Frage von Kerstin am 20.05.09

Zu viel Information bei zu vielen Fragen?!?

Hallo

Bin grade via google auf diese Seiten gestoßen und traue mich jetzt mal - nicht ohne mich erst etwas durchzuwühlen - ein paar Fragen zu posten.

Ich beschäftige mich schon einige Zeit mit diesen Themen, sehe aber immer noch nicht richtig durch.

Ich wurde durch längere Krankheit leider zum HartzIV-Empfänger. Inzwischen geht es mir wieder gut, ich habe aber Einschränkungen zurückbehalten und kann nicht in meinen alten Beruf zurück. Ich habe im Hinterkopf, dass ich immer noch eine Umschulung machen kann, wenn das, was ich mir wünsche, nicht klappt - aber eigentlich schwebt mir etwas anderes vor.

Ok... der Reihe nach.

Ich habe möglicherweise (das ist noch nicht ganz sicher) Gelegenheit, für einen festen Betrag für eine Firma zu arbeiten, allerdings wäre es erforderlich, dass ich "meinen Steuerkram selbst mache" (die Firma ist im Ausland, ich in Deutschland), ich müsste mich dafür also selbständig machen, richtig? Ich habe dafür allerdings keine richtige Berufsbezeichnung, weil es die nicht gibt, es ist einfach ein Job, den sie zusätzlich besetzen wollen.

Was mach ich damit? Ich mache mir schon längere Zeit Gedanken (wollte allerdings vorsichtig rangehen und erst sicher sein, dass ich körperlich wieder ausreichend belastbar bin, was jetzt der Fall ist) mich selbständig zu machen, im Bereich Design (Mode und Alltagsgegenstände, Taschen etc. - vor allem Stoffverarbeitung, aber noch einiges mehr), habe aber auch da keine Ausbildung und weiß nicht, ob das überhaupt geht... (so wie ich das verstanden habe, muss die IHK das genehmigen?)

Der Betrag, der beim ersten Job im Spiel ist, ist zwar etwas besser als HartzIV, reicht aber langfristig nicht zum Leben und ich würde gerne beides gleichzeitig betreiben, bei ersterem (wäre nicht Vollzeit) eben den Anforderungen entsprechend voll einsteigen und zweiteres langsam aufbauen und wenn es funktioniert, immer weiter ausbauen.

Ich glaube ich wirke etwas naiv, richtig? Es ist nicht so, dass ich mich mit dem Ganzen nicht auseinandergesetzt hätte, man findet nur so unglaublich viel Informationen dazu und es gibt derart viele Fachbegriffe, die verstanden sein wollen, manchmal weiß ich nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Ich bin wohl eher der Praktiker

Ok, fehlt noch die konkrete Frage, die ich hier an den Mann bringen wollte...

a) ist es überhaupt möglich, sich auf diese Weise (ohne Meister/spezielle Ausbildung dafür, obwohl die Fähigkeiten definitiv vorhanden sind, aber eben nicht auf dem Papier belegt) selbständig zu machen und unter welcher Bezeichnung tu ich das?

b) muss ich dafür einen Businessplan schreiben oder nur für den zweiten Teil mit dem kreativen Gewerbe (was übrigens nicht unter " Freiberufler" fällt, so wie ich das verstehe)?

c) wie bring ich das meiner Jobcentertante bei? Am besten so, dass ich diesen Gründerzuschuß bekomme... die Versicherungen wollen ja bezahlt sein...

Würde mich sehr über eine Antwort freuen. Ich hoffe ich habe jetzt in der richtigen Area gepostet, wenn nicht, ein Klapps auf die Finger hilft bei mir manchmal, dass ich Fehler nicht nochmal mache

Danke schonmal und liebe Grüße,

Kaye

Antwort von

Hallo Kaye,

zunächst Respekt, die Überschrift wurde wirklich sehr treffend gewählt, sehr viel Text und viele Fragen, jedoch kann sich niemand unter der Überschrift vorstellen, wo der Schwerpunkt dieses Beitrags liegt. Das sollte man künftig ändern und zumindest in der Überschrift die wichtigsten Wörter benennen oder für verschiedene Themen verschiedene Beiträge schreiben. Die wichtigsten Schlagwörter in diesem Beitrag sind wohl:

Businessplan
Fördermittel (Gründungszuschuss oder Einstiegsgeld)
Firmenname
Gewerbe oder Freiberufler

Zulassungsvoraussetzungen für Tätigkeit, Meisterpflicht

das sind im übrigen in unserem Forum alles verschiedener Kategorien, man hätte also ohne Probleme aus diesem einen Beitrag von kleine und übersichtliche Artikel machen können. Also bitte beim nächsten Mal berücksichtigen und nicht solche Monsterartikel schreiben, sonst antworte ich prinzipiell auf solche langen Texte als letztes

(die Firma ist im Ausland, ich in Deutschland), ich müsste mich dafür also selbständig machen, richtig?



Nicht unbedingt, es kann auch auf einer Angestelltenbasis, also einer Festanstellung erfolgen. Das sollte mit einem Rechtsanwalt oder Steuerberater vorher diskutiert werden.

Was mach ich damit? Ich mache mir schon längere Zeit Gedanken (wollte allerdings vorsichtig rangehen und erst sicher sein, dass ich körperlich wieder ausreichend belastbar bin, was jetzt der Fall ist) mich selbständig zu machen, im Bereich Design (Mode und Alltagsgegenstände, Taschen etc. - vor allem Stoffverarbeitung, aber noch einiges mehr), habe aber auch da keine Ausbildung und weiß nicht, ob das überhaupt geht... (so wie ich das verstanden habe, muss die IHK das genehmigen?)



eben, das kann nicht auch nicht sagen zumindest nicht von hier aus. Man sollte da schon mit der IHK oder zumindest einem Steuerberater, der um die Ecke wohnt und dem man vertraut sprechen.

Der Betrag, der beim ersten Job im Spiel ist, ist zwar etwas besser als HartzIV, reicht aber langfristig nicht zum Leben und ich würde gerne beides gleichzeitig betreiben, bei ersterem (wäre nicht Vollzeit) eben den Anforderungen entsprechend voll einsteigen und zweiteres langsam aufbauen und wenn es funktioniert, immer weiter ausbauen.



kann ich auch nur empfehlen, wir haben einen kostenlosen Onlinerechner erstellt, mit dem man ermitteln kann, wie viel man als selbstständigerHartz 4 Empfänger verdienen kann, ohne dass die ARGE das Arbeitslosengeld 2 kürzt.

Hier geht's zum Onlinerechner für Einstiegsgeld und arbeitslosengeld zwei

Ok, fehlt noch die konkrete Frage, die ich hier an den Mann bringen wollte...



hallo? Das war noch schon alles konkrete Fragen oder?

a) ist es überhaupt möglich, sich auf diese Weise (ohne Meister/spezielle Ausbildung dafür, obwohl die Fähigkeiten definitiv vorhanden sind, aber eben nicht auf dem Papier belegt) selbständig zu machen und unter welcher Bezeichnung tu ich das?



bitte hier die Industrie- und Handelskammer oder die Handwerkskammer konsultieren. Jemand muss zuständig sein und hier entsprechend Auskunft geben können. Am sichersten ist natürlich der Rechtsanwalt, jedoch nicht am billigsten

b) muss ich dafür einen Businessplan schreiben



wenn das Amt einen Businessplan verlangt, muss man sicher einen schreiben. Ich würde mich jedoch erkundigen, wie umfangreich (wie viele A4-Seiten) der sein muss. Manchmal reicht es aus, wenn man seine Idee auf einer Seite, das müssen nicht immer 35 Seiten sein.

nur für den zweiten Teil mit dem kreativen Gewerbe (was übrigens nicht unter " Freiberufler" fällt, so wie ich das verstehe)?



ob eine Tätigkeit zu den freien Berufen zählt oder eine gewerbliche Tätigkeit ist, kann man sich nicht einfach aussuchen, das steht im Gesetz oder wird durch ein Urteil entschieden. In der Regel der Mann am sichersten, wenn man diesbezüglich mit einem Steuerberater spricht ansonsten kann es passieren, dass das Finanzamt eine falsche Entscheidung durchsetzt.

wir haben zu diesem Thema einen Artikel geschrieben:
Wie unterscheidet sich der Freiberufler vom Gewerbetreibenden FAQ 18

einfach mal lesen und wenn dann noch Fragen sind, bitte einen neuen Beitrag verfassen und in die richtige Kategorie mit einer Aussage gegen Überschrift stellen. Danke

 


c) wie bring ich das meiner Jobcentertante bei? Am besten so, dass ich diesen Gründerzuschuß bekomme... die Versicherungen wollen ja bezahlt sein...



einfach hingehen und das Thema vorstellen. Und gerade hier hilft nun ein gut vorbereiteter und aussagekräftiger und Businessplan. Nur dann kann man auch wirklich die Leute überzeugen, die eine Entscheidung für meine spätere Zukunft zu fällen haben. Übrigens heißt es in diesem Bereich nicht Gründungszuschuss sondern Einstiegsgeld.

Antwort von

Hallo Torsten,

hab VIELEN Dank, dass du trotz der chaotischen und zu langen Mail geantwortet hast! Ich weiß das sehr zu schätzen.

Es scheint jetzt alles sehr schnell zu gehen, ich rotiere etwas, werde nächsten Dienstag (vorher komme ich nicht mehr dazu) nochmal alles systematisch durchgehen, was du geschrieben hast und bei Fragen evtl. dann nochmal nachhaken.

Tausend Dank!

Kaye

PS: Ich bin neugierig: Tippst du oder hast du ein Sprachprogramm? wink

Antwort von

PS: Ich bin neugierig: Tippst du oder hast du ein Sprachprogramm?



Spracherkennung via Dragon Dictate Naturally Speaking, erkennt man das beim Lesen? Manchmal kommt etwas chaotisches raus. Muss man halt nacharbeiten, geht aber trotzdem schneller als getippt mrgreen

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