Frage von Luis am 08.09.14

Umsatzsteuer bei Kleingewerbe als Nebenarbeit

Ich bin Arzt und würde gerne als 2.Beruf ein weiteres Hobby zum Beruf machen, indem ich ein Gewerbe anmelde, um genau zu seien eines mit dem ich unter 17500€ im Jahr verdiehne und deshalb keine Umsatzsteuer zahlen müsste. Meine Frage lautet nun, wenn ich beweisen kann das ich z.B 50000€ brutto über meine Arzt Beruf (selbstständig)und z.B 10000€ über mein kleingewerbe, muss ich dann auch Umsatzsteuer auf die 10000€ zahlen, weil dann ja meine bei Gesamteinnahmen 60000€ lägen und somit über der Grenze von 17500€ kämen?

Antwort von

Hallo,

der Umsatz, der für den §19 ustg (Kleinunternehmerregelung) maßgeblich ist, wird auch in diesem definiert. der Gesamtumsatz wird um die steuerfreien umsätze bereinigt, das sind zb. diejenigen, die in §4 Nr. 14 stehen, also die von Ärzten.

Der Gesamtumsatz ist somit nur der aus ihrem hobby (gewerbe), hobby würde ich das übrigens nciht bezeichnen, sonst geht´s in die liebhaberei rein und dann erkennt es das FA nicht mehr an.

Sie müssen in ihrer Situation zwischen den Einkünften aus freiberuflicher Tätigkeit (Paragraph 18 Einkommensteuergesetz, Ärzte) und Den Einkünften aus Gewerbebetrieb (ihre neue gewerbliche Tätigkeit/Hobby) in Paragraph 15 Einkommensteuergesetz unterscheiden.

 

Dazu ist es auch mit Sicherheit notwendig, getrennte Aufzeichnungen und Einnahmenüberschussrechnung zu erstellen. Das sollten Sie mit Ihrem Steuerberater besprechen und der kann sie dahingehend auch gut beraten. Sofern Sie keinen Steuerberater haben, müssen Sie das ganze selbst in die Wege leiten, gerade die Buchhaltung wird sicherlich etwas aufwändiger werden als früher, denn sie messen ja nun für die gewerbliche Tätigkeit zu mindestens einmal im Jahr einer Umsatzsteuererklärung abgeben, auch wenn Sie keine Umsatzsteuer abführen müssen, müssen Sie trotzdem erklären, wie hoch Ihre Umsätze aus dieser gewerblichen und steuerpflichtigen Tätigkeit im Vorjahr und wahrscheinlich im Verlaufe des aktuellen Jahres werden, um die Kleinunternehmerregelung nachzuweisen. Darüber hinaus muss am Jahresende in ihrer privaten Einkommensteuererklärung der ermittelte Gewinn aus dem Gewerbebetrieb in ein gegebenenfalls separates Formular eingetragen werden.

 

 

 

Eigentlich nicht wirklich schwierig, man muss es trotzdem machen und die entsprechenden Regelungen beachten.

 

 

 

Gerade zu dem Thema möchte ich Ihnen einen Fachbeitrag mit mathematischem Beweis von mir empfehlen, der Ihnen vielleicht zeigt, wie Sie nicht nur Geld, sondern auch Zeit sparen können. Ich denke vom zuletzt genannten werden sie am wenigsten haben, deswegen kann ich eigentlich nicht nachvollziehen, warum Sie als Arzt eine solche zusätzliche Belastung auf sich nehmen. Aber das müssen Sie selbst wissen.

 

 

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