Frage von Annie am 19.11.13

Steuernummer in Rechnung trotz Kleinunternehmerregelung angeben?

 

Hallo zusammen, 

 

 

 

ich führe einen privaten Blog auf dem ich hin und wieder auch Auftrage von Advertisern etc annehme und dafür teilweise auch bezahlt werde. Einige wollen eine kleine Rechnung für die Buchhaltung, andere verzichten ganz darauf. Bis dato habe ich immer auf §19 (1) UStG verwiesen und aufgeführt, dass ich auf Grund der Kleinunternehmerregelung nach § 19 (1) UStG keine Umsatzsteuer ausweise. 

 

 

 

Deshalb hatte ich bisher auch nie eine Steuernummer angegeben und es hat auch bisher keiner danach gefragt bzw eine verlangt. Aktuell jedoch habe ich nun einen ziemlich regen Schreibverkehr mit einer Auftraggeberin bzw einer Auftragsgeberfirma. Die Ansprechpartnerin besteht trotz der Kleinunternehmerregelung § 19 (1) UStG auf eine Steuernummer in der Rechnung mit folgender Begründung:

 

 

 

 

 

leider muss ich auf die Steuernummer bestehen. Dass Sie gemäß §19 keine Umsatzsteuer ausweisen müssen ist vollkommen in Ordung (den Fall hatten wir schon häufig) jedoch muss Ihre Steuernummer auf der Rechnung vermerkt werden, da uns sonst das Finanzamt bei einer eventuellen Prüfung Probleme machen könnte. 

 

 

 

 

 

Genau so ist es aber auch andersherum: Wenn die Steuernummer auf Ihren rechnungen fehlt und das Finanzamt prüft, könnte es auch zu Nachzahlungen oder nachträglichen Korrekturen Ihrerseits kommen. 

 

 

 

Ich habe noch nie gehört, dass das Finanzamt dann Probleme macht. Wie gesagt, ist das ja nicht mein erster Kleinauftrag und ich habe inzwischen das Gefühl, dass auf diesem Weg die Zahlung rausgezögert werden bzw ganz verhindert werden soll. Nach dem Motto, so lange sie keine Nummer liefern, bekommen Sie keine Zahlung. 

 

 

 

In meiner Antwortmail habe ich mich nun darauf bezogen, dass ich hier schon die Auskunft gelesen habe, dass dies nicht notwendig ist: 

 

 

 

 

 

-> Als Kleinunternehmer brauchen Sie keine Steuernummer um Rechnungen zu schreiben. Dies ist nur erforderlich, wenn Sie in Ihren Rechnung Mehrwersteuer ausweisen würden, die beim Leistungsempfänger als Vorsteuer abzugsfähig wäre.

 

 

 

Wie verfahre ich nun weiter, wenn die Dame weiterhin darauf besteht?  

 

 

 

Ich hoffe, dass Sie mir helfen können und ich eine Antwort erhalte, die ich ggf. auch diesem Auftraggeber noch zusätzlich mitteilen kann. 

 

 

 

Vielen Dank und Liebe Grüße

 

Annie 

Antwort von

Hallo,

 

fragen Sie Ihren Auftraggeber doch mal nach der Rechtsgrundlage.


Das Bundesfinanzministerium hat in seinem Schreiben vom 28.06.2002, Az. IV B 7 - S 7280 - 151/02, hierzu wie folgt Stellung bezogen:

 

Nicht verpflichtet zur Angabe der Steuernummer in der Rechnung sind Kleinunternehmer ...

 

Verweisen Sie Ihren Auftraggeber auf dieses Schreiben.

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