Unternehmensgründungen von Best Agern
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In Zeiten des demographischen Wandels rückt die Personengruppe der Generation 45+ / 50+ mehr und mehr in den Fokus von Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. Wegen ihrer überdurchschnittlichen Finanz- und Vermögenssituation haben Best Ager bereits heute eine zunehmend starke Bedeutung für die Konsum- und Marktforschung. Auch genießt die Generation 45+ / 50+ zunehmende Aufmerksamkeit, weil sie als Wählerpotenzial in den nächsten Jahren und Jahrzehnten allein schon rein quantitativ zunimmt und die entscheidende Wählergruppe überhaupt darstellt. Auch vor dem Hintergrund des aktuellen Facharbeitermangels in der Wirtschaft, setzt diese gemeinsam mit der Politik verstärkt auf diese Zielgruppe: Gezielte Qualifizierungen sollen auf zunehmende, vor allem technologische Herausforderungen im Beruf vorbereiten, um somit die negativen Auswirkungen des Facharbeitermangels abzumildern. Im Zusammenhang mit dem demographischen Wandel rückt die Best Ager Thematik und damit die Frage nach den besonderen Motiven und Umständen von Best Ager Gründungen in den Mittelpunkt der Entrepreneurship-Forschung.
Motive der Existenzgründung
Das Motiv, bei der Gründung eine „Idee“ umzusetzen, unterscheidet sich bei Best Agern nicht von einem Unternehmensgründer aus einer anderen Altersklasse, jedoch zeigen sich große Unterschiede bei den „Umständen“ im Sinne spezifischer Rahmenbedingungen bei der Gründung: Hochqualifizierte Best Ager gründen vorrangig, weil sie mit der beruflichen Situation unzufrieden sind. Diese Entscheidung wächst und reift über einen längeren Zeitraum – oftmals direkt am eigenen Arbeitsplatz. Auch konnte die wissensintensive Branche „Unternehmensberatung“ als ein Schwerpunkt ausgemacht werden, in welchem Best Ager Gründungen stattfinden. Die Bedeutung und der Einfluss von Investitions- und Betriebsmittelförderprogrammen sowie die vielfach zitierte Hürde „Basel II“ sind vielfach geringer, als beispielsweise von gründenden Universitätsabgängern – die Eigenmittel der Gründer reichen vielfach aus. Hochqualifizierte Best Ager Gründungen basieren auf jahrelang erworbener Wissens- und Fachkompetenz sowie physischer und psychischer Fitness der Gründer.
Gründungen in der 50+ Generation eher selten
Aus Sicht der Wissenschaft ist die Thematik Best Ager Gründungen noch in der Anfangsphase und bereits erstellte Dokumentationen oder Studien rar bzw. nicht existent. Diese Forschungsthematik wird jedoch zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Wissenschaft ist aufgerufen, sich verstärkt um die Entwicklung von Lebensmodellen der Best Ager Generation zu kümmern – hierzu gehört insbesondere der Aspekt Best Ager Gründungen.
Sollten Sie sich für diese Thematik interessieren, empfehle ich Ihnen mein Fachbuch "Unternehmensgründungen von Best Agern - Existenzgründung als Jungunternehmer ab 45". Dieses Buch stellt schließlich vorstellbare Modelllösungen dar und zeigt Anknüpfungspunkte für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Politik.
Untersucht werden hierbei soziologische und betriebswirtschaftliche Aspekte, die im Zusammenhang mit Existenzgründungen – speziell Best Ager Gründungen – stehen. Hierbei wird insbesondere auf den demographische Wandel und Lebensphasenmodelle und deren Auswirkungen auf Best Ager Gründungen eingegangen. Darüber hinaus werden Verhaltensmuster von (potentiellen) Unternehmensgründern und Ansätze der Motivforschung zur Unternehmerpersönlichkeit dargestellt. Auch werden Grundlagen der Finanzierung allgemein und Förderungshilfen für Existenzgründer untersucht – es existieren keine speziellen Förderprogramme für Best Ager Gründer.
Der Beitrag wurde von Matthias Puls zur Verfügung gestellt
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