Existenzgründung in Thailand - Arbeiten unter Palmen ist kein Traumurlaub

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Thailand gehört gegenwärtig zu den wirtschaftlich erfolgreichen Staaten in Südostasien und hat in den letzten Jahren einen enormen Wirtschaftsaufschwung erfahren. Die herrliche Landschaft und das tropische Klima des Landes machen Thailand zu einem interessanten Urlaubsparadies, aber auch zu einem Ort für Existenzgründungen für Ausländer. Lange Zeit war Thailand ein Land für Aussteiger, doch dies hat sich ebenfalls geändert. Eine restriktiver gewordene Einwanderungspolitik hat den Zuzug von Aussteigern stark begrenzt. Gegenwärtig ist es sehr schwierig, eine Arbeitsgenehmigung oder eine Konzession zu erhalten. Thailand ist stark überlaufen und die Folge der Aussteiger-Zeiten ist ein Heer an mittellosen und gescheiterten Existenzen, die ihr Glück im Ausland suchten.

Selbständigkeit in Thailand – utopisch?

Ohne Frage, wer in diesem Land selbständig werden möchte, braucht viel Ausdauer. Es ist durchaus möglich, eine Existenz zu gründen, doch bedarf es hier einer guten Idee. Thailand hat regen Zulauf an Einwanderern, so dass man eine Nische suchen muss. Erfolgreich wird derjenige sein, der eine gute Idee hat, ein bestimmtes Produkt oder eine gute Dienstleistung bietet. Die meisten versuchen sich im Bereich Tourismus oder Gastronomie, doch dieser Sektor ist sehr ausgereizt: Tauchschulen, Bars oder Diskotheken – in Ko Samui, Pattaya oder Bangkok gibt es Tausende solcher Angebote. Gern gesehen sind Industrie- oder Maschinenbauberufe, die in Thailand im Bereich Service arbeiten können.

Mindestens 100 000 Euro sollte ein Gründer in Thailand schon mitbringen. Darüber hinaus sind auch Sprachkenntnisse extrem wichtig. Bei den Behörden ist zuerst eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung einzuholen, danach folgen Behördengänge zum Investment Center mit der Vorlage eines Businessplans. Thailand hat in den letzten Jahren jedoch stark die Zulassung von Selbständigen beschnitten. In den 1970er und 1980er Jahren wurde das Land von Aussteigern überschwemmt, die in Phuket, Ko Samui, Bangkok und Pattaya Bars und Restaurants gründeten, im Tourismus arbeiteten oder sonstige Dienstleistungen anboten. 

Arbeiten unter Palmen ist kein Traumurlaub

Thailand ist nun das beliebteste Land in dieser Region, der Ausländeranteil sehr hoch. Die Ideen zu einer Existenzgründung haben viele. Und viele scheitern. Mangelnde Vorbereitung, Sprachbarriere, Müßiggang, aber auch die falsche Idee – die 200. Bar in Pattaya? – sind die Gründe dafür. In Thailand sind viele Ausländer derzeit legal oder illegal mit kleinsten und kleinen Betrieben beschäftigt. Die Konkurrenz ist groß. Für die Existenzgründung interessant sind jedoch nur die urbanen Zentren. Auf dem Lande scheitert jedes Unternehmen sofort. In Thailand kann nur überleben, wer eine gute Idee und genügend Disziplin und Ausdauer hat, diese umzusetzen. Das Lohnniveau in Thailand ist geringer als in Deutschland. Wer allerdings denselben Lebensstandard wie daheim genießen möchte, muss mit denselben Ausgaben rechnen – oder sich entsprechend einschränken. Das Urlaubsparadies verleitet allzu häufig auch zum Müßiggang, der im Ausland jedoch tödlich ist.

Fazit

Aufgrund seiner Beliebtheit wird Thailand auch in den nächsten Jahren ein beliebtes Urlaubs- und Auswanderungsland bleiben. Die wirtschaftliche Entwicklung in Thailand wird sich vermutlich etwas abschwächen; dies hängt jedoch von der Stabilisierung der politischen Situation ab. Thailand ist von allen Ländern Südostasiens das Land mit der freundlichsten Ausländergesetzgebung. Einer Existenzgründung von Deutschen im Ausland sollte zumindest in diesem Land kaum etwas entgegenstehen. Wer eine pfiffige Idee hier umsetzt, kann durchaus seinen Traum vom Reichtum unter Palmen wahr machen.

Quelle:
Eigene Erfahrungen

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