel Sie mit einem EC Kartenlesegerät umsetzen. Fangen wir mit den Kosten an, die mehr oder weniger immer identisch sind: Den Interbankenentgelten. Diese sind durch die Gesetzeslage auf 0,2 Prozent des Umsatzes gedeckelt. Hinzu kommen jedoch noch EC Kartenlesegerät Kosten in Form des Serviceentgelts des Netzbetreibers, was eben von Anbieter zu Anbieter und je nach Kartenart variiert. 

3. Welche Kosten sollte ich beim EC Kartenlesegerät kalkulieren?

  • Kauf oder Miete des EC Kartenlesegeräts
  • Transaktionsgebühr, d.h. für jede Transaktion wird eine geringe Gebühr fällig
  • Gebühr für das Accounting und Buchen auf dem Konto
  • Internetgebühren
  • Bon-Rollen

Um an dieser Stelle einfach mal ein paar Zahlen anzuführen, möchte ich Ihnen kurz aufzeigen, was Transaktionen im Schnitt kosten:

Anbieter ohne Grundgebühr (z.B. SumUp oder iZettle):

  • Zahlung per girocard/EC-Karte: 0.95 Prozent vom Umsatz
  • Zahlung per Kreditkarte: 2,75 Prozent vom Umsatz

Anbieter mit Grundgebühr (z.B: Bezahlexperten):

  • Zahlung per girocard/EC-Karte: 0.25 Prozent vom Umsatz
  • Zahlung per Kreditkarte: ab 1,09 Prozent vom Umsatz

    Wie hoch sind die Gebühren für ein EC Kartenlesegerät von der Volksbank?

    Das Gründerlexikon hat bei verschiedenen Volksbanken in Deutschland angefragt, wie hoch die Gebühren für ein EC Kartenlesegerät dort sind. Grundsätzlich ist es so, dass es zwar keinen einheitlichen Preis gibt, der für alle Volksbanken gilt - das liegt daran, dass jede Volksbank quasi eine eigene Bank mit eigenen Konditionen ist. Aber wir konnten dennoch eine Preisspanne herausfinden:

    Die Gebühren für ein EC Kartenlesegerät der Volksbank liegen zwischen circa 15 Euro und 100 Euro pro Monat. Warum diese enorme Preisspanne? Unter Punkt 2 und 3 haben wir bereits angeführt, dass es verschiedene Preismodelle gibt. Mobile Kartenlesegeräte sind beispielsweise etwas teurer. Auch die Höhe des monatlichen Umsatzes sowie der Zusatzfunktionen ist entscheidend.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Volksbank durch die verschiedenen Pakete dem Kunden genau das anbietet, was er benötigt.

    Sie sollten den Preis, den die Volksbanken für Kartenlesegeräte verlangen, aber unbedingt mit anderen, bank-unabhängigen Anbietern vergleichen, denn oftmals sind diese noch günstiger.

    Wie hoch sind die Gebühren für ein EC Kartenlesegerät von der Sparkasse?

    Genau wie bei den Volksbanken, haben wir auch bei einigen großen Sparkassen in Deutschland nach den Gebühren für ein EC Kartenlesegerät gefragt. Hier waren die Informationen etwas schwieriger zu bekommen, da die Sparkassen lieber einen Termin machen wollten. Dennoch können wir auch hier eine ungefähre Preisspanne festsetzen:

    Die EC Kartenlesegeräte Gebühren bei der Sparkasse liegen zwischen 15 Euro und 75 Euro pro Monat. Es gibt sicher noch mehr Gebührenmodelle, auch teurerer. Es gab sogar ein Angebot bei der Sparkasse ohne monatliche Grundgebühren und ohne Investitionskosten. Abgerechnet wird hier nur nach Umsatz. Dabei handelt es sich um ein sehr einfaches, kleines mobiles EC Kartenlesegerät. Für kleinere Unternehmen oder für den Handwerker, der auch vor Ort beim Kunden Kartenzahlungen ermöglichen will, bestimmt eine gute Idee.

    4. Sollte ich mir ein EC Kartenlesegerät kaufen oder mieten?

    Wie bereits erwähnt, kommt es vor allem darauf an, wie intensiv Sie Ihr EC Kartenlesegerät nutzen wollen. Grundsätzlich sollten Sie auch diverse Vertragsmodalitäten einbeziehen. Hier meine ich insbesondere Vertragslaufzeiten und evtl. Grundgebühren, die Sie monatlich entrichten müssen. Falls Sie beispielsweise ein EC Kartenlesegerät mieten und im Gegenzug aber eine Grundgebühr und eine 24-Monatige Laufzeit haben, dann bezahlen Sie im Endeffekt häufig das Gerät auch nur auf Raten. Allerdings mit dem Unterschied, dass es am Ende der Laufzeit trotzdem nicht Ihnen gehört. Sie sehen, wie wichtig also ein guter Anbieter Vergleich ist, damit Sie im Nachhinein nicht mehr bezahlen, als notwendig ist.

    5. Kann ich auch ein EC Kartenlesegerät mobil nutzen?

    Ja, es gibt mobile EC Kartenlesegeräte. An dieser Stelle jedoch ein Hinweis: Es gibt zwei Arten von mobilen EC Kartenlesegeräten. Ein einfaches mobiles Kartenlesegerät ist in der Anschaffung sehr preiswert und auch im Handling problemlos zu bedienen. Allerdings kann dieses Gerät nur die Kartendaten auslesen. Daher benötigen Sie immer noch ein Smartphone oder Tablet mit Internetverbindung. Ggf. sogar einen mobilen Drucker, sofern Sie die Rechnung bzw. den Beleg nicht per Mail versenden können. Die Alternative dazu ist ein „echter“ mobiler EC Terminal. Dieser hat die gleichen Funktionen wie ein normales EC Kartenlesegerät. Allerdings können Sie – wie der Name ja schon sagt – das Gerät überall mit hinnehmen. Das bietet sich beispielsweise in der Gastronomie an, da der Kunde so nicht die Karte weggeben muss. Aber auch als Handwerker können Sie ein mobiles EC Kartenlesegerät nutzen, um Zahlungen Ihrer Kunden gleich vor Ort abzuwickeln. Die Kosten für mobile EC Terminals sind allerdings wesentlich höher.

    Diese Varianten sind aber nicht zu verwechseln mit den des Kartenlesegerätes mit eigener Pin-Eingabemöglichkeit. Hier handelt es sich um Lesegeräte für den neuen Personalausweis, mit dem Sie auch online Ihre Identität bestätigen können.

    6. Gibt es auch ein EC Kartenlesegerät mit Handy?

    Ja, auch das gibt es. Seit einiger Zeit sind die Entwickler dazu übergegangen, die EC Kartenlesegeräte mit Handy bzw. Smartphone oder Tablet auszustatten. Neben Ihrem Kartenlesegerät wickeln Sie die Zahlung dabei über das Smartphone ab. Zum Teil kommt die Technik ja auch bei den mobilen Lesegeräten zum Einsatz. Der Vorteil ist, dass die Geräte extrem günstig sind, teilweise bekommen Sie diese sogar geschenkt. Natürlich haben diese Geräte keinen Bon-Drucker eingebaut. Mit diesen Geräten können Sie auch Zahlungen über Apple Pay oder Android Pay entgegennehmen. Dabei hält der Kunde sein Handy an das EC Kartenlesegerät und die Zahlung wird sofort abgewickelt. 

    7. Wo finde ich mehr Informationen zu EC Kartenlesegeräten?

    Bevor Sie sich für ein Gerät entscheiden, sollten Sie sich im Vorfeld auch den einen oder anderen Kartenlesegeräte Test anschauen. Denn obwohl die Geräte an sich zwar austauschbar sind, bestehen doch Unterschiede zwischen den Herstellern. Ähnlich wie bei einem Auto oder bei einem Smartphone. Jedes Gerät hat seine Stärken und Schwächen. Daher auch hier wieder der Tipp, dass Sie sich überlegen, wofür und in welchem Umfang Sie ein Lesegerät benötigen, damit Sie das passende Produkt für sich finden. Neben den klassischen Anbietern, können Sie auch ein EC Kartenlesegerät der Sparkasse oder ein EC Kartenlesegerät der Volksbank nutzen. In der Regel sind die Sparkassen und Volksbanken jedoch teurer als Online Anbieter.

    Testen und Vergleichen Sie Kartenlesegeräte!

    Über 100 Millionen EC-Karten (heißen übrigens eigentlich Girokarten) stecken in den Brieftaschen der Deutschen. Dazu kommen Millionen von Kreditkarten – das Bezahlen mit Karte hat in Summe das Bezahlen mit Bargeld zwar noch nicht überholt, aber jedes Jahr werden mehr Einkäufe mit Karte getätigt. Wenn Sie, z.B. als Einzelhändler, Ihren Kunden die bargeldlose Kartenzahlung anbieten möchten, haben Sie zahlreiche Dienstleister für die Abwicklung zur Auswahl. Wir haben einen Vergleich der Anbieter für zwei verschiedene Geschäftsfälle erstellt.

    1. Beispiel: Umzugsunternehmen

    Im Schnitt zahlen pro Monat 9 Kunden ihren Umzug von durchschnittlich 1.000 Euro direkt per Karte. Das Umzugsunternehmen ist allerdings auch circa jeden 3. Monat als Subunternehmer tätig und hat keine eigenen Kunden. Dann fallen in diesen Monaten auch die Kartenzahlungen weg. Der Inhaber überlegt daher, ob sich ein flexibles Gerät ohne Laufzeit und Grundgebühr gegenüber dem klassischen Laufzeitvertrag lohnen würde. Der Vergleich sieht am Beispiel der Anbieter Bezahlexperten und SumUp so aus:

    Bei 8 Monaten mit jeweils 9.000 Euro Umsatz und 4 Monaten ohne Umsatz lägen die Kosten beim Laufzeitvertrag bei 726,48 (es fallen ja auch keine Zahlungsgebühren an), bei dem Gerät ohne Vertrag bei 824,16 Euro.

    Vergleich: Flexibles oder Vertragslesegerät?

    Beispiel: Anbieter BezahlexpertenUmsatz/ Monat (90% EC, 10% Kreditkartenzahlung)
    3.000,000€
    6.000,00€
    9.000,00€
    12.000,00€

    Verifone V400m

    (24 Monate)

    9,99€9,99€9,99€9,99€
    Servicepauschale5,99€5,99€5,99€5,99€
    Transaktionsgebühren0,27€0,54€0,91€1,08€

    90% als EC-Kartenzahlung zu 0,25% Gebühr

    6,75€13,50€20,25€27,00€
    10% als Kreditkarte zu 1,4% Gebühr4,20€8,40€12,60€16,80€

    27,20€
    38,42€
    49,74€
    60,86€
    zuletzt aktualisiert: 26.09.2019
    Beispiel: Anbieter SumUpUmsatz/ Monat (90% EC, 10% Kreditkartenzahlung)
    3.000,000€
    6.000,00€
    9.000,00€
    12.000,00€

    Lesegerät (einm. 79 €/ aufgeteilt auf 24 Monate)

    3,29€3,29€3,29€3,29€
    90% als EC-Kartenzahlung zu 0,25% Gebühr25,65€51,30€76,95€102,60€
    10% als Kreditkarte zu 2,75% Gebühr8,25€16,50€24,75€33,00€
    37,19€71,09€
    104,99€
    138,89€
    zuletzt aktualisiert: 26.09.2019

    2. Beispiel: Mittelgroße Boutique

    Die Boutique ist etabliert und mittelpreisig; die meisten Kunden zahlen mit Karte. Der durchschnittliche Kartenumsatz pro Kunde liegt bei 50 Euro. Täglich werden 20 Kartenzahlungen abgewickelt, davon 5 mit Kreditkarte. Die Boutique hat 6 Tage pro Woche geöffnet (= 25 Tage/ Monat) und möchte ein stationäres Terminal an der Kasse mieten. Anhand dieser Durchschnittswerte würden bei den Laufzeitverträgen verschiedener Anbieter folgende Kosten anfallen:

    Vergleich der monatlichen Kosten von Vertragsterminals versch. Anbieter

    BezahlexpertenConcardis SmartPayCardsol
    Verifone V200c6,99€19,95€15,90€
    Service-/ Grundgebühr5,99€0,00€6,50€
    525 Transaktionen36,75€26,25€36,75€
    18.750 Euro Umsatz mit EC-Karte46,87€ (0,25%)279,37€ (1,49%)50,62€ (0,27%)
    6.250 Euro Umsatz mit Kreditkarte86,87€ (1,39%)93,12€ (1,49%)93,12€ (1,49%)
    183,47€418,69€202,89€
    zuletzt aktualisiert: 26.09.2019

    Fazit:

    Man sieht im Vergleich, dass die mobilen Kartenlesegeräte ohne Grundgebühr, dafür mit hohen Disagiosätzen, nur für kleine Geschäfte mit wenigen und vor allem niedrigen Durchschnittsbons geeignet sind. Hier haben Sie aber einen Kosten- und Flexibilitätsvorteil gegenüber den Laufzeitverträgen. Sobald mittelgroße bis hohe Umsätze über EC- und Kreditkarten abgewickelt werden, ist unbedingt zu einem Laufzeitvertrag zu raten - in unserem Beispiel der Boutique liegt der Anbieter Bezahlexperten knapp vorne.

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    Meine Name ist Torsten Montag, ich betreibe seit 2004 das Gründerlexikon. 2019 habe ich die GründerAkademie gegründet. Hier finden Sie all die Dinge, die mir geholfen haben, ein erfolgreicher Unternehmer zu werden. Machen Sie zuerst meinen UnternehmerTest oder erkundigen Sie sich jetzt unverbindlich zu meinem Existenzgründerseminar für zu Hause!

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