Frage von Axel am 14.01.14

Privateinlage bei Gewerbegründung

Ich plane Mitte des Jahres ein Nebengewerbe - USt-pflichtig - anzumelden. Aus meiner bestehenden Sammlung werde ich Waren in das gewerbe einbringen. Wie bewerte ich diese?

Für einige Waren existieren deutsche rechnungen, für andere Rechnungen aus dem Ausland (Österreich, England (in GBP), Holland). Wie werden diese bei der Vorsteuer berücksichtigt? Kann ich die ausländische USt. als Vorsteuer in Ansatz bringen?

Ich habe auch Rechnungen aus England in GBP mit Ausweis der deutschen USt, wie wird diese Rechnung behandelt?

Ich bedanke mich schon mal für die Antworten.

 

Antwort von

Hallo Axel,

zum Vorsteuerabzug kann ich nur so viel sagen, dass sie die deutsche Vorsteuer im Rahmen der Umsatzsteuervoranmeldung monatlich, quartalsweise oder jährlich zum Ansatz bringen können und vom Finanzamt erstattet bekommen, sofern sie eine ordnungsgemäße Rechnung mit den notwendigen Bestandteilen laut Umsatzsteuergesetz vorliegen haben.

 

Was die Rechnungen aus dem europäischen Ausland und aus dem nichteuropäischen Ausland anbelangt, sollten Sie sich bei einem Steuerberater erkundigen und Informationen einholen. Wie diese Rechnungen auszusehen haben, wie sie in einer Umsatzsteuervoranmeldung angesetzt werden müssen und was gegebenenfalls erstattet wird oder auch nicht.

 

 

 

So viel sollte Ihnen die neue Selbstständigkeit und Ihr Unternehmen wert sein, dass man sich in derartigen Fällen auch gegen eine gewisse Beratungsgebühr rechtssicheren Rat einholt.

 

 

 

Vielleicht antwortet Ihnen auf Ihre Frage hier im Gründerlexikon Steuerberater Kexel, der in dem von mir angegebenen Forum auf Betriebsausgabe.de regelmäßig antwortet, dort könnten sie gegebenenfalls diesen Teil der Frage in die richtige Kategorie erneut einstellen und auf eine Antwort hoffen.

 

 

 

Rein informativ ohne Gewähr auf Richtigkeit: sofern sie umsatzsteuerpflichtig in Deutschland sind, sollten Sie eine Umsatzsteueridentifikationsnummer beantragen und diese bei Ihrem Geschäftspartner im europäischen Ausland bei der Bestellung von Waren angeben. Genau dann wird ihr europäischer Geschäftspartner die Ware ohne dortige Umsatzsteuer verkaufen, so dass sie von vornherein keine steuerliche Belastung haben und somit auch keine Steuer in Deutschland wiederholen müssen. Das ist aus meiner Sicht der gängige Weg in der Praxis. Wie es im nichteuropäischen Ausland aussieht kann ich wirklich nicht sagen, da ich zum einen kein Steuerberater bin und zum anderen noch nie waren im nichteuropäischen Ausland bestellt habe.

Zur Bewertung der Waren

Ich verweise auch auf Antworten von Steuerbearter Kexel, welche er in ähnlichen Zusammenhängen auf betriebsausgabe.de gegeben hat:

www.betriebsausgabe.de

www.betriebsausgabe.de

Sofern Sie als umsatzsteuerpflichtige Unternehmer waren von Privatleuten aufkaufen und verkaufen diese weiter, müssen Sie das Thema Differenzbesteuerung unbedingt berücksichtigen:

www.betriebsausgabe.de

 

Hoffe meine Anwort war etwas hilfreich

Grüße

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