Frage von Spielform am 31.07.09

Nebenberuflich Freiberuflich - Monatshonorar oder Jahreseinkommen?

Ich möchte in den letzen 5 Monaten dieses Jahres eine Honorartätigkeit aufnehmen, die nebenberuflich (ca. 12 - 14Std/ Woche) ausgeübt wird.

Ich bin z.Zt. familienversichert.

Ich werde wohl um die 800-900 Euro im Monat als Honorar bekommen. Als Dozentin/Mitarbeiterin im pädagogischen Bereich kann ich die Übungsleiterpauschale abziehen (Auftraggeber ist gemeinnützig).

Also 800,-- x 5 Monate = 4000,--.

minus 2100,-- Übungsleiterpauschale = 1900,--.

Zählt für die Bemessung eines eigenen Krankenkassenbeitrages die ab 1.8. monatlichen Honorar-Einkünfte? Bin ich ab August dann krankenversicherungspflichtig? Laut Krankenkasse ja.

1900 : 5 = monatliches Honorar von 380 EUR.

Da über 360 EUR wäre ich selbst Krankenversicherungspflichtig.

Oder ist das Honorar als Jahreseinnahme anzusehen? M.E. ist das doch bei Freiberuflern so - oder? Dann würde ich nämlich im Monat (auf 12 Monate gerechnet) mit den Einnahmen unter 360 Euro bleiben und kann zumindest für dieses Jahr in der Familienversicherung bleiben.

Oder müßte ich zusehen, das ich ab dem jeden Monate mit dem monatlichen Honorar unter EUR 360,- bleibe?

Dafür müsste ich dann 2 Tage weniger arbeiten. Und auf jeden Fall die Stunden so wählen, das es bei der Größenordnung des Honorars bleibt.

Ist das irgendwo geklärt, wie die Honorareinkünfte für die Sozialversicherungen behandelt werden - als monatliche Einkünfte oder wie im steuerlichen als Jahreseinnahmen?

Antwort von

Hallo Carry,

Es tut mir leid, dass ich so spät antworte, hoffe, es ist noch rechtzeitig.

Zum Thema selbständigkeit und Familienversicherung haben wir bereits zwei guter Artikel verfasst.

So können Existenzgründer weiterhin die kostenlose Familienversicherung nutzen

Wie lange kann ein Selbständiger die Familienversicherung nutzen?

im letzten wird auch die Grenze von 360 € monatlich erwähnt.

Oder ist das Honorar als Jahreseinnahme anzusehen? M.E. ist das doch bei Freiberuflern so - oder? Dann würde ich nämlich im Monat (auf 12 Monate gerechnet) mit den Einnahmen unter 360 Euro bleiben und kann zumindest für dieses Jahr in der Familienversicherung bleiben.



wie die Krankenkassen das nun genau rechnen, kann ich nicht sagen, habe aber auch schonmal gehört, dass einzelne Verdienste aus bestimmten Monaten auf das gesamte Jahr hoch berechnet werden und die Summe dann durch 12 Monate geteilt wird. Wenn man also nur einige Monate punktuell im Jahr verdient, wirkt sich das auf die besagte Grenze nicht aus, da dieser zwar hohe Verdienst über 12 Monate gleichmäßig verteilt wird.

es kann aber auch sein, dass die Krankenkassen aus Kostengründen mittlerweile jeden Monat für sich betrachten. Ich würde dahingehend eine andere gesetzliche Krankenkasse um Rat fragen oder auch anonym anrufen.

ein anderer guter Tipp könnte auch sein, einen Fachmann wie Steuerberater Kexel hier und worum zu kontaktieren, er kann sicher helfen.

Antwort von

Vielen Dank für die Antwort.

die ersten Links geben mir bezüglich meiner Frage leider keinen Aufschluß.

Ich habe bereits mit der Krankenkasse gesprochen. Dort gab man mir hinsichtlich der Übungsleiterpauschale recht, sah es allerdings dort so an, das diese auf den Monat gestückelt würde. Das ist definitiv falsch.

Denn die Übungsleiterpauschale wird nie monatlich gestückelt, sondern immer auf das Jahr gerechnet.

Ich habe nun einen Fragebogen erhalten, in dem die Krankenkasse u.a. von mir die Angabe "Einnahme aus selbständiger Tätigkeit monatlich ___ EUR" erfragt.

Meine Frage war: kommt dort der Betrag hin was ich demnächst wohl monatlich (nach Abzug der Übungsleiterpauschale) erhalte oder kann ich das was ich so halbwegs erwarte (da es kein festes Stundenvolumen pro Monat gibt) durch die Monate des Jahres teilen, in denen ich keine Einkünfte hatte?

Ich habe jetzt die Beitragsverfahrensgrundsätze für Selbstzahler www.krankenkassen.de/static/common/files/view/3393/Beitragsbemessung_Endfassung_2008_10_27_3258.pdfin der aktuellen Fassung v. 2008

gefunden, das für die Beitragspflicht die Zugrundelegung des monatlichen Zufluses (Einnahme) auszugehen ist.

Demnach kann ich also meine Einnahmen nicht durch 12 Monate teilen, sondern die Krankenkassen kann mit Aufnahme der selbständigen Tätigkeit für den aktuellen und die zukünftigen Monate ihre Beiträge nach dem Zufluss bemessen.

Und wenn ich freiberuflich tätig werden - egal ob nebenberuflich oder hauptberuflich - ich muss es immer meiner Krankenkasse anzeigen - also diese davon in Kenntniss setzten. Dazu bin ich gesetzlich verpflichtet.

Also werde ich dieses Jahr nur soviel Stunden arbeiten, dass ich nicht mehr als 360 EUR Einnahmen im jedem Monat diesen Jahres habe. Denn es lohnt ja nicht, für 4 oder 5 Arbeitsstunden mehr im Monat 140 Eur Krankenversicherung und evt. sogar noch Rentenversicherung für nochmal ca. 130 EUR (oder ähnlich) hinzulegen.

Ist das so korrekt, wie ich das sehe?

Antwort von

Und ich habe noch eine weitere Frage:

Nach den Grundsätzen der Beitragsverfahren wird ja der Krankenkassenbetrag im Monat des Zuflusses beurteilt. Ist das richtig?

Wenn ich im August anfange zu arbeiten, werde ich 2009 nur in den Monaten Sept - Dez

eine Honorarforderung erstellen und nur in diesen Monaten Geld bekommen.

Demnach dürften sich meine Einfkünfte 2009 nur auf 4 Monate beschränken.

Demnach ist mein Honorar minus Übungsleiterpauschale die Einkommenshöhe,

die ich der Krankenkasse melde als Einnahme ab Sept. diesen Jahres für meine

nebenberufliche Tätigkeit.

Ist das richtig so oder übersehe ich da was?

Antwort von

bitte in neuem post in der richtigen kategorie schreiben. jedes thema für sich, nciht alles in ein post, wer soll das jemals lesen.

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