Frage von Gatakion am 28.04.09

Saison begonnen: Keine Chance mehr auf Förderung?

Sehr geehrte Foriker,

ich bekam drei jahre den Existenzgründungszuschuss von der Argentur

für Arbeit.

Dank dieses Zuschusses wagte ich die Selbsständigkeit.

Zum Ende der Existenzförderung im dritten Jahr (Herbst 2008 ) brach dann alles ein:

-Umsätze schlecht (die Kundschaft hat sich beim Kauf sehr zurückgehalten)

-die Krankenkasse wollte plötzlich 580 € statt wie bisher 182 €,

obwohl ich noch im dritten Jahr der Existenzgründung war. Das gab Streit, der für mich sehr arbeitsintensiv war und mich auch nervlich stark beanspruchte (und das genau zur unpassenden Zeit, wo ich meine Kraft, Zeit und Nerven für benötigte meine Existenz zu retten)

-das Wetter vermaselte mir auch den einen oder anderen Tag,

an dem normalerweise etwas hätte verkauft werden können

( Reisegewerbe/Textilien)

Fazit:

Ich musste aufgeben, nahm meinen Restanspruch Arbeitslosengeld

in Anspruch, und plante in der Zeit eine neue Selbstständigkeit,

diesmal in der Gastronomie mit einem mobilen Imbiss (gegessen wird immer)

So, nun stehe ich kurz vor dem Start, und mir fehlt das Geld,

den Imbiss fertigzustellen.

-Behördlich habe ich alles erledigt

-Geräte sind alle eingekauft

-ein Lager ist angemietet

Aber der Imbissanhänger mus noch etwas renoviert werden.

Damit habe ich auch bereits begonnen,

doch die Edelstahlarbeiten sind noch nicht fertig.

Der erste Einkauf Werbung, eine Hilfskraft die nötigen Versicherungen

und Zwangsmitgliedschaften und last but not least die Platzmieten,

die oft für ein ganzes Jahr im Vorraus ( Vertrag) verlangt werden,

müssen ja auch noch bezahlt werden.

Frage:

Gibt es für mich noch irgendwelche Leistungen vom Arbeitsamt?

Ich verstehe diesen Text (Link) jedenfalls so, als läge es im Ermessen des

zuständigen Fallmanangers, ob es Hilfen für Selbstständige gibt



www.arge-dortmund.de/cm/_uploaded/Leistungen%20zur%20Eingliederung%20von%20Selbstaendigen%20Stand%2002-02-09.pdf

Oder:

Hat hier jemand einen Rat,

wo/wie ich ein Darlehen für das benötigte Kapital recht rasch (d. Saison hat ja schon begonnen) bekommen könnte?

Also, es geht hier nicht um Hartz IV, sondern um ein Darlehen oder Leistungen

vom Arbeitsamt, die sich konkret auf Betriebsmittel ectr. beziehen.

KFW- Kredit ist glaube etwas, was nur in der Theorie für so kleine Selbstständige, wie ich es bin, als Option bestehen.

In der Praxis habe ich es ja auch damals, bei dem Start meiner ersten Existenz versucht.

Ich schrieb ein Konzept, bekam die Stempelchen vom IHK-anerkannten
Steuerberater und legte meiner Hausbank (SPK) alles vor,

mit der Bitte, für mich den Antrag für die KFW zu bearbeiten.

Ergebnis: mir wurde zum gelungen Buisnessplan gratuliert und im selben Atemzug ein Hauseigener Kredit angeboten,

und man erwähnte auch gleich,

dass man grundsätzlich Garnichts an/ Für die KFW-weiterleite/ bearbeite,

da man daran nicht verdiene, und im übrigen bestünde meinerseits auch kein Rechtsanspruch darauf.

Ja, dass wusste ich schon, mit dem Rechtsanspruch.

Das Kreditangebot habe ich nicht annehmen können (damals wollten die

über 8% Zinsen, zum vergleich die KFW wollte nur 4,8 %) und Sicherheiten in Höhe von 45% ( die KFW brauchte man nur 15%)

Mich würde mal interssieren, ob es Einzelunternehmer gibt,

die eine KFW-Förderung erhalten haben.


LG! Ica

Antwort von

Hallo,

richtig so - erst in den Brunnen rein springen und dann sehen ob die Leiter lang genug ist um auch wieder heraus zu kommen - oder doch nicht richtig.

Anders ausgedrückt - Sie haben sprichwörtlich das Pferd von hinten aufgezäumt - oder so ähnlich.

Warum haben Sie sich nicht erst Gedanken über die anfallenden Kosten gemacht, geschaut ob das Geld reicht, wo man evtl. fehlendes Geld günstig leihen kann, und dann erst entschieden, mach' ich es oder nicht??

Gehen Sie einfach mit Ihren Fragen an die von Ihnen genannten Stellen, Arbeitsagentur und Bánken/Sparkassen. Einfach eine nach der anderen anfragen. Und wenn's 8 % kostet, dann nehmen Sie es in Kauf. Besser Geld für 8 %, statt gar keines.

Bei einer Zinssatzdifferenz von 3,2%-Punkten und einem Darlehn von beispielsweise 10.000 EUR bedeutet dies nur 320 EUR Mehrbelastung im Jahr!!

ABER - es kann losgehen.

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