Frage von Johannes am 29.05.09

Welche Förderung ist zu empfehlen?

Hallo zusammen,

Ich bin 25 Jahre alt, habe nach meiner Fachhochschulreife und dem Zivildienst nun eine Ausbildung zum Holzbildhauer begonnen bzw. bin damit in zwei Monaten fertig. Dieser Handwerksberuf obliegt meines Wissens nach seit Januar 2004 nich mehr der Anforderung des Meistertitels für eine Unternehmens-gründung / -führung. Meine Geschäftsidee ist die, schmale Ruderboote, wie zum Beispiel Kanus und Kajaks aus einem Holzstamm zu fertigen, sprich kein verleimtes Holz, sondern Holz aus einem Stück. Soweit mir bekannt, wäre ich damit fast, oder gar der einzige, der solche Boote in Deutschland herstellt. Rohlinge habe ich bereits gefertigt und meines Erachtens ist eine wirtschaftliche Rentabilität gegeben. Die erste Adresse bezüglich Kreditverschleuderer hat mich sofort kontaktiert und mir versichert, dass ein Kredit über 10000 bis 25000 Euro sicherlich kein Problem darstellen sollten und waren von meiner Geschäftsidee angetan. Leider habe ich aber absolut nicht im Geringsten genug wirtschaftliche Ahnung von der Unternehmens-gründung /-führung und wüsste mal gern, wer diesbezüglich berät, welche Berufsbezeichnung dieser Berater hat und ob diese Beratung gegebenenfalls kostengünstig oder sogar kostenlos wahrzunehmen ist. Würde mich freuen, wenn mir einer da mit Rat zur Verfügung steht.

Antwort von

Die erste Adresse bezüglich Kreditverschleuderer hat mich sofort kontaktiert und mir versichert, dass ein Kredit über 10000 bis 25000 Euro sicherlich kein Problem darstellen sollten



klar, der will ja einen kredit verkaufen

Ist es nötig eine Kredit zu nehmen? Probier´s ohne, fang kleiner an, wenn´s nicht reicht.

wüsste mal gern, wer diesbezüglich berät, welche Berufsbezeichnung dieser Berater hat



Steuerberater, Unternehmensberater oder am besten eine KfW Gründungsberater. Was die kosten ist unterschiedlich, wenn man Fördermittel für Beratung nutzen kann, teilweise fast kostenlos.

Hier ein Onlinesteuerberater.

KfW Gründungsberater können zum Beispiel das Gründercoaching Deutschland beantragen und damit eine Existenzgründerberatung durchführen.

Antwort von

Hallo Holzbildhauer, ...

... stimmt der Handwerksberuf ist seit dem 01.01.04 nicht mehr in der Anlage A gelistet. Deine Idee scheint mir gut. Sie enthält Alleinstellungsmerkmale, die sind wichtig für ein Gründungsvorhaben und Du wirst sicherlich die erforderliche fachliche Kompetenz mitbringen, eine gute Qualität anzubieten.

Doch wisse auch, dass das beste Produkt einem nichts nutzt, wenn es keiner kauft. Ein Motto und Leitgedanke zugleich, der federführend in dem Werk "Existenzgründung - Markteintritt und Wachstum" - ISBN 978-3-938684-01-6 behandelt wird. Also wird die Zielgruppen- und Marktbearbeitung eine schwerpunktmäßige Ausrichtung Deiner ersten Tätigkeiten bedeuten.

Wie Du allerdings richtig einschätzt, - gehören neben den fachlichen Qualifikationen auch eine Reihe organisatorischer und kaufmännischer Anforderungen hinzu, die Du in Deiner Eigenanalyse als Schwächen erkennst.

Defizite lassen sich abbauen über:

a.) audidiaktische Wissensmehrung z.B. über das Lesen von spezieller Gründer- und Jungunternehmerliteratur. Mein Tipp: Der Existenzgründerzyklus - Der sichere Weg zum erfolgreichen Unternehmen mit über 1.500 Seiten Gründer-Know-how - ISBN - 978-3-938684-06-1. Die Inhalte der einzelnen Bände kannst du Dir über www.uvis-verlag.de/uv5100.htm anlesen

b.) Besuch von Gründerseminaren und Fortbildungsveranstaltungen. Es bieten sich als Anlaufstellen die IHKs mit ihren Startercenter an. Hier kann man Informationen über die nächsten Gründerveranstaltungen einholen. Daneben gibt es auch eine Reihe privatrechtlicher Angebote von Gründerinitiativen. Diese lassen sich über das Internet in Erfahrung bringen oder auch über den Band "Existenzgründung - Netzwerke & Partnerschaften - ISBN 9783-93-8684-04-7 aus dem obigen Zyklus.

c.) Der Inanspruchnahme von Beratern. Hier gilt es zu unterscheiden, ob Du auf institutionelle Berater zurückgreifst, dies sind meist Angestellte von Kammern oder Verbänden. Hier ist sehr genau zu prüfen, in wie weit diese auch wirklich praktische Erfahrungen aus und in der Wirtschaft haben.

Alternativ bieten sich auch die freiberuflichen Berater an, die in der Regel selbständig sind. Da es sich beim Unternehmensberater um keine geschützte Berufsbezeichnung handelt, können hier beliebige Angebote unter diesem Etikett verborgen sein. Auch ist die Fluktuationsrate im Beratermarkt recht beachtlich und deshalb fraglich, in wie weit sie dem Gründer wirklich von Nutzen sind. Hilfreich sind hier entsprechende Qualtitätsmerkmale und die Marktbeständigkeit (berufliche Erfahrungen in Jahren). Recherchen in der Beraterdatenbank der KfW sind eine erste Hilfe, genauso wie das Verzeichnis der Berater im Bundesverband der deutschen Unternehmensberater (BDU), die sogar über das Berufsregister im Internet zugänglich, zertifizierte Berater mit hoher Kompetenz führen.

Zuschussmöglichkeiten zu Beratung und Coaching gibt es beispielsweise über die KfW. Diese sind jedoch ausschließlich für Beratungshilfen bestimmt, die durch bei der KfW akkreditierte Berater ausgeübt werden. Auch hier ist ein gewisses Qualitätsmerkmal gegeben. Sowohl bei der KfW wie auch bei dem BDU müssen die Berater, Berufserfahrung nachweisen und erfolgreich abgeschlossene Projekte als Referenzen nennen, bevor eine Akkreditierung erfolgt.

Ich denke, ich konnte Dir ein wenig behilflich sein. Viel Erfolg

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