Frage von Shamshel am 17.05.12

Mobile Massage als Nebengewerbe

Hallo

Ich habe mich schon auf dieser Seite belesen und doch bleiben noch einige Fragen offen bzw unklar.

 

Ich befinde mich zur Zeit in Elternzeit und fange danach wieder bei meinem Arbeitgeber an. Dieser hat einem Nebengewerbe zugestimmt.

Ich weiss, dass ich nicht über 15 Stunden wöchentlich und einem Jahresumsatz von 17500€ kommen darf. (Die Summe stimmt?)

Ich bin ausgebildete Physiotherapeutin und möchte Massagen ohne ärztliche Verordnung anbieten.

1. Welche Versicherungen brauche ich? Eine Berufshaftpflicht ist in diesen Fall wohl wichtig. Brauche ich auch eine Betriebshaftpflicht? Ich bin ja mobil unterwegs und habe keine festen Behandlungsräume.

2. Inwieweit habe ich denn steuerliche Verpflichtungen?/ Welche Abgaben kommen auf mich zu?

3. Soweit ich gelesen habe, muss ich keine Umsatzsteuern abgeben, da ich keine Produkte zusätzlich verkaufe, sondern nur meine Dienstleistung "Massage" anbiete.

4. Da ich ja schon durch meine Hauptberufliche Tätigkeit Abgaben an die Krankenkasse zahle, muss ich dann auch noch zusätzlich aus dem Nebengewerbe zahlen?

5. Die Umsatzgrenze von 17500€ zählt nur für das Nebengewerbe und nicht insgesamt aus meinem Angestelltenverhältnis und dem Nebengewerbe.

 

Ich hoffe meine Fragen sind nicht zu verwirrend und würde mich über Antwort freuen.

Liebe Grüße

Shamshel

Antwort von

Hallo Shamshel,

wir sind da um Ihre Verwirrung zu entwirren :)

1. Welche Versicherungen brauche ich? Eine Berufshaftpflicht ist in diesen Fall wohl wichtig. Brauche ich auch eine Betriebshaftpflicht? Ich bin ja mobil unterwegs und habe keine festen Behandlungsräume.

Ich bin leider keine Versicherungsexpertin, daher sollten Sie sich dazu vom Fachmann beraten lassen.

2. Inwieweit habe ich denn steuerliche Verpflichtungen?/ Welche Abgaben kommen auf mich zu?

Das kommt zum Einen darauf an ob Sie vom Finanzamt als Gewerbetreibende oder Freiberuflerin eingestuft werden. Lesen Sie hier mehr dazu: www.gruenderlexikon.de/checkliste/informieren/gruendungsstrategie/freiberuflich-taetig/unterschied-freiberufler-gewerbetreibender

Dazu ein anderer Beitrag aus unserem Ratgeber:

www.gruenderlexikon.de/ratgeber/freiberufler-soll-ich-noch-ein-gewerbe-anmelden

Ob Sie umsatzsteuerpflichtig sein werden, werden Ihnen ein Steuerberater und das Finanzamt sagen können. (siehe Beitrag Ratgeber)

3. Soweit ich gelesen habe, muss ich keine Umsatzsteuern abgeben, da ich keine Produkte zusätzlich verkaufe, sondern nur meine Dienstleistung "Massage" anbiete.

Hier kann ich wieder nur auf unseren Beitrag im Ratgeber verweisen, hier findet eine Unterscheidung zwischen ärztlich verordneten Massagen und Massagenn ohne Rezept statt.

4. Da ich ja schon durch meine Hauptberufliche Tätigkeit Abgaben an die Krankenkasse zahle, muss ich dann auch noch zusätzlich aus dem Nebengewerbe zahlen?

Nein, Sie sind während der Elternzeit beitragsfrei über Ihren Arbeitgeber in der gesetzlichen Krankenversicherung weiter versichert.

5. Die Umsatzgrenze von 17500€ zählt nur für das Nebengewerbe und nicht insgesamt aus meinem Angestelltenverhältnis und dem Nebengewerbe.

Die Umsatzgrenze bezieht sich auf das Nebengewerbe - sofern Sie Umsatzsteuer zahlen müssen. Für Lohn und Gehalt zahlt man Einkommensteuer, aber keine Umsatzsteuer.

Viele Grüße

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