Frage von Monika am 14.10.16

Überschreiten der Kleingewerbeumsatzgrenze im Gründungsjahr

Sehr geehrter Herr Montag,

 

ich habe im Juni 2016 eine kleine Pension eröffnet und gewerblich angemeldet. Aufgrund von professionellen Prognosen (von Buchungsportalen im Internet) über die Nachfrage nach Gästezimmern in dem Ort und der Nachfrage im ersten Monat bei mir in der Pension (in der Hochsaison), habe ich errechnet, dass ich unter einem Umsatz von 17.500 € im Gründungsjahr bleiben werde und habe dies dem Finanzamt entsprechend mitgeteilt, so dass für mich die Kleingewerberegelung gilt und ich somit keine Umsatzsteuer ausweisen muss.

Nun haben wir Mitte Oktober und zu meinem eigenen Erstaunen und zu meiner größten Freude, ist meine Pension seitdem fast durchgehend ausgebucht, obwohl die Prognosen bereits seit Ende September einen starken Rückgang der Nachfrage vorausgesagt haben. Dadurch werde ich die Grenze von 17.500 € gemäß der Hochrechnung auf das gesamte Steuerjahr je nach der weiteren Nachfrage übersteigen oder sogar recht weit überschreiten. Die Prognose besagt, dass ab Anfang Oktober die Nachfrage auf die Hälfte bis auf maximal ein Drittel der Vollauslastung sinken wird.

Meine Frage ist nun, ob ich irgendetwas bezüglich des Finanzamts unternehmen muss. Denn ich weiß schließlich noch nicht, wie die Nahfrage und dementsprechend der Umsatz im November und Dezember tatsächlich bei mir aussehen wird. Im Internet habe ich die Aussage gefunden, dass das Finanzamt kulant bleibt, wenn die Prognose plausibel war. Reichen Ausdrucke der Buchungsprognosen als Beweis für meine Umsatzprognose aus?

Ich hoffe, dass Sie mir Tipps und einen Hinweis geben können.

 

Herzlichen Dank!

 

Peters

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