Soll ich bei einer Direktbank oder Sparkasse bzw. Volksbank mein Geschäftskonto eröffnen? FAQ 21

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Für Gründer gehört es mittlerweile bereits zum guten Ton, sich in der Gründungsphase ein Geschäftskonto einzurichten. Durch das Führen eines Geschäftskontos hat der Gründer die Möglichkeit, private und geschäftliche Transaktionen gut zu trennen. In dem Artikel über die Notwendigkeit eines Geschäftskontos kann der Gründer mehr über den Sinn und Zweck eines Geschäftskontos erfahren. Sehr häufig wird allerdings die Frage gestellt, ob ein Geschäftskonto eher im Internet bei einer Onlinebanken (Direktbank) eröffnet werden sollte oder lieber der konventionelle Weg bei einer Bank mit Filiale am Wohnort. Das kann sowohl die Sparkasse, die Volksbank, die Dresdner Bank, die Commerzbank oder die Deutsche Bank sein. Was ist aber nun für den Existenzgründer besser? Das haben wir versucht in folgendem Artikel zu klären.

Die besten Geschäftskonten für Selbständige im Vergleich

Welche Kosten können durch die Eröffnung eines Geschäftskontos auf den Gründer zu kommen?

In der Regel wird ein Geschäftskonto, im Gegensatz zum Privatkonto, nicht gebührenfrei angeboten (Ausnahmen finden sich häufig bei den Direktbanken).

Auf den Gründer können monatlich folgende Kosten zukommen:

  • Kontoführungsgebühr (Grund- oder Pauschalpreis)
  • Kosten für beleghafte Buchung ( Abgabe des Überweisungsträges am Schalter der Bank)
  • Kosten für beleglose Buchungen (online getätigte Überweisung)
  • Gebühr für die Einlösung eines Schecks
  • Gebühren für ein Onlinekonto
  • Gebühren für Kreditkarten
  • Kosten für Bargeld Ein- und Auszahlungen
  • Kosten der Bereitstellung bzw. Zusendung von Kontoauszügen

Geschäftskonto bei einer konventionellen Bank

Konventionelle Banken wie bspw. die Sparkasse, Volksbank oder die Commerzbank bieten standardmäßig den Unternehmern Geschäftskonten an.

Vorteile eines Geschäftskontos bei einer herkömmlichen Bank

Der größte Vorteil eines Geschäftskontos bei einer konventionellen Bank liegt in der Beratung. Diese benötigen gerade Existenzgründer, und zwar direkt zugeschnittenen auf ihr Gründungsvorhaben. Ein weiterer Vorteil ist die Begleitung durch die Banken bei der Beantragung von Fördermitteln, wie bspw. dem KfW Startgeld. Die konventionellen Banken besitzen in der Regel ein dichtes Filialnetz, so dass die Kunden bspw. die Geldautomaten in verschiedenen Städten kostenlos nutzen können.

Nachteile eines Geschäftskontos bei einer herkömmlichen Bank

Der Beratungsvorteil der konventionellen Bank kann sich schnell in einen Nachteil verwandeln. Das geschieht immer dann, wenn neben den Bankleistungen bspw. auch Versicherungen angeboten werden. Nicht wenige Gründer schließen die angebotene Versicherung ab, weil sie glauben, sonst bspw. den benötigten Kredit oder das Geschäftskonto nicht zu bekommen.
Ein weiterer Nachteil ist in der Nichtvergleichbarkeit der Gebühren der regionalen Filialen zu sehen. Ein Geschäftskonto bei einer Sparkassen- oder Volksbankfiliale in Hamburg hat eine andere Gebührenstruktur als in einer Filiale in München. Das bedeutet, der Gründer muss die einzelnen Filialen kontaktieren und sich ein Angebot unterbreiten lassen.

Geschäftskonto bei einer Direktbank

Direktbanken heißen deswegen direkt, weil keine lokalen Filialen in den Städten und Gemeinden und somit persönlicher Ansprechpartner existieren. Der Kontakt kann nur über das Telefon oder dem elektronischen Weg per E-Mail erfolgen. Darüberhinaus besteht nur die Möglichkeit, Willensäußerungen schriftlich per Postweg zu erledigen. Das spart der entsprechenden Direktbank Personalkosten und Raumkosten, so dass die Dienstleistungen, das Führen eines Kontos oder andere Leistungen einer Bank, wesentlich günstiger angeboten werden können.

Vorteile eines Geschäftskontos bei einer Direktbank

Direktbanken, bspw. die 1822direkt oder die DKB, bieten kostenlose Geschäftskonten an. Direktbanken sind im Allgemeinen rund um die Uhr über eine Hotline oder das Internet zu erreichen. Die Gebühren sind klar und übersichtlich strukturiert und bundesweit einheitlich. Einige Direktbanken nutzen regionale Vermittler, über die bspw. ein Kreditgeschäft ablaufen kann.

Nachteile eines Geschäftskontos bei einer Direktbank

Nicht alle Direktbanken bieten überhaupt Geschäftskonten an. Bei einer Direktbank kann der Gründer keine Beratung erwarten. Bargeld kann nicht immer oder überall kostenlos abgehoben werden.

Wann sollte der Gründer eine konventionelle Bank und wann eine Direktbank nutzen?

Eine konventionelle Bank ist allen Gründern anzuraten, die einen hohen Beratungsbedarf haben oder den Bankmitarbeiter gern persönlich sprechen wollen. Weiterhin sind Verkäufer mit vielen Bargeldeinzahlungen bei einer herkömmlichen Bank gut aufgehoben.
Eine Direktbank ist den Gründern anzuraten, die das Geschäftskonto hauptsächlich für die Zahlungsein- und -ausgänge nutzen und keine Beratung benötigen.

Geschäftkontenmodelle

Konventionellen Banken bieten Unternehmern spezielle Geschäftskontenmodelle an. Die Commerzbank bspw. bietet drei verschiedene Modelle für die Führung eines Geschäftskontos an. Die Kosten liegen zwischen 5,90 EUR und 13,90 EUR pro Monat, je nach Aufkommen von beleghaften oder beleglosen Zahlungen.
Bei Direktbanken sind solche verschiedenen Modelle eher unbekannt, weil bspw. beleghafte Zahlungen oder Bargeldeinzahlungen nicht möglich sind.

Nun sind Sie dran. Vergleichen Sie mal!


Quelle:
Eigene Erfahrungen

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  • IngDiba richtet überhaupt keine Geschäftskonten ein... Die DKB nur für bestimmte, sehr spezielle Zielgruppen...

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  • un die wuestenrot auch nur für Privatkunden... top recherchiert!

    Kommentar kommentieren


    • Als nicht bilanzierender benötigst du nicht unbedingt ein Geschäftskonto, daher kann man auch ein privates Girokonto, z.B. der ING DiBa oder der DKB als "Pseudogeschäftskonto" nutzen. Mache ich auch, seit Jahren. Es funktioniert und die DKB weiß davon.

      Kommentar kommentieren


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Über den Autor Xing_icon

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  • Evelyn Brandies
  • Mein Name ist Evelyn Brandies, ich schreibe als Redakteurin u.a. für das Gründerlexikon. Weiterhin unterstütze ich als gelernte Bilanzbuchhalterin Existenzgründer beim Aufbau ihrer Buchhaltung.