Eingliederungszuschuss kann nicht überzeugen

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Zweifelsfrei haben es einige Arbeitssuchende schwer, auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Ob ein gehobenes Alter, eine Schwerbehinderung oder die fehlende fachliche Qualifikation, die Liste der potenziellen Vermittlungshemmnisse ist lang. Hier sollten verschiedene Eingliederungszuschüsse greifen und so die Einstellung solcher Arbeitsloser fördern. Nun kam dieses Instrumentarium der Arbeitsmarktpolitik innerhalb einer Studie beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und beim Institut Arbeit und Qualifikation auf den Prüfstand. Mit teilweise enttäuschenden Ergebnissen.

Was ist der Eingliederungszuschuss?

Der Eingliederungszuschuss ist ein verankertes Instrument der Arbeitsmarktpolitik, von dem Arbeitgeber profitieren können, die einen Arbeitslosen mit multiplen Vermittlungshemmnissen einstellen. Es handelt sich dabei um eine finanzielle Leistung, die als Zuschuss zu Lohn- und Sozialversicherungskosten zu verstehen ist.

Dabei handelt es sich bei den Eingliederungszuschüssen um eine Ermessensleistung der Jobcenter und der Arbeitsagenturen. Die Entscheidungsgewalt obliegt dem zuständigen Arbeitsvermittler. Das übergeordnete Ziel ist die Vermittlung von Arbeitslosen, die ohne Förderung kaum eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt hätten.

Eingliederungszuschüsse gibt es konform zu den verschiedenen Vermittlungshemmnissen. So existieren Fördertöpfe für Schwerbehinderte, junge oder ältere Arbeitslose sowie solche ohne fachliche Eignung.

Mitnahmeeffekte machen die Entscheidung schwer

Das größte Problem, welches die Studie zu den Eingliederungszuschüssen deutlich machte, ist die Frage der Mitnahmeeffekte. Viele Arbeitgeber würden pro forma einen Antrag auf Eingliederungszuschuss stellen. Für den zuständigen Arbeitsvermittler ist es dadurch schwer einzuschätzen, wann der Eingliederungszuschuss zu einer Einstellung führt und wann auch ohne diese Förderung ein Arbeitsverhältnis zustande gekommen wäre.

Außerdem erscheint es nützlich, die verschiedenen Formen der Eingliederungszuschüsse zusammenzufassen. Ohnehin sei das Grundkonzept gleich, so die Arbeitsmarktforscher. Einzig für Schwerbehinderte sei ein expliziter Eingliederungszuschuss empfehlenswert.

Quelle:
Datev

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