Frage von Rob am 27.10.09

Was tun bei finanziellen Engpässen?

Hallo Zusammen,

ich brauche einen Rat, den ich leider nicht so richtig bei meinem zuständigen Arbeitsamt erhalten habe.

Vielleicht kurz zu meiner Situation: Seit April diesen Jahres bin ich selbständiger Verlagskaufmann. Leider laufen die Geschäfte weit aus schlechter als ich mir das vorgestellt habe. Mehr Kosten als Einnahmen. Nun überlege ich, um nicht in finanzielle Schwierigkeiten zu kommen, mir vorübergehend einen Job zu suchen.

Vorübergehend, da ich eventuell im Frühjahr 2010 einen größeren Auftrag erhalte und dann endlich richtig zu tun habe und mich voll auf meine Arbeit konzentrieren muss.

Jetzt gehen mir folgende Fragen durch den Kopf:

Muss ich mich beim Arbeitsamt melden, auch wenn der neue Job nur vorübergehend sein soll?

Oder läuft das automatisch, wenn ich einen neuen Job habe?

Das Gewerbe muss vorerst weiterlaufen. Geht das?

Was passiert, wenn ich mich nicht melde und den Gründerzuschuss weiter erhalte,

muss ich ihn zurück zahlen oder gar eine Strafe?

Diese Frage stellt sich einfach, da ich, wenn ja, die Selbständigkeit lieber aufgeben würde, als Probleme zu bekommen.

Meine Vorstellung ist: Ich beziehe den Gründerzuschuss weiter, gehe nebenbei arbeiten und sobald der größere Auftrag eingeht, konzentriere ich mich wieder 100% auf meine Selbständigkeit. Der Gründerzuschuss läuft im März (1.Phase aus) Noch habe ich keinen Job, würde gern im Januar anfangen.

Vielen Dank für ein Feedback.

Gruß

Robby

Antwort von

Hallo Robby,

Muss ich mich beim Arbeitsamt melden, auch wenn der neue Job nur vorübergehend sein soll?



es kommt darauf an, ob du noch Leistungen vom Arbeitsamt bezieht? Wenn du zum Beispiel den Gründungszuschuss bekommst, kannst du es nebenher ohne weiteres einen Minijob machen, also bis maximal 400 € im Monat dazuverdienen, ohne dass deine hauptberufliche selbständigkeit und damit der Gründungszuschuss in Gefahr ist. Sofern du keine Fördermittel von der Arbeitsagentur bekommst, sollte man auch darauf achten, dass man nicht über einen längeren Zeitraum eine hauptberufliche Tätigkeit als Angestellter annimmt, da so immer die hauptberufliche Unternehmertätigkeit gefährdet ist.

Diese Frage stellt sich einfach, da ich, wenn ja, die Selbständigkeit lieber aufgeben würde, als Probleme zu bekommen.



Solange wie du dem Gründungszuschuss bekommst, würde ich versuchen es auch weiter zu machen, da du andernfalls das Geld quasi verschenkt. Wenn nach den neun Monaten der ersten Phase des Gründungszuschuss es die Zeichen immer noch schlecht für eine selbständigkeit stehen, kannst du aber noch abmelden. Das Geld musst du auf keinen Fall zurückzahlen, wenn du nicht betrogen oder anderweitig krumme Dinger gedreht hast.

um deine Firma zu retten, würde ich mir einen Termin bei der zuständigen IHK (Industrie und Handelskammer) geben lassen, um mit den Beratern dort eine Lösung zu finden.

 


Meine Vorstellung ist: Ich beziehe den Gründerzuschuss weiter, gehe nebenbei arbeiten und sobald der größere Auftrag eingeht, konzentriere ich mich wieder 100% auf meine Selbständigkeit. Der Gründerzuschuss läuft im März (1.Phase aus) Noch habe ich keinen Job, würde gern im Januar anfangen.



genau, wird von mir, dass ich nicht erst zu Ende lese und immer gleich antworte.

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