Worauf Start-ups bei der Investorensuche achten sollten
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Gerade Start-ups brauchen jede Menge Geld. Oftmals ist der Weg in die Selbstständigkeit nur dann zu schaffen, wenn vorab finanzielle Mittel zusammengetragen wurden. Soll jedoch ein Investor gefunden werden, muss bereits an einem anderen Punkt angesetzt werden. Denn Investoren lassen sich kaum auf noch nicht einmal gegründete Unternehmungen ein. Wichtig ist es deshalb, aus den eigenen finanziellen Mitteln wenigstens eine GmbH oder eine AG zu gründen. In diese sollten Start-ups sämtliches Know-how, Domainnamen, Patente, Lizenzen und ähnliches bereits einbringen.
Auch bei der Auswahl des Gründerteams ist eine besondere Überprüfung der einzelnen Mitglieder durchzuführen. Sie müssen sich möglichst ergänzen, so dass sämtliche Aufgaben gut übernommen werden können. Bestehen Defizite, bemerken das Investoren in der Regel recht schnell. Deshalb sollten Start-ups evtl. Änderungen oder Ergänzungen im Gründerteam gegenüber stets offen reagieren.
Businessplan - auch bei der Investorensuche das A und O
Grundlegend wollen Investoren natürlich handfeste Belege erhalten, nach denen sie eine Entscheidung treffen. An erster Stelle ist hierbei der Businessplan zu nennen. Ihm geht eine meist zwei bis drei Seiten umfassende Executive Summary voraus. Hierin wird das geplante undangestrebte Projekt kurz beschrieben.
Der Investor soll eine übersichtliche Zusammenfassung der geplanten Tätigkeiten erhalten. Wichtig ist, dass die Zusammenfassung sachlich ist und die Inhalte einer Überprüfung standhalten. Eine zu werbliche Ausdrucksweise kann Investoren schnell abschrecken. Auch Berater in den Bereichen Finanzierung, Buchhaltung, Patente und Vertrieb sollten bereits vorhanden sein. Das macht auf Investoren einenprofessionelleren Eindruck.
Die richtige Auswahl und Ansprache der Investoren
Start-ups sollten zunächst eine so genannte „Longlist" erstellen. Auf dieser werden alle in Frage kommenden Investoren aufgelistet. Daraus ergibt sich im nächsten Schritt die „Shortlist", die nur noch die Investoren beinhaltet, bei denen eine Aussicht auf tatsächliche Finanzierung besteht. Am besten erarbeitet das Gründerteam die „Shortlist" gemeinsam mit seinen Beratern.
Sofern einer der Investoren über einen Dritten angesprochen werden kann, der das Gründerteam empfiehlt, sollte diese Möglichkeit genutzt werden. Im ersten Kontakt wird nur die Executive Summary übersandt, erst auf Nachfrage sollte der Businessplan vorgelegt werden.
Der Zeitfaktor und die Verträge
Wichtig ist auch, dass Start-ups ausreichend Zeit für die Investorensuche einplanen. Vom Erstkontakt bis zur endgültigen Finanzierung vergeht im Regelfall ein halbes Jahr. Der Vorgang kann beschleunigt werden, wenn die Due Diligence bereits vorhanden ist und jederzeit vorgelegt werden kann. Auch sollten Start-ups nach Möglichkeit auf selbst aufgesetzte Verträge setzen, die Verhandlungsvorteile bringen. Die Kosten werden somit schnell amortisiert.
Quelle:
Venture Capital Magazin 10/2008, S. 38 - 39Benutzer die diesen Artikel gelesen haben, haben auch folgende Artikel gelesen:
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Lexikon
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- Das erwarten Wagniskapitalgeber von Start-Ups
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