Nebengewerbe

(6 Bewertungen) + 6 - 0

Unter einem Nebengewerbe ist ein angemeldetes Gewerbe zu verstehen, was allerdings nicht hauptberuflich oder in Vollzeit ausgeübt wird. Der Gesetzgeber, dabei insbesondere der Sozialversicherungsträger die gesetzlichen Krankenkassen, ziehen bei 15 Arbeitsstunden pro Woche die Grenze zwischen Nebengewerbe und hauptberuflicher Tätigkeit. Das Wort Nebengewerbe gibt dabei keine Auskunft über die Rechtsform des Unternehmens. Es kann prinzipiell jedes Gewerbe als Nebengewerbe ausgeübt werden, wobei es keine unterschiedliche Anmeldung beim Gewerbeamt gibt, d.h. die Anmeldung eines Nebengewerbes sieht genau so aus, wie die eines Hauptgewerbes. Der Arbeitgeber sollte in jedem Fall über das künftige oder bereits bestehende Nebengewerbe des Arbeitnehmers informiert werden. Außerdem sollte auch mit dem Nebengewerbe keine Konkurrenzsituation zum Arbeitgeber hergestellt werden. Beides führt in der Praxis für gewöhnlich zu Streitigkeit, die nicht selten vor Gericht ausgetragen werden.

Synonym werden häufig die Begriffe Nebentätigkeit, Kleingewerbe oder Kleinunternehmen verwendet. Durch das Nebengewerbe ist der Existenzgründer nicht verpflichtet eine eigene Krankenversicherung abzuschließen. Der Gründer kann u.U. mit seinem Nebengewerbe weiterhin über die kostenlose Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkasse oder die zuständige Bundesagentur für Arbeit versichert werden.

Beispiel für ein Nebengewerbe
Der Arbeitnehmer möchte neben seinem Vollzeitjob als Bürokaufmann bei einem großen deutschen Büroartikelhersteller in seiner Freizeit selbst hergestellte Textilien bei eBay verkaufen.Dazu meldet er ordnungsgemäß ein Gewerbe bei seinem zuständigen Gewerbeamt an. Einmal im Jahr ermittelt er die Kosten (Betriebsausgaben) und seine Erlöse, Umsätze bzw. Betriebseinnahmen, so dass er dem Finanzamt in seiner Steuererklärung den Gewinn aus seinem Nebengewerbe mitteilen kann. Eine zusätzliche Krankenversicherung benötigt er nicht, da er ja im Hauptjob bereits krankenversicherungspflichtig beschäftigt ist. Die Steuern (insbesondere die Einkommensteuer) für sein Nebengewerbe kann er nur ermitteln, wenn er auch seine übrigen Einkünfte ermittelt hat und seine steuerliche Situation insgesamt betrachtet. Das kostet ihn schon eine Menge Arbeit, weshalb er sich überlegt, die gesamte Steuererklärung, aber auch die Gewinnermittlung für sein Nebengewerbe von einem Steuerberater machen zu lassen. So verursacht das Nebengewerbe zusätzliche Kosten, die er ohne das Nebengewerbe nicht gehabt hätte.

 

eBook Nebengewerbe gratis anfordern

gratis eBook: Die 10 häufigsten Fragen zum Nebengewerbe

  1. aus jahrelanger Ratgeberpraxis
  2. mehr als 30.000 mal geladen
  3. 16-seitiges eBook im PDF Format, 100% gratis
Download_button

Download im Dateiformat: PDF
Dateigröße: 99KB

GründerlexikonTV: Was ist ein Kleinunternehmer?


Benutzer die diesen Artikel gelesen haben, haben auch folgende Artikel gelesen:

Artikel verfolgen

Wenn Sie über Änderungen an diesem Artikel benachrichtigt werden möchten, klicken Sie auf Benachrichtigen

Lexikon Begriffauswahl

Fragen zu diesem Thema?

Gratis anmelden und Fragen stellen.

Jetzt fragen

Empfehlung der Redaktion

10 häufigsten Fragen zum Nebengewerbe
eBook gratis anfordern
Als Dankeschön für Ihren Besuch, schenken wir Ihnen dieses eBook. Darin hat das Gründerlexikon die 10 häufigsten Fragen zum Nebengewerbe auf 16 Seiten beantwortet. Um es zu erhalten, müssen Sie sich lediglich bei uns gratis anmelden.

gratis PDF + gratis Registrierung garantiert 100% kostenlos
» Jetzt gratis eBook downloaden!

Fördermittelcheck

Über den Autor

  • Foto von Torsten Montag
  • Torsten Montag
  • Ich habe mich als Dipl. Betriebswirt im Bereich eCommerce spezialisiert. Aufgrund jahrelanger Erfahrungen mit eigenen Webseiten in Sachen Suchmaschinenoptimierung, Vermarktung und selbstverständlich dem Geld verdienen im Internet, nehme ich mir das Recht heraus, mich in diesen Angelegenheiten als Experte zubezeichnen.
  • http://www.clever-clogs.de