Frage von MT am 10.11.10

Tipp von jemanden, der es falsch gemacht hat!

Gerade was Kredite und Darlehen angeht, habe ich bitterböse Erfahrungen mit Banken machen müssen. Es kam so weit, das eine, von der Bank empfohlene Vorgehensweise, letzten Endes nicht durchgeführt wurde, weil die Bank auf einmal der Meinung war, das sie diese Vorgehensweise angeblich niemals empfohlen hatte ...

Daher würde ich jedem empfehlen, die Bank am besten außen vor zu lassen oder, wenn es eben nicht anders geht, besonders aufzupassen. Jede kleine Bemerkung der im Prozess Beteiligten sollte sorgsam protokolliert werden. Jede!

Leider habe ich dies nicht gemacht, so stand diese mündliche Aussage letzten Endes unbeweisbar im luftleeren Raum.

Letzten Endes führte der Fehler langfristig dazu, das ein gut laufendes Unternehmen nicht fortgesetzt werden konnte und damit der Traum der erfolgreichen Selbständigkeit platzte!

Da ich das nicht so einfach auf mir sitzen lassen wollte, habe ich ein Buch geschrieben. Nach Erfahrungsberichten auch anderer KMU´s (auch "Kleinunternehmer" genannt) musste ich nämlich vermehrt feststellen, dass ich viele Leidensgenossen hatte. Fähige Menschen aus dem Business, die an einer Stelle im Gründungsprozess, einen kleinen, aber entscheidenden Fehler begangen hatten, der nicht mehr zu korrigieren war. Dabei spielten die entsprechenden Banken, eine nicht sonderlich positive Rolle.

All dies hat mich bewogen, die Erlebnisse anderer - und natürlich auch sehr viele eigene - in einem Roman zu verarbeiten. Dieser Roman erschien im Frühjahr 2010 und hat den Titel: „Am Schluss haben wir nur noch für die Angestellten gearbeitet“.

Ich schreibe dies hier nicht, um " Werbung" im klassischen Sinne zu machen. Es soll nicht anmaßend klingen, aber mein Verlag (Dumont Buchverlag, u.a. "Feuchtgebiete") hat glücklicherweise eine nicht zu unterschätzende Marketingkraft, die sicher ausreicht, um das Buch zufriedenstellend am Markt zu platzieren. Nein, es geht mir um eine Art Warnung, eine Mahnung zur Vorsicht, ... denn ein falscher Schritt im Prozess der Unternehmensgründung kann wirklich äußerst fatale Folgen haben. Daher wollte ich es gerade HIER vorstellen und darüber informieren.

Selbstverständlich möchte ich auch diversen Banken (sicher nicht alle) einmal vor Augen halten, das ihre arrogante Art und Weise bei Behandlungen von KMU´s, auch mal das Licht der Öffentlichkeit erblicken kann. Wenn nur EINE einzige Bank ihre Arbeitsweise im Bereich der Kreditvergabe und dem ganzen Drumherum überdenkt und verändert, wäre schon einiges erreicht. Leider habe ich diesbezüglich äußerst schlechte Erfahrungen gemacht ... und viele meiner Gesprächspartner aus dem Business ebenfalls.

Das Buch an sich ist aber nicht nur eine tumbe Anklage oder eine einseitige Schuldzuweisung (die eigenen Fehler werden nicht verschwiegen), es soll auch Spaß machen dies zu lesen. Daher kommt, trotz allem, auch der Humor nicht zu kurz. Dafür sorgt sicher schon das Zwiegespräch in der rheinischen Eckkneipe, in der die Handlung des Buchs teilweise spielt.

Es liegt nun an Ihnen, ob Sie dieses Posting ausreichend interessant fanden, um weitere Informationen zum Roman erhalten zu wollen, dann googlen Sie im Netz unter dem Buchtitel. Da ich hier keinen direkten Link ohne Erlaubnis platzieren möchte, ist dies wohl der serösere Weg.

So oder so wünsche ich allen Unternehmensgründern und schon länger Selbständigen viel Erfolg!

Antwort von

Hallo Ralf, danke für den Artikel und deine Warnung. Schreibe doch einfach mal in einem Satz, wie das Buch genau heißt, dann kann ich es verlinken und verdiene vielleicht noch ein paar Euro (und du auch). Dann haben wir beide was davon und die Leute können das Buch lesen und sich deine Geschichte somit als Vorbild oder eher gesagt als Warnung zu Herzen nehmen. Danke

Antwort von

Gerne, ... das Buch heißt : "Am Schluss haben wir nur noch für die Angestellten gearbeitet" und ist im DUMONT Buchverlag erschienen ... und es ist in der Tat eher als Warnung geeignet ...

Antwort von

Hallo Ralf, das finde ich ausgezeichnet, dass Du Deine Erfahrungen hier gepostet hast. Ich kann dies alles wirklich nur unterstreichen und bestätigen. Selbst als jahrzehnte lang tätiger Gründungsberater kenne ich das Metier der Kreditinstitute viel zu gut und habe Erlebnisse gehabt, bei denen man nur den Kopf schütteln kann.

Es ist sicherlich keine große Weisheit für Insider, soll Dich jedenfalls bestätigen, dass bei meinen über 150 Kontakten zu Firmenkundenberatern und Kreditvorständen, vielleicht lediglich 10% eine wirklich kooperative und konstruktive Ader für Gründer und junge Unternehmen haben.

Ich habe diese Erfahrungen an vielen Stellen des

- Existenzgründerzyklus - ISBN 978-3-938684-06-1

zusammengefasst, das Schwergewicht liegt jedoch in dem Teilthema

- "Existenzgründung - Finanzierung & Sicherheiten" - ISBN 978-3-938684-03-0

in welchem der Umgang mit Banken von der Vorarbeit bis zum Abschlussgespräch mit allen notwendigen Fachtermini behandelt wird. Ich sehe dieses Werk eher als Prävention, um gerade die Erfahrungen, die Du scheinbar gesammelt hast, erst gar nicht auftreten zu lassen. Wen es interessiert, - Einzelheiten zu den Titeln kann man unter www.uvis-verlag.de/uv5100.htm recherchieren

Abschließend Ralf, Dir noch einmal alles Gute für Deine neue Zukunft. Möge sie entspannter sich genießnen lassen.

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