Frage von Marco am 27.01.09

Nebenberuflich selbstständig als Freiberufler - wäre die Kleinunternehmerregelung für mich zutreffend?

Hallo,

ich habe ein paar wichtige Fragen zu meiner geplanten Tätigkeit als Fachjournalist, nebenberuflich und selbsständig als Freiberufler.

Ich arbeite Vollzeit als Medienkaufmann und verdiene etwa lasche 25.000 Euro Brutto Jahresgehalt. Da ich nun die große Chance habe, mein Hobby zum Nebenberuf zu machen (auch der Arbeitgeber hat zugestimmt), möchte ich mich als Fachjournalist selbstständig machen. Nach einer ersten Anfrage beim Finanzamt wäre die Einstufung zum Freiberufler in Ordnung. Auch der entsprechende Journalistenverband gab das ok zur Mitgliedschaft. Nun zu meinen Fragen.

Ich werde für verschiedene Auftraggeber (Medien, Indurstrie etc.) arbeiten, und etwa 5000 Euro im Jahr damit verdienen.

Nach meinen Recherchen wäre die Kleinunternehmeregelung für mich zutreffend, da ich selbst so gut wie keine Investitionen und sonst. Ausgaben haben werde. Habe ich das in diesem Fall richtig verstanden...?

Gibt es eventuell dazu Nachteile in Bezug auf meine Auftraggeber...? Macht das ein unprofessionelles Bild, wenn man keine Umsatzsteuer in den Angeboten und Rechnung ausweist? Was ist wenn ein Auftraggeber Umsatzsteuer verrechnet haben will, um selbst diese als Kosten abzusetzen (man soll ja Kosten machen, heisst es oft...)...?

Wie verrechne ich die zusätzlichen 5000 Euro? Es ist ja so, das man 400 Euro monatlich steuerfrei dazu verdienen darf. Was aber, wenn ich einige Monate nix dazu verdiene, inerhalb von 2 Monaten dann aber 2000 Euro verdiene. Gelten die 400 Euro nur monatlich, oder gibt es da eine Jahresgrenze ( z.B. 12*400 Euro = 4800 Euro steuerfrei) ?

Oder muss ich die 5000 Euro zu meinem Jahresgehalt von 25000 Euro dazurechnen (also 30000 Euro), und dann wird heftig versteuert...?

Reicht dazu eine Gewinn / Verlustrechnung am Ende des Jahres?

Vielen Dank im Vorraus

Grüße

Antwort von

Schade, kann mir denn niemand auf meine Fragen eine Antwort geben? Hat denn niemand etwas Erfahrung zu diesem Thema? Ich hoffe es gibt doch Jemanden. Danke und Gruss in die Runde.

Antwort von

Wir recherchieren ncoh. Da sie selbst auf ihre Frage geantwortet haben, ist der post aus unserem system der noch unbeantworteten fragen verschwunden. deswegen auch die verzögerung. also bitte etwas geduld. danke

Antwort von

Hallo,

Nach meinen Recherchen wäre die Kleinunternehmeregelung für mich zutreffend,


stimmt, bei ca. 5.000,- EUR Jahresumsatz bietet sich die Kleinunternehmerregelung an.


Was ist wenn ein Auftraggeber Umsatzsteuer verrechnet haben will,



Wenn du keine Umsatzsteuer auf deine Leistung aufschlagen musst, zahlt der Auftraggeber diese auch nicht. Nimmst du die Kleinunternehmerregelung nicht in Anspruch und schlägst die Umsatzsteuer auf, kann der Auftraggeber sich diese als Vorsteuer vom Finanzamt zurückholen. Somit ergibt sich bei einem umsatzsteuerpflichtigen Auftraggeber keine Auswirkung.

Es ist ja so, das man 400 Euro monatlich steuerfrei dazu verdienen darf.



Hier sprichst du den sogenannten Härteausgleich an. Die Grenze für die Einkünfte liegt aber bei 410,- EUR im Jahr. Mit 5.000,- EUR Umsatz abzgl. fast keiner Ausgaben, ist diese Grenze deutlich überschritten.

400,- EUR monatlich steuerfrei, wären bei einem Minijob die Grenze - gilt nicht bei einer nebenberuflichen Selbständigkeit.

Oder muss ich die 5000 Euro zu meinem Jahresgehalt von 25000 Euro dazurechnen



Ja, der ermittelte Gewinn ist in der Einkommensteuererklärung unter Einkünfte aus Selbständige/freiberufliche Tätigkeit anzugeben. Die Einkünfte werden zum Jahresgehalt dazuaddiert und versteuert.

Reicht dazu eine Gewinn / Verlustrechnung am Ende des Jahres?



Eine Einnahme-Überschuss- Rechnung reicht zur Gewinnermittlung aus. Freiberufler müssen keine Bilanz erstellen.

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