Frage von Ana am 31.03.09

Teilzeitjob und einmalige Honorartätigkeit - muss ich ein Gewerbe anmelden?

Hallo,

momentan habe ich eine Teilzeitbeschäftigung mit einem Bruttolohn von 750 Euro. Nun habe ich einen einmaligen 3-monatigen Job auf Honorarbasis angeboten bekommen, bei dem ich eine ungefähre Vergütung von insgesamt 3500 Euro bekomme.

Da ich Berufsanfängerin bin, habe ich überhaupt keine Ahnung, was ich nun eigentlich machen muss und was für Abgaben davon abgehen und ob überhaupt welche abgehen.

Muss ich kurzfristig ein Gewerbe anmelden? Ist das dann nebenberufliche selbständige Arbeit? Wenn ja, was bedeutet das dann für mich? Muss ich das dem Finanzamt melden?

(Die Arbeit ist im Bereich Beratung/ Lehrtätigkeit)

Wäre schön, wenn mir jemand weiterhelfen könnte. Sorry für die unkonkreten Fragen...

Antwort von

Hallo und guten Tag Fidorka,

Das ist nicht ganz so einfach, gerade wenn keine Details zur Person, zur Tätigkeit, zur Branche und so weiter beschrieben sind.

Allgemein läuft es prinzipiell so, dass die Teilzeitbeschäftigung eine Arbeitnehmertätigkeit ist, der Job auf Honorarbasis entweder eine gewerbliche Tätigkeit oder eine freiberufliche Tätigkeit ist. Was von beiden zutrifft, hängt von der Tätigkeit, deiner Bildung (also Studium etc.) und dem Steuergesetzen beziehungsweise der Eingliederung durch das Finanzamt ab. Das kann ich dir nicht sagen und wird mit Sicherheit auch schwer sein, es zu prognostizieren. Da sollte auf jeden Fall ein Steuerberater wie Herr Kexel nocheinmal drüber schauen.

sinnvoll ist auf jeden Fall, nocheinmal in unserem Blog verschiedene Beiträge durchzulesen, um erstmal das Gefühl für eine selbständigkeit (darum geht es ja auch hier, denn das Einkommen auf Honorarbasis muss selbstverständlich beim Finanzamt angegeben werden, die Frage ist eben nur wie und in welcher Einkommensart)

www.gruenderlexikon.de/blog/

also bitte nicht denken, das Finanzamt mag das nicht und die 3500 € unter den Tisch fallen lassen. Das geht mit Sicherheit ins Auge.

Beratung ist im übrigen anders zu behandeln (rein steuerlich gesehen) als eine Lehrtätigkeit. Diese kann unter Umständen auch steuerfrei sein, genau das gilt es herauszufinden und daher empfehle ich dir dringend einen Steuerberater zu Hilfe zunehmen.

Antwort von

Hallo,

die von Torsten angeführte Thematik Arbeitnehmer oder Selbständig ist sehr kritisch zu betrachten und sollte mit dem Auftraggeber erörtert werden, um sich vor späteren bösen Überraschungen zu schützen.

Wenn es sich um keine Abeitnehmertätigkeit handelt, ist bei der Höhe der Einnahmen die steuerliche Einteilung (gewerblich oder freiberuflich) unerheblich.

Bei dieser Höhe ist auch ein Anmeldung bei Finanzamt entbehrlich.

Einfach am Jahresende bei der Einkommensteuererklärung die erzielte Einnahme abzüglich Asgaben erklären (Anlage S oder G).

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